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BMW M5 2011

Es war einmal – im September 2004 brannte er sich auf der Landebahn des Fliegerhorsts Fürstenfeldbruck erstmals in die Seele der Autotester und in den Belag: Zwei Kilometer Vollgas mit 507 PS an Launch Control, 250 km/h ohne abzuheben und ein Sound zum abheben. Der V10 wußte zu begeistern. Nun geht sein Nachfolger mit „downgesizetem“ Aggregat an den Start – M5 Generation 5.
Erste und wichtigste Neuerung: Den akustisch reizvollen V10-Sauger ersetzt ein V8-Twin-Turbo. 4,4 Liter Hubraum, gehörige 680 Newtonmeter schon ab 1.500 (und bis 5.750 U/min!) und ungehörige 560 PS bei 6.000 Umdrehungen. So gewappnet, schießt der neue M5 in 4,4 Sekunden auf 100, um nach 13,0 Sekunden 200 km/h hinter sich zu lassen und sich erst bei Tempo 305 dem Gegenwind zu ergeben. Sofern das „M Driver’s Package“ mit an Bord ist.
Mit 10 Prozent Mehrleistung, das sind 53 PS (5,0-Liter-V10: 507 PS, 520 Nm), verbraucht er weit weniger als das Vorgängermodell. 30 Prozent Einsparung sagt BMW. Der Durchschnittsverbrauch im EU-Testzyklus beträgt 9,9 Liter/100 km (CO2-Emission: 232 g/km). Effizientes wie Start-Stop oder die Bremsenergie-Rückgewinnung machen es möglich.
Die Kraftübertragung erfolgt klassisch über ein Siebengang-M-Doppelkupplungsgetriebe auf die Hinterräder. Das M DKG bietet sowohl im automatisierten als auch im manuellen Modus jeweils drei Schaltprogramme. Die Auswahl erfolgt über eine hinter dem Schalthebel auf der Mittelkonsole platzierte Wippentaste. Die Launch Control für optimale Beschleunigung ist auch wieder mit an Bord.
Der geschärften Leistungscharakteristik zollt das Fahrwerk Tribut: Elektronisch geregelte Dämpfer, „M Servotronic“, „M Dynamic Mode“ und die Hochleistungsbremsanlage in Compound-Bauweise hinter den 19-Zoll-Pneus (Scheibendurchmesser vorne: 400 x 36, hinten: 396 x 24 mm) regeln es sportlich. Das neue Hinterachsgetriebe mit aktivem M Differenzial verbessert Handling, Traktion und die Fahrstabilität beim dynamischen Herausbeschleunigen aus Kurven.
Von außen betrachtet folgt die Form der Funktion: Zur Optimierung der Kühlluftversorgung und der Aerodynamik finden sich vorne Kiemen und Flaps und für eine gezielte Luftführung im Heckbereich ein in die Heckschürze integrierter Diffusor. Am Fahrzeugende markiert eine neue zweiflutige Abgasanlage, deren Doppelendrohre zu beiden Seiten des Diffusors weit außen angeordnet sind, das ab Werk sehr komplett ausgestattete Topmodell der 5er Reihe. Das M-Cockpit mit Sportsitzen, neuer lederbezogener Mittelkonsole und Aluzier macht den Unterschied. Mit serienmäßiger Ausstattung wie „Merino“-Leder, 4-Zonen-AC, Head-Up-Display, Xenon-Scheinwerfern mit adaptivem Kurvenlicht, Night Vision, Surround View sowie Spurwechsel- und Spurverlassenswarner bleibt kaum ein Wunsch offen. Ab November tritt der neue M5 gegen die wilden Feger mit Familienoption, den Audi RS6, den Cadillac CTS-V und den Mercedes E 63 AMG an. Der Vorgänger kostete zuletzt rund 95.000 Euro. Beim neuen M5 sagt die Preisliste nun 102.700 Euro an. (le)