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SEAT Leon 2013

Der Leon SC – SC steht für „Sport Coupé“ – macht dreitürig noch mehr her als der schon gut angekommene Fünftürer. Im Vergleich fällt der Radstand um 3,5 Zentimeter kürzer aus und der Kofferraum mit 380 Litern sogar voluminöser. Die Heckscheibe ist um 19 Grad stärker geneigt. Ansonsten bleibt sich der Dreitürer als Leon auf 4,23 Metern in Sachen Fahrwerk und Motor treu. Der Einstiegsmotor 1.2 TSI produziert 86 oder 105 PS, der 1.4 TSI 122 oder 140 PS. Bei beiden liegt der Verbrauch bei 5,2 Litern. Der wird von den Dieselmotoren, dem 1.6 TDI (90 oder 105 PS), 2.0 TDI (150 PS) und dem künftigen Topdiesel (184 PS), mit Verbrauchswerten um vier Liter deutlich unterboten.
Die Kraftübertragung erfolgt übers Schaltgetriebe (fünf oder sechs Gänge) oder DSG (sechs oder sieben Gänge) auf die Vorderräder. Vorne arbeitet eine McPherson-Achse mit Hilfsrahmen. Im Heck sitzt bei den Motorisierungen bis 150 PS eine Verbundlenkerachse, wogegen die stärkeren Varianten eine Vierlenker-Konstruktion erhalten, welche die Längs- und Querkräfte voneinander getrennt verarbeitet. Fährt man den Leon in der sportlichen Variante FR lassen sich Auf- und Antritt vom Fahrerplatz modellieren. In den vier Modi „eco“, „komfort“, „sport“ oder im individuellen Setup kann die Charakteristik der Lenkunterstützung, Gasannahme sowie des Motorsounds, der über einen Soundaktor moduliert wird, vom Fahrerplatz beeinflusst werden. Kund getan wird der Modus in weißer oder roter (in „sport“) LED-Beleuchtung in den Türen. Über den Innenraum muss man nicht viele Worte verlieren: gute Verarbeitung, minimalistisches Design, unkomplizierte Bedienung. Unkompliziert auch deshalb, weil sich die wenigen Schalter gut verteilen und die Bedienlogik des Infotainments auf dem bis zu 5,8 Zoll großen Monitor in Touchscreen-iPod-Manier überzeugt. Und sonst? Der Fahrersitz lässt sich serienmäßig bei allen Versionen in der Höhe verstellen (beim Beifahrersitz: ab Style). Und die lieben Assis? Der kamerabasierte Spurhalteassistent korrigiert die elektromechanische Servolenkung, bevor der Pilot von der Straßenmitte abkommt. Das Kamerasystem, das in den Fuß des Innenspiegels integriert ist, steuert den Fernlichtassistenten. Die Multikollisionsbremse hilft Folgekollisionen nach dem ersten Aufprall zu vermeiden. (Lothar Erfert)