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Neuer Ford Focus RS

Der neue Focus RS ist das 30. Modell von Ford, das seit dem Jahr 1968 mit dem Label "RS" präsentiert wird. Seitdem brachte die Historie sportliche Alltagsmodelle wie 1970 den Escort RS 1600 mit Vierventilmotor, 1985 den turbogeladenen Sierra RS Cosworth und den Focus RS II hervor.

Erstmals mit Allradantrieb
An die zuletzt 350 PS des Focus RS kommt die dritte Generation zwar – noch – nicht heran, aber die PS sind besser verteilt, denn erstmals in seiner Karriere geht der Ford Focus RS, der im Werk in Saarlouis vom Band rollt, ausschließlich mit vier angetriebenen Rädern an den Start. Den Allradantrieb hat er damit mit den Konkurrenten wie dem Audi S3 oder dem Mercedes A45 AMG gemeinsam.

Zwei elektronisch gesteuerte Differenziale verteilen die Kräfte hin zu Vorder- und Hinterachse und variabel zwischen den Hinterrädern. Maximal werden 70 Prozent der Potenz an diese durchgereicht. Im Resultat sorgt dies für gut kontrollierbares Übersteuern, ein neutrales Einlenken im Grenzbereich und eine maximale Querbeschleunigung von mehr als 1 g. Der Komfort bleibt noch etwas deutlicher auf der Strecke als im ST, denn das Fahrwerk, dessen Stoßdämpfer in zwei Stufen verstellbar sind, fällt noch straffer aus. Die finale Kraftübertragung übernehmen Michelin Gummis des Formats 235/35, die auf 19-Zoll-Leichtmetallfelgen aufgezogen sind oder gegen Aufpreis auch Semi-Slicks.

Der Kraftmeier ist leider kein Fünfzylinder mehr, sondern der aufgebohrte 2,3 Liter-Ecoboost-Vierzylinder des Focus ST. Der neue Twin-Scroll-Turbolader und ein größerer Ladeluftkühler pushen den Vierzylinderturbo jedoch von 250 auf über 320 PS. Das moderne Downsizing sorgt damit nicht für besseren Klang. Als der, mit dem der alte 2,5 Liter-Fünftöpfer schon bei mittleren Drehzahlen protzte. Aber der Verbrauch liegt unter Zuhilfenahme von Start-Stopp rund 20 Prozent unter dem des alten RS.

Optisch trägt der neue RS nicht mehr ganz so protzig auf. Im Vergleich mit dem ST-Modell fallen die Kühleröffnungen und der Frontspoiler größer aus. Der Diffusor, der Heckflügel und zwei große Auspuffendrohre zitieren den alten RS. Im Innenraum sitzt der Fahrer auf einem Sportsitz von Recaro oder, nachdem ein Aufpreis gezahlt wurde, auf einem Schalensitz und blickt rechts vom an der Unterseite abgeflachten Sportlenkrad auf die bekannten drei kleinen Zusatzinstrumente für Öldruck, Öltemperatur und Ladedruck. Der wichtigste Unterschied zwischen dem neuen und dem alten Modell betrifft aber die Türenzahl: Der neue RS geht erstmals ausschließlich als Fünftürer an den Start.

Der Preis dürfte, weil auch dies Tradition bei Ford hat, fair ausfallen. 34.000 bis 35.000 Euro werden erwartet. Im März 2016 steht der neue Focus RS beim Händler.

Text: Lothar Erfert