Testbericht

Jürgen Wolff, 28. Januar 2008
Ganz sicher ist der Mercedes-Benz SLR McLaren einer der aufregendsten Supersportler. Weniger sicher ist, ob er wirtschaftlich ein Erfolg ist für die Schwaben. Die schieben jetzt dennoch unbeirrt einen Roadster nach.

Der neue Roadster hat ebenso wie das Coupé Flügeltüren und profitiert gleichfalls von den Rennsporterfahrungen von Mercedes-Benz und McLaren. Seine Karosserie ist, abgesehen von zwei aus Aluminium gefertigten Motorrahmen, vollständig aus Carbonfaser-Werkstoffen (CFK) gefertigt, die speziell für den Roadster weiterentwickelt wurden. Das Ergebnis: geringes Gewicht, viel Sicherheit für die Insassen (die wie Formel-1-Fahrer in einem energieabsorbierenden Monocoque sitzen) und eine bislang bei offenen Fahrzeugen nicht erreichte Torsionssteifigkeit. Dadurch werden laut Mercedes-Benz Fahreigenschaften möglich, die sonst nur geschlossene Supersportwagen bieten können.

Das voll versenkbare Stoffdach ist aus einem neu entwickelten Dachmaterial, das in drei verschiedenen Farben erhältlich ist. Das verleiht ihm auch Eigenschaften, die für einen Roadster nicht gerade üblich sind: Die Höchstgeschwindigkeit zum Beispiel liegt mit 332 km/h nur um 2 km/h unter der des Coupés. Unterhaltungen sind dank günstiger Aeroakustik bei Open-Air-Fahrten auch noch bei weit über 200 km/h möglich, verspricht Mercedes-Benz.

Das Dach öffnet und schließt halbautomatisch in weniger als zehn Sekunden. Zum Öffnen muss es lediglich im Rahmen der Frontscheibe entriegelt und kurz angehoben werden. Danach faltet es sich elektrisch zusammen. Für die möglichen hohen Geschwindigkeiten wurde der Roadster im Windkanal ebenso optimiert wie hinsichtlich Handling, Aeroakustik und Aerodynamik. Und auch er nutzt die schon vom Coupé bekannten Aerodynamik-Konzepte - unter anderem einer im Kofferraumdeckel integrierten Airbrake und einem Diffusor im Heckstoßfänger, der für größeren Abtrieb an der Hinterachse sorgt.

Der offene Zweisitzer ist mit einem Fahrwerk aus dem Rennsport und mit hoch belastbaren Carbon-Keramik-Bremsscheiben ausgerüstet. Sein Front-Mittelmotor sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung. Mit 460 kW/626 PS und einem maximalen Drehmoment von 780 Newtonmetern schon bei 3250 Umdrehungen strotzt das mit einer Speedshift-R-Fünfgangautomatik von AMG gekoppelte AMG-V8-Kompressortriebwerk nur so vor brodelnder Kraft und beschleunigt den etwa 1720 Kilo schweren Roadster in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Gebaut wird das 5,5-Liter-Aggregat von Hand bei AMG im schwäbischen Affalterbach.

Der neue SLR Roadster wird ebenso wie schon das Coupé bei McLaren im britischen Woking gefertigt und soll ab September 2007 lieferbar sein. Über den Preis ist noch nichts bekannt - da aber schon das Coupé fast 450.000 Euro kostet, wird der Roadster wohl einiges näher an eine halbe Million Euro rücken.
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Quelle: press-inform, 2008-01-28

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