12reifen de12neuwagen de12gebrauchtwagen de

Unsere Partnerseiten:

JAGUAR XJ 2009

Wird die Jaguar-Tradition in Parallelität zum XF mit der XJ Limousine, die im Frühjahr 2010 an den Start geht, nun ganz und gar ausgeknippst?

Erste Vorserien-Antworten gab es während der Stand-Präsentation in London, im Séparée am Nürburgring anlässlich des Oldtimer Grand Prix 2009 oder ganz öffentlich auf der IAA in Frankfurt: Die neue Oberklasse erobert die Herzen von drinnen. Die edlen Holzapplikationen, flankiert von fein verarbeiteten Holz- und Aluoberflächen, umspannen die Insassen der ersten Reihe in einem eindrucksvollen Bogen, der Assoziationen an Riva und schicke venezianische Taxiboote weckt. Analog und Zeigerinstrumente-Klassik, das war gestern. Ein großes TFT-Multifunktionsdisplay (vergleichbar mit dem des BMW 7er) steht nun für Tempo, Drehzahl und weitere Informationen ein. Diese lassen sich je nach aktueller Fahrsituation individuell konfigurieren. So erhält der Fahrer immer nur die Information, die er gerade benötigt. Der neue „Dualview“-Bildschirm, ein in die Mittelkonsole integrierter 8-Zoll-Touchscreen mit geteiltem Display, blendet die Anzeigen getrennt gleichzeitig für Fahrer und Beifahrer ein: die Navi für den Steuermann, das DVD-Bordprogramm für den Nebensitzer. Das neue High-End-Soundsystem von Bowers & Wilkins mit 1.200 Watt Leistung und Surround-Klang steht für Luxus, der sich im Fond im Sitzabgleich mit dem „X350“ (Codename des Vormodells), in mehr Raumfreiheit und in mehr Luftig- und Helligkeit fortsetzt (das zweisegmentige Panorama-Glasdach ist Serie). Ganz speziell in der (ebenso luftgefederten und „adaptiv“ gedämpften) Longwheelbase-Variante mit zusätzlichen 125 Millimeter Beinfreiheit.

Von außen gesehen deutet die von Ian Callum gewagt gezeichnete 8. Generation des XJ, ohne sofort ersichtliche Reminiszenzen an das Urmodell von 1968, die Tradition ganz neu: mit weicheren und runderen Linien, viel eher eine Revo- als eine Evolution. Die Abmessungen sind dabei nur leicht gewachsen. Imposant ist besonders das Heckteil mit den weit nach oben gezogenen LED-Lichtmodulen. Etwas weniger die bei heller Außenfarbe die Dachlinie zersäbelnden dunklen Sequenzen an Dach und C-Säule. Der konkurrenzfähige Kofferraum versöhnt: 520 Liter.

Mit den großen Motoren (der 5,0 Liter-V8 mit 385 und der 5.0 Kompressor mit 510 PS, neben dem ebenso mit der ZF-Sechsgang-Automatik verbandelten Einstiegsmotor, dem 3.0 D mit 275 PS) wird der XJ (Einstiegspreis 76.900 Euro) auf ganz neue Kontrahenten eingeschworen: auf Maserati Quattroporte, Porsche Panamera oder die künftigen „Kleinen“ von Bentley und Rolls-Royce (Silver Ghost: ab Herbst-Ende 2010). Mit seinen Fahrleistungen ist der Brite dank Alukarosserie und rund 1,8 Tonnen Gewicht (Langversion: ca. + 30 kg) bis zu vier Zentner leichter als die zumeist teureren Konkurrenten und damit voll auf Augenhöhe: In nur 4,9 s rennt der 5.0 Kompressor auf 100 km/h. An noch mehr Performance und die Sportvariante XJR darf ab 2011 gedacht werden. An die Achtgang-Automatik und Start-Stopp ebenso. Der Hybridantrieb schwebt in noch weiterer Ferne. -le-