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PORSCHE 911 2010

„Speedster“ – Das hieß: weniger Fett an der Backe, kein festes Dach über dem Kopf und für weniger Komfort auch noch mehr bezahlen. Rational machte das keinen Sinn, aber sportlich und sexy war es immer. In den 1950ern der Erstling, der Porsche 356 Speedster – charakteristische Merkmale: Schalensitze, gesteckte Kunststoffseitenscheiben, gekürzte Windschutzscheibe – und in den 1980er und 90ern die Nachfolger auf 911-Basis (präsentiert: 1988 und 1993).
Kargheit und Purismus ist Vergangenheit. Zwar fügt sich der aktuelle Speedster, erst der vierte seit dem 356, mit der verkürzten Windschutzscheibe (- 60 mm) und den zwei Höckern über der Verdeckklappe korrekt in die sportive Familienhistorie, aber Verzicht wird hier ganz offensichtlich nicht mehr gepredigt – bei dem flockigen Einstiegspreis kein Wunder (202.000 Euro).
Das manuelle Stoffverdeck ist das spartanischste am 911 Speedster. Sonst ist er mit sämtlichen Extras ausgestattet. Die Kraftübertragung erfolgt über das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK). Zum serienmäßigen Lieferumfang gehören das Active Suspension Management (PASM), die Porsche-Keramik-Bremsanlage (PCCB), das Porsche Communication Management (PCM), das Sport Chrono Plus-Paket und die Surround-Soundanlage. Zudem gibt man dem limitierten Sondermodell das breitere Heck (+ 44 mm) und die verbreiterte Spur der Allrad-911er mit auf den Weg. Vom bereits ausverkauften Sondermodell 911 Sport Classic erhält der Speedster die Bugverkleidung samt Seitenschwellern und Heckverkleidung. An den abgedunkelten Leuchten, schwarzen Scheinwerferringen und dem schwarzen Windschutzscheibenrahmen enttarnt man das aktuell exklusivste Porsche Cabrio im Rückspiegel.
Im Rückspiegel verweilt jedoch kein Speedster unnötig lang. Der 3.8-Liter-Sechszylinder-Boxer, der traditionell den Hinterrädern die Leistung zuspielt, leistet 408 PS (23 mehr als im 911 Carrera S) und 420 Newtonmeter. In 4,4 Sekunden ist der Tempo 100-Strich passiert, mit 305 km/h kassiert der so seltene wie kostspielige 911 auch die magische 300 km/h-Markierung. Fährt man ihn aus, wenn er auf den Markt kommt, ist die Erkältung sicher: Präsentiert wurde der neue Speedster im Oktober im noch sonnigen Paris, in den Verkauf geht er erst im Dezember. Und das nur in streng limitierter Zahl: 356 Speedster werden gebaut – „356“ zu Ehren des Urmodells 356 Speedster. (le)