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Neues BMW M4 Cabrio

Das neue BMW M4 Cabrio, der legitime Nachfolger des M3 Cabrio, steht in einer 26 Jahre währenden Tradition. Und das ohne Plan: Eine Cabrioversion des BMW M3 war Mitte der 1980er vom Werk nicht vorgesehen. Die Kundennachfrage verlangte jedoch das Gegenteil. Darauf präsentierte BMW 1988 das erste M3 Cabrio auf Basis des viersitzigen 3er Cabrios. Dem folgten bis heute, parallel zum M3 Coupé, vier Modellgenerationen. Mit betont hoch drehenden Vier-, Sechs- und Achtzylindern und über die Jahre immer mehr Leistung: erst 195, dann 215, 286, 321, 343 und zuletzt 420 PS.

431 PS: wieder ein Sechszylinder, erstmals als Turbo
Der Reihensechszylinder des M4 Cabrio ist, wie zuletzt im E46, ein Hochdrehzahlmotor, der sich bis auf 7.600 U/min heraufschwingt. 431 PS aus drei Liter Hubraum sind das Ergebnis. 11 Mehr-PS im Vergleich zum alten V8-Sauger scheinen da kein echter Fortschritt zu sein, 550 Nm Drehmoment auf extrem breiten Drehzahlband schon. Mit rennstreckentauglichem Kühlsystem und extrem stabilem Ölkreislauf. Die Begleitmusik dazu dirigiert ein Klappensystem in der doppelflutigen Abgasanlage. Die Performance stimmt auch sonst. In nur 4,4 Sekunden spurtet die Cabrioversion des M4 aus dem Stand auf Tempo 100 km/h. Der EU-Zyklus sagt mit 8,7 l/100 km etwas heuchlerisch, dass der 60 Liter-Tank eine Weile halten könnte. Bereits heute erfüllt das neue Aggregat unter dem M-typischen Powerdome die EU6-Abgasnorm.

Weitere Erkennungsmerkmale des M sind Außenspiegel im Doppelfußdesign, der glatte Unterboden sowie die breit ausgestellten vorderen und hinteren Radhäuser, unter denen Mischbereifung im 18-Zoll- (Serie) bis 19-Zoll-Format (Option) unterkommt. Im Innenraum sticht das in die Kopfstützen der Ledersportsitze integrierte beleuchtete BMW M Emblem hervor. Unter dem Karosseriekleid das aktive M Hinterachsdifferenzial, die M Compound-Bremse und die elektromechanische Lenkung, die sich in drei Kennlinien feinabstimmen lässt. In „Comfort“, „Sport“ oder „Sport+“. Nur zu gut passt da der mit viel Alu und CFK betriebene Leichtbau ins sportliche Konzept. Eine Gewichtsersparnis von rund 60 Kilogramm gegenüber dem Vorgängermodell ist das Ergebnis und ein Leergewicht von 1.750 kg – nicht wenig.

Hohes Gewicht, flottes Dach, hoher Preis
Das Mehrgewicht gegenüber dem M4 Coupé wird vom dreiteiligen Metallklappdach verursacht, das in rund 20 Sekunden aus dem Kofferraum – Volumen jetzt: 370 Liter; zuvor: 220 Liter – ausfährt. Öffnen geht auch in Fahrt bis zu einem Tempo von 18 km/h. Das Bepacken bei geschlossenem Dach erleichtert die Beladehilfe, die das zusammengefaltete Dachpaket anhebt. Mit dem Windschott oder dem neuen Nackenwärmer trotzt die Offenvariante niedrigen Temperaturen und hohen Geschwindigkeiten.

Ab Spätsommer oder Herbst ist mit der fünften Generation von BMWs sportlichsten 4er Cabrio zu rechnen. Über den Preis schweigt man sich in München noch aus.

(Lothar Erfert)