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Der neue Fiat Panda Cross

Klein und hoch ist Trend.
Lag der Marktanteil kompakter SUV im Jahr 2006 in Europa noch bei sieben Prozent, stammt inzwischen nahezu jeder fünfte verkaufte Pkw aus diesem Segment. Der Panda Cross ist der dritte Allradgetriebene der Baureihe nach dem Panda 4x4 und dem Panda Trekking. Der SUV positioniert sich als neues Topmodell der Baureihe.

Das Kompaktmaß 3,70 x 1,66 x 1,66 Meter hat im engen Gelände Vorteile. Flankiert von Fiats adaptivem Vierradantrieb „Torque on Demand", dem elektronischen Sperrdifferenzial und dem Traktionsregelsystem „Terrain Control".
Das agiert in drei Modi. Normalerweise werden 98 Prozent der Motorkraft auf die Vorderachse übertragen und die Hinterachse nur zugeschaltet, wenn mindestens ein Rad an der Vorderachse Schlupf aufweist. In der Stellung „Offroad“ ist der Vierradantrieb dagegen permanent aktiv, wogegen die Stellung „HILL Descent Control“ nur bei Bergabfahrten zum Zuge kommt.

Offroad-Talent
Seine Geländetauglichkeit sieht man dem Cross an. Die auffälligen Kotflügelverbreiterungen, der Unterfahrschutz in mattchrom und die Front- und Heckschürze stechen ins Auge. Damit geht mehr. An den Geländekuppen mit 24 Grad Böschungswinkel vorne und 34 Grad hinten. Das ist ein Plus von drei und zwei Grad gegenüber dem Panda 4x4. Der Rampenwinkel liegt bei 21 Grad und die Bodenfreiheit ist im geländegängigsten Panda auch dank der aufgezogenen 185/65R15-Ganzjahresreifen auf 16 Zentimeter gewachsen. Die maximale Steigfähigkeit liegt so bei 70 Prozent, die maximal mögliche seitliche Neigung bei 55 Prozent. Und auch Wasser kann dem Cross lange wenig anhaben, denn der Luftansaugtrakt des Motors wurde beim Diesel um 739 Millimeter und beim Benziner um 711 Millimeter höher gelegt. Auch an zwei rot lackierten Abschleppösen erkannt man den ernsthaften Kletterer: An denen kann bei Offroad-Einsätzen die Seilwinde befestigt werden,

Offroad-Charakter demonstriert der Italiener ebenso im Interieur mit naturfarbenem Stoff auf den Sitzflächen und braunem Eco-Leder an den Sitzwangen. Schon von Hause aus ist er mit allem Wichtigen wie ESP, Klimaanlage, höhenverstellbarem Fahrersitz und in der Höhe regulierbarem Multifunktions-Lenkrad ausgestattet, zu dem sich Bequemes wie die Zentralverriegelung mit Fernbedienung, die Bluetooth-gesteuerte Freisprechanlage und der MP3-fähige CD-Player gesellen.

Zwei Motoren, die im Cross um fünf PS erstarkt sind und mit Start-Stop-Automatik antreten, befinden sich im Angebot. Der sparsame Turbodiesel, der 80 PS und 190 Nm produziert und der knorrige 0,9 Liter-Zweizylinder-Turbobenziner mit 90 PS und 145 Nm Drehmoment. Den 1.3 16V Multijet hält man leicht im Normverbrauch von 4,7 l/100 Kilometer. Den TwinAir Turbo nicht. Der Zweizylinder verbraucht statt der angegebenen 4,9 Liter schon mal acht Liter Super, da er Drehzahl braucht, um zu begeistern.

Ab Oktober ist mit dem neuen Panda Cross zu rechnen, dessen Preis bei 18.600 Euro für den Benziner und 19.600 Euro für den Diesel liegen wird.

(Lothar Erfert)