12reifen de12neuwagen de12gebrauchtwagen de

Unsere Partnerseiten:

Neuer Toyota Prius

Jede Generation des Toyota Prius seit 1997 verbesserte sich gegenüber dem Vorgänger bei Verbrauch und CO2-Ausstoß. Aber nie war der Fortschritt so groß: Die vierte Generation des Prius soll 18 Prozent weniger CO2 ausstossen und verbrauchen als das Vormodell. Der Vorgänger begnügte sich mit 3,9 Litern Super und emittierte 89 g/km CO2. Dem neuen Prius gelingt auf dem Rollprüfstand ein Verbrauch von 3,0 Litern und eine Emission von 70 g/km.

Gesteigerte Effizienz
Wie er das schafft? Als erstes Toyota Modell baut der Prius IV auf der TNGA-Plattform auf, die den Viertürer zwei Zentimeter flacher auf der Straße kauern lässt. Die mit Bi-LED Frontleuchten blinzelnde Fahrzeugfront konnte dank verkleinerter Antriebskomponenten sogar um sieben Zentimeter abgesenkt werden. Ein hervorragender cW-Wert von 0,24 ist das Ergebnis. Der um 2,5 Zentimeter tiefere Fahrzeugschwerpunkt sorgt für erhöhte Fahrstabilität und verbesserte Treibstoffökonomie, die in Union mit dem intensiv überarbeiteten Ensemble aus Benzin- und Elektromotor realisiert wird. Das leistet zwar nur noch 122 statt 136 PS, soll jedoch in besserer Harmonie zusammenspielen. 


Im neuen Prius arbeitet weiterhin der 1,8 Liter-Benziner, dem es gründlich an die Eingeweide ging. Dabei wurden die Kolbenform und die Einlasskanäle ganz neu entwickelt, um eine optimalere Strömung im Brennraum zu erzeugen. Die bessere Durchmischung sorgt dort für eine schnellere Flammgeschwindigkeit bei der Verbrennung. Dadurch arbeitet der Vierzylinder jetzt mit einem Wirkungsgrad von 40 Prozent, der sonst nur von Dieselmotoren erreicht wird. Durch das geschmeidigere Unterstützen von Batterie und Elektromotor wurde auch das für den Prius charakteristische Aufheulen des Benziners beim Beschleunigen vermindert.

Dass sich die 12 Volt-Batterie nicht länger im Kofferraum, sondern im Motorraum befindet, erweist sich genauso als ein Vorteil wie die kompaktere neue Nickel-Metallhydrid-Hybrid-Batterie, die sich jetzt direkt unter den Rücksitzen befindet und den Kofferraum auf ein Volumen von 502 Liter zulegen lässt.

Höherer Komfort
Der Innenraum fällt mit weißen Klavierlackakzenten an Lenkrad und Mittelkonsole gediegener aus und die Atmosphäre wirkt behaglicher. Der im Vergleich zum Vorgänger um 17 Zentimeter weiter vorne liegende höchste Punkt des Daches bringt mehr Kopffreiheit. Neue Sitze mit neuen Sitzfedern und verstärkter Polsterung sorgen bei der Langstrecke für mehr Komfort. Die Polsterung der verbreiterten hinteren Sitze wurde verbessert und auch die Klimaautomatik sorgt für gesteigertes Wohlbefinden: Sie erkennt, welche Sitze belegt sind und regelt die Ventilation und Heizungsintensität entsprechend.

Erneuert wurden auch der Monitor, der 4,2 Zoll groß ausfällt, und das Head-up-Display. Die Fußgängererkennung des Pre-Crash-Systems und das Einparksystem sind neu im Prius. Der lässt sich erstmals als Zugfahrzeug nutzen, da eine ungebremste Anhängelast von 725 Kilo an den Haken darf, was dem Gewicht eines kleinen Anhängers entspricht.


Auch der Fahrkomfort des Prius, der nicht die Paradedisziplin der drei letzten Generationen war, verbessert sich dank um 60 Prozent erhöhter Karosseriesteifigkeit und weniger Abrollgeräuschen. Dem Fahrwerk spendierte man eine neue Doppelquerlenker-Hinterachse und ein modifiziertes Fahrmodisystem mit adaptiverem „Power“-Modus. Damit schwimmt das japanische Sparmobil im Verkehr gut mit. Es beschleunigt in 10,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.

Der neue Prius, dessen Preis von Toyota noch nicht bekannt gegeben wurde, kommt im Februar 2016 auf den Markt.

Lothar Erfert