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Testbericht

16. November 2007

Nur 81 davon gehen nach Deutschland zum Grundpreis von rund 160.000 Euro. Und diese 81 Kunden, vier davon Frauen, haben ihn blind gekauft, ohne Probefahrt oder Blech-Streicheleinheiten. Was wäre passiert, hätten die Interessenten ihn mal fahren oder auch nur hören dürfen? Im Adagio des Standgases brabbelt der V8 vor sich hin. Noch klingt alles zahm, und nur eine gehaltvoll gurgelnde Basskomponente deutet darauf hin, dass der von Maserati entlehnte 4,7-Liter-Motor aus einem halben Liter mehr Volumen als das Original schöpft.

Schmutzig, wild und sexy

Auf den ersten Gasstoß hin wirft der Frontmittelmotor seine Zurückhaltung von sich und brüllt mit Inbrunst den Auto-Freaks wohlige Schauer über den Nacken. Schmutzig, wild, sexy, mit jener Lässigkeit und Eleganz im Verbrennungston, die italienische Supersportwagen so begehrenswert macht. Seufzend konstatiert der berührte Hörer, dass dieser geschmeidige Kurvenstar aus dem Centro Stile und der Feder des Deutschen Wolfgang Egger nicht nur unverschämt gut aussieht, sondern auch genauso klingt.

Ein kurzer Zug am rechten Lenkradpaddel, und das ebenfalls von Maserati übernommene sequenzielle Schaltgetriebe in Transaxle-Anordnung feuert in der Sport-Stellung die Gänge in nur 80 Millisekunden in die Zahnräder. Mit dem wohlig-souveränen Druck eines Supersportwagens schießt der Competizione nach vorne. Und nur sensible Feingeister spüren, dass seine 450 PS mit Fahrer deutlich über 1.600 Kilogramm beschleunigen müssen - trotz Kohlefaser-Karosserie. Ab 3.500/min zerren mindestens 80 Prozent des maximalen Drehmoments von 480 Nm an den Pirelli P Zero Corsa. Bei 7.500/min leuchtet der Drehzahlmesser so rosso wie die Außenfarbe.

Champions-League-Alfa

Der aufgebohrte Maserati-V8 treibt die Nadel mit giftigem Gebrüll und aufreizender Leichtigkeit über die Skala. 4,2 Sekunden von null auf 100 km/h? Geglaubt. Die nächste Kurve fliegt heran. Der rote Norditaliener mit Doppelquerlenker-Aufhängung duckt sich bremsend und lässt beim Einflug in das Rund ein ganz leichtes Wanken spüren. Doch wer den 49:51 ausbalancierten Champions-League-Alfa eingangs der Kurve mit seiner fest und präzise führenden Lenkung an der Ideallinie hält, den beglückt Otto Tschi mit seinem satten und neutralen Fahrverhalten.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-11-16

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