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Testbericht

28. Juli 2016
1. Es dürfte kaum verwundern, dass eine Limousine mit 608PS phänomenal beschleunigt. Doch die Leichtigkeit, mit welcher der Alpina B7 seinen Vortrieb aus dem Ärmel schüttelt, ist schon bemerkenswert. Wie so oft schwärmt man von der irren Leistung, meint aber das irre Drehmoment – 800Nm.2. Bei 20-Zöllern (Serie) erwartet man eine hölzern ansprechende Federung, zumal wenn Runflat-Reifen mit Notlaufeigenschaften montiert sind wie bei BMW. Alpina entscheidet sich allerdings gegen die Runflats und stattdessen für eine serienmäßige Luftfederung. Deren Modus Comfort wird seinem Namen mehr als gerecht: Die Luxuslimousine gleitet vornehm über Bodenwellen hinweg, die 20-Zöller verkneifen es sich zu poltern. Wunderbar.3. Trotz Punkt 2 fließen enorm hintergründige Auskünfte aus dem Fahrwerk zum Fahrer. Er wird stets über die Beschaffenheit des Untergrunds informiert – subtil und unaufdringlich, aber fundiert. Zudem zoomt sich der B7 ohne störende Wankbewegungen um die Kurven, bleibt dabei stets konkret. 4. Einzig die Hinterachslenkung (ebenso Serie wie der Allradantrieb) irritiert akkurate Fahrer leicht; sie lenkt mit, wie es ihre Aufgabe ist. Wer jedoch gewohnt ist, die perfekte Linie am Lenkrad gradgenau vorzugeben, muss zumindest zu Beginn der Fahrt im B7 leicht zurücklenken – denn die Hinterachslenkung gibt gefühlt immer noch ein paar Grad dazu. Beim Cruisen stört das weniger als beim ambitionierten Fahren. Man gewöhnt sich nach einer Weile daran.5. Der ZF-Achtstufen-Wandlerautomat (Serie) erledigt seine Arbeit schlicht perfekt, wandelt weich beim Cruisen und steppt zackig durch die Übersetzungen beim Pushen. Die kleinen Knöpfe am Lenkrad zum Hoch- und Herunterschalten nutzt man selten, warum auch – hat der ZF-Wandler doch (fast) immer den richtigen Gang gewählt. Dank hoher Spreizung liegt im achten Gang auf der Autobahn stets eine beruhigend niedrige Drehzahl an – außer bei Höchstgeschwindigkeit (330 km/h).6. Serienmäßig kommt der B7 als Langversion auf den deutschen Markt. Der Testwagen war sogar mit einer Einzelsitzanlge im Fond ausgerüstet. Darin reist, sitzt und fläzt es sich vorzüglich. Ein Jammer nur, dass man lieber auf dem Fahrersitz Platz nimmt. 7. Die Pianolack genannten, tiefschwarz glänzenden Oberflächen des Armaturenbretts sehen cool-modern aus. Diese Oberfläche findet sich auch beim i-Drive-Knopf im Mitteltunnel. Das sieht ebenfalls toll aus – bis man den Knopf einige Male bedient und seine Fingerabdrücke hinterlassen hat. Am besten deponiert man in der Türtasche ein weiches, flusenfreies Tuch, um nach der Fahrt die unschönen Spuren zu beseitigen.8. Ja nach gewähltem Fahrmodus ändert sich die Darstellung der digitalen Instrumente: Grüne Schleppzeiger bei Tacho und Drehzahlmesser repräsentieren den Sportmodus, eine Charge/Power-Darstellung erscheint statt Drehzahlmesser im Eco-Pro-Modus und im Comfort-Modus leuchten tiefblaue Instrumente. Letzterer ist der schönste Look und passt perfekt zum B7 (blaue Instrumente haben bei Alpina Tradition). 9. Das mit Lavalina-Leder (es hat nur eine leichte Schutzschicht auf Pigmentbasis, fühlt sich dadurch sehr natürlich an) bezogene Lenkrad ist griffsympatisch und liegt super in der Hand. Wer will, kann sich mit dieser feinen Kuhhaut auch die Sitze beziehen lassen.10. Modifizierten Autos haftet häufig der Makel an, nicht mehr wie aus einem Guss zu wirken. Das ist bei Alpinas im Allgemeinen und beim B7 im Speziellen nicht so. Der B7 wird bei BMW nach Vorgaben von Alpina und mit den zugelieferten Teilen wie Motor, Getriebe, Software, Innenausstattung usw. montiert und wirkt genauso stimmig wie jeder Standard-BMW.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2016-07-28

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