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Testbericht

1. Oktober 2007

Die vier Zutaten Platzangebot, Komfort, Handlichkeit und Leistung wollen für eine stimmige Beziehung zwischen Auto und Fahrer richtig kombiniert sein, und da kommt der Oberklasse-Kombi ins Spiel. Volvo hat einen ganz neuen Pfeil im Köcher, der auf die Herzen der nicht ganz unvermögenden Kundschaft zielt. Denn der zum Test antretende V70 mit dem 285 PS starken Topmotor T6, Allradantrieb, Automatikgetriebe und in der besten Ausstattung Summum schlägt mit 52.040 Euro zu Buche. Der Audi A6 Avant 3.2 FSI mit 255 PS, als Quattro ebenfalls allradgetrieben und mit Sechsstufen-Automatik, kostet dagegen 49.300 Euro.

Volvo mit Stärken bei der Variabilität

Im Audi sitzt man sehr gut und auch hinten angenehmer als im Volvo. Die Sitzbank ist im A6 stärker ausgeformt, was zu Lasten einer echten Dreisitzigkeit der Bank geht. Zudem ist sie beim Audi nur asymmetrisch geteilt, beim Volvo jedoch gedrittelt, was ihn variabler macht. Beim V70 lässt sich auch noch die Beifahrer-Sitzlehne flach nach vorn klappen, womit er sich als der vielseitigere Kombi erweist. Der praktischere ist er obendrein, denn sein Gepäckabteil ist so geschnitten, dass es deutlich sperrigeres Gut aufnehmen kann. Also: Stärken in der Variabilität, aber Schwächen in der Ergonomie.

Schwedischen Eigensinn beweist Volvo immer noch mit dem quer eingebauten Reihensechszylinder, der jedoch ein kultivierter Zeitgenosse ist. Ohne Vibrationen treibt der Dreiliter den 1.900 Kilogramm schweren Kombi munter voran. Er hängt gut am Gas und hat nichts gegen höhere Drehzahlen einzuwenden. Die Sechsstufen-Automatik hält überwiegend den korrekten Gang parat. Wird die Straße jedoch sehr kurvig und hügelig, empfiehlt es sich ab und an, manuell zurückzuschalten. Ein weniger feiner Zug der Antriebseinheit ist ihr Durst (14,4 L/100 km). Dass der A6 bei vergleichbaren Fahrleistungen mit 13,1 L/100 km auskommt, zeigt das größere Sparpotenzial seiner Benzin-Direkteinspritzung.

Audi mit Schwächen beim Bremsen

Im Antriebskomfort hat der V6 dem Reihenmotor gegenüber keine Nachteile, Vibrationen sind ihm ebenso fremd, die Laufkultur ist angenehm. Genau wie der Federungskomfort. Womit wir bei den luft- beziehungsweise stahlgefederten Fahrwerken wären. Hier gibt es spürbare Unterschiede. Der Audi liegt insgesamt ruhiger, und sein Aufbau schwankt weniger als der Volvo. Auf Lastwechsel reagieren beide harmlos, die Fahrsicherheit liegt auf sehr hohem Niveau, wozu auch die präzisen Lenkungen beitragen.

Überraschende Unterschiede zeigen sich bei den Bremsanlagen. Mit Vorteilen für den Volvo, denn er verzögert etwas vehementer, und der μ-split-Bremsweg ist 19 Meter kürzer als beim A6 - bei guter Richtungsstabilität. So sammelt der ausgewogene neue Schwede fleißig Punkte und steht am Ende als der Sieger da - er bereitet zweifellos viel Lust beim Lastentransport. Trotz Stärken bei der Agilität, des niedrigeren Verbrauchs und der Vorteile im Kostenkapitel kommt der Audi nur auf Rang zwei.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-10-01

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