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Testbericht

26. September 2008

Der Motor, der mit 290 PS auf eine spezifische Leistung von fast 100 PS kommt, tritt aus dem Stand mit eindrucksvoller Beschleunigung an und verhält sich auch beim Gasgeben im mittleren Drehzahlbereich genauso wie eine erheblich hubraumstärkere Saugmaschine. Kompressoren haben aber einen Nachteil: Im Gegensatz zu Turboladern verursachen sie ein erhebliches Laufgeräusch.

Diesem Heulton geht der Audi mit einem umfangreichen Dämmungspaket zu Leibe - was bleibt, ist ein sonorer Sechszylinderton, aus dem sich das spezifische Kompressorgeräusch kaum heraushören lässt. Ein V8, kein Zweifel, läuft noch einmal kultivierter, und es gibt ihn auch weiterhin im A6 4.2. Aber der Abstand zum Kompressor-V6 ist auf ein Maß geschrumpft, das manchen Kunden nachdenklich stimmen wird. Im maximalen Drehmoment (440 Newtonmeter beim V8, 420 beim V6) liegen beide dicht zusammen.

Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt

Aus seiner mit 350 PS deutlich höheren Leistung vermag die V8-Version wenig Kapital zu schlagen: Wegen längerer Gesamtübersetzung beim Achtzylinder ergibt sich nach Werksangabe für beide Modelle eine Beschleunigungszeit von 5,9 Sekunden von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit ist ohnehin jeweils auf 250 km/h begrenzt.

Beim Verbrauch liegt der kleinere Motor vorn: Er kommt im EU-Zyklus auf nur 9,5 Liter/100 Kilometer, der 4.2 liegt bei 10,2 Liter. Beide Motoren sind grundsätzlich mit dem auf eine Basis-Drehmoment- Verteilung von 40 zu 60 Prozent umgestellten Quattro-Antrieb sowie mit einer sechsstufigen Wandler-Automatik gekoppelt. Auch bei der gibt es Verfeinerungen im Detail.

So trennt eine separate Kupplung bei stehendem Auto das Getriebe vom Motor, ein neuer Torsionsdämpfer erlaubt es, über einen weiten Bereich mit geschlossener Überbrückungskupplung zu fahren. Das sind kleine Bausteine bei der Reduzierung von Verbrauch und CO2-Ausstoß, die sich durch die gesamte Motorenpalette der neuen A6-Generation zieht (siehe Tabellen). Den vorläufigen Sparsamkeitsrekord stellt die neue Variante 2.0 TDI e auf. Deren Vierzylinder-Turbodiesel ist zwar schwächer als der normale Zweiliter-TDI, bietet dafür aber einen Generator, der im Schiebebetrieb Energie zurückgewinnt, sowie eine bedarfsgesteuerte Servopumpe für die Lenkung.

Zusammen mit einer um zwei Zentimeter tiefer gelegten Karosserie, weiterem aerodynamischen Schliff und einem in den beiden oberen Gängen länger übersetzten Getriebe kommt dadurch im EU-Zyklus ein für eine Limousine dieser Größenordnung höchst achtbarer Durchschnittsverbrauch von 5,3 Liter/100 Kilometer heraus.

Die umfangreiche technische Feinarbeit, die der A6 erfahren hat, geht Hand in Hand mit einem Facelift, das allerdings kaum diesen Namen verdient, sondern eher als dezente Makeup- Aufffrischung verstanden werden darf.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-09-26

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