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Testbericht

20. Januar 2010

Aber der Wertverlust. Oder das Image. Und nur ein deutscher Händler. Alles berechtigte Einwände bei einer jungen, weitgehend unbekannten Marke wie dem Nissan-Edelableger Infiniti . Solche Bedenken kontert das 4,66 Meter lange Infiniti G37 Coupé mit dem Reiz des Exoten, ohne gegenüber populären Rivalen wie Audi A5 3.2 oder BMW 335i ganz aus dem Rahmen zu fallen.

Das Infiniti G37 Coupé ist serienmäßig ordentlich ausgestattet Sogar der Preis liegt auf gleichem Niveau, doch für den Basistarif der Deutschen gibt es bei Infiniti bereits die Topversion mit Leder, elektrisch verstell- und beheizbaren Sportsitzen, 19-Zoll-Alufelgen, Sperrdifferenzial und Allradlenkung. Umso knapper geht es auf den beiden Rücksitzen zu, und der flache Kofferraum fasst gerade mal 275 (Audi 455) Liter. Außerdem könnte das Interieur mehr Raffinesse und feinere Oberflächen vertragen, während Verarbeitung, Funktionalität und Übersichtlichkeit gefallen. Gleiches gilt für die vielfach justierbaren, gut profilierten Sportsitze, die Bequemlichkeit und festen Seitenhalt bei sportlicher Gangart bieten. Für 320 PS wirkt der V6 des Infiniti G37 Coupé kraftlos Der einzig lieferbare, dezent aus den beiden Endrohren bollernde 3,7-Liter-V6 lädt dazu allerdings nicht gerade ein, denn für 320 PS und 360 Nm wirkt er erstaunlich kraftlos. Erst bei entschlossenem Ausdrehen bringt er den 1,7-Tonner so wie erwartet in Schwung, was neben einem kräftigen Verbrauchszuschlag (Testmittel 13,6 L/100 km) auch Muskeleinsatz an Kupplung und Sechsgang-Schaltung sowie eine feste Hand am Volant erfordert. Dafür entschädigt der Infiniti G37 mit agilem, willfährigem Kurvenverhalten sowie einer intensiven Straßenverbundenheit ohne Störfeuer vom Sportfahrwerk.

Mit dem Infiniti G37 Coupé kann es auf Reise gehen Abgesehen von der straffen Dämpfung, die Kanaldeckel und Schlaglöcher trocken durchreicht, stehen Federungs- und Geräuschkomfort einer vergnüglichen Reise ebenso wenig im Wege wie die kräftigen, standfesten Bremsen. Dass die breiten Bridgestone-Reifen gerne ihrem eigenen Kurs folgen, ist für Individualisten ohnehin keine Schwäche, sondern eher Ausdruck von Charakter.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2010-01-20

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