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Testbericht

18. Juni 2015
Zumindest aufgrund der gemessenen Fahrleistungen war es 1989 möglich, dass das große Toyota-Coupé mit seinen 235PS einem Porsche 911 Carrera auf der Autobahn davonfuhr. Die von automotorundsport ermittelte Höchstgeschwindigkeit des handgeschalteten Supra Turbo lag nämlich bei 248km/h, womit man damals "zu den besonders Schnellen in diesem Lande" zählte.

8km/h mehr als Porsche 911
Ein Elfer aus jener Zeit, ebenfalls mit geregeltem Katalysator ausgestattet, kam nur auf 240km/h. Dabei kostete der große Japaner unter Berücksichtigung seiner opulenten Serienausstattung nur etwa die Hälfte eines entsprechend hochgerüsteten Porsche 911 - 57.000 Mark waren für den Toyota Supra 3.0i Turbo fällig.Für einen Toyota war dies jedoch ein stolzer Preis, allerdings zogen die Japaner auch alle Register an ihrer riesigen Ausstattungs- und Technikorgel. Hervorzuheben wären der elektrisch verstellbare Fahrersitz des Toyota Supra 3.0i Turbo und ein Lenkrad mit Memory-Funktion, das Stereoradio mit Kassettenteil und vier Lautsprechern, die Cruise Control und ganz besonders das herausnehmbare Targa-Dach. Zu den Technik-Highlights des Toyota Supra zählt vor allem der DOHC-Reihensechszylinder mit 24 Ventilen und Turbolader. Die Mehrleistung gegenüber der nur von 1986 bis 1988 angebotenen Sauger-Version 3.0i beträgt relativ bescheidene 34PS.

Toyota Supra mit unterkühltem Plastikstil
Formal lehnt sich das große Toyota-Coupé an Vorbilder wie Porsche 944 oder den Pontiac Firebird der dritten Generation an, deren Optik von großen Fastback-Fensterflächen und Klappscheinwerfern dominiert wird. Auch innen zeigt sich der Toyota Supra 3.0i Turbo im Stil der Zeit. Im vom Beifahrer abgegrenzten Cockpit mit zwei großen und vier kleinen Rundinstrumenten dominiert der unterkühlte Toyota-Plastikstil.Dafür sind Schalter und Bedienelemente des Toyota Supra 3.0i Turbo griffgünstig angeordnet. Ebenfalls typisch Toyota: Auch nach 200.000 Kilometern und mehr sieht das strapazierfähige Supra-Interieur in der Regel noch sehr ordentlich und einladend aus - wenn das unvermeidliche Armor All nicht gerade literweise appliziert wurde.

Supra-Turbo kommt ab 2.500 U/min
Die Sitzposition auf dem aufpreispflichtigen Ledergestühl ist sportlich niedrig mit null Sicht auf die Fahrzeugfront, wie es heute auch bei jedem modernen Golf üblich ist. Der Reihensechszylinder des Toyota Supra 3.0i Turbo läuft im Standgas sehr geräusch- und vibrationsarm. Unser Foto-Modell mit Automatik verströmt deshalb während der ersten langsamen Fahrkilometer beinahe eine Mercedes-artige Behaglichkeit. Aber schon sanftes Gasgeben erhöht spürbar das Tempo, ohne der Automatik einen Gangwechsel aufzuzwingen.Tritt man dagegen energischer auf das Gaspedal, beginnt schon knapp über 2.500/min das klein dimensionierte Turborad schneller zu rotieren und die Brennräume unter Druck zu setzen. Dann schaltet auch die Automatik einen Gang zurück, und der 1,6 Tonnen schwere Toyota Supra 3.0i Turbo geht ab wie ein sibirischer Tiger beim Beutesprung. Genauso geschmeidig und erstaunlich leise. Nur über 5.500/min bekundet ein dezentes Knurren aus dem Motorraum, dass es mit der Drehzahlorgie genug sei. Die Automatik schaltet prompt unter Last eine Stufe hoch, sodass der Supra auf der Autobahn fast nahtlos und immer noch sehr zügig beschleunigend die 140-km/h-Marke überschreitet.

Supra mit Biss und überragender Agilität
Am meisten begeistert das souverän abgestimmte Sportfahrzeug aber mit "einer Agilität in Kurven, die bei einem derart schweren Auto selten erlebt wird", wie automotorundsport damals hocherfreut feststellte. Dennoch und ganz zu Unrecht gilt das große Toyota-Coupé eher als ruhiger Senioren-Gleiter. Doch Kenner wissen es besser: Der Toyota Supra 3.0i Turbo hat Biss.

So viel kostet ein Toyota Supra
Die Preise des Toyota Supra 3.0i Turbo liegen immer noch auf recht günstigem Niveau. Ab etwa 2.300 Euro geht es laut Classic-Analytics los. Dafpür gibt es dann ein Exemplar im Zustand 4, was angesichts der doch recht pflegeintensiven Technik und der Ersatzteilpreise gut überlegt werden will - unbedingt auf Turbolader, Zylinderkopfdichtung und Zahnriemenwechsel achten.Da lohnt es oft, sich gleich ein gut gepflegtes Exemplar im Zustand 2 zu kaufen. Rund 10.000 Euro muss man einkalkulieren. Dafür bekommt man einen exotischen Sportwagen, der noch viel besser fährt, als er aussieht.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2015-06-18

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