12neuwagen de12gebrauchtwagen de

Unsere Partnerseiten:

Testbericht

22. Mai 2017
Hat es vielleicht einen tieferen Sinn, dass Mercedes das Kennzeichen „d“ im Schriftzug neuerdings kleinschreibt? Glaubt etwa der Dieselpionier nicht mehr so recht an die Zukunft des Selbstzünders? Mitnichten, denn die Schwaben haben unlängst gut 2,5 Milliarden Euro in die neue Motorenfamilie OM 654 gesteckt, die 2016 als Vierzylinder in der neuen E-Klasse debütierte und bald um einen Reihensechszylinder auf gleicher Basis ergänzt wird.Um zunächst die allgegenwärtige Frage nach der Umweltverträglichkeit zu klären: Der neue Zweiliter-Diesel im E 220 d bleibt sogar im realen Straßenverkehr mit 0,041 g/km deutlich unter dem strengen Laborgrenzwert für den Stickoxidausstoß (0,08), den andere Euro-6-Diesel in der Praxis teilweise um das Achtfache überschreiten. Auch bei den CO2- Emissionen (102 zu 140 g/km) und in der Schadstoffklasse (A statt B) liegt der Selbstzünder klar vor dem vergleichbaren Benziner im E 200.

Knurriger, durstiger Benziner im E 200
Der Benziner bringt es dank Turboaufladung und Direkteinspritzung auf 184 PS und 300 Nm schon ab 1.200 Umdrehungen, beschleunigt die große Limousine in knapp neun Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis auf 240 km/h. Völlig ausreichend – und das bei guter mechanischer Laufruhe. Allerdings wirkt der Ottomotor weder besonders kräftig noch wohlklingend, sein banales Knurren selbst beim sanften Gasgeben passt nicht so recht in dieses gepflegte Umfeld. Mit ihren bisweilen unmotivierten, übertriebenen Schaltvorgängen verstärkt die Neungang-Wandlerautomatik noch den Eindruck eines etwas angestrengten Motors, was sich auch im Testverbrauch von 8,8 l/100 km Super niederschlägt.Dem E 220 d genügen jedenfalls für die gleiche Distanz über drei Liter weniger Diesel, doch den eigentlichen Unterschied macht das viel entspanntere Fahrgefühl. Trotz 71 Kilo Mehrgewicht beschert ihm das Plus an Leistung und Drehmoment einen spürbar wuchtigeren Durchzug, sodass die Automatik seltener schalten muss, um den Vierzylinder im optimalen Drehzahlbereich zu halten. Akustisch ist er zwar noch immer präsent, aber viel dezenter als der Vorgänger und eher behaglich als störend. Obwohl auch die Kostenbilanz meist für den Diesel spricht, entscheidet er dieses Duell also letztlich über die Kraftentfaltung. Denn erst mit ihm unter der Haube ist die E-Klasse das, was eine Reiselimousine von Mercedes ausmacht: souverän.
Weiterlesen

Quelle: auto-motor-und-sport, 2017-05-22

Getestete Modelle
Ähnliche Testberichte
auto-motor-und-sport
4.0 von 5

auto-motor-und-sport, 2017-07-15

Kombis im Vergleichstest: Günstiger Passat trifft teure K...Kombis im Vergleichstest: Günstiger Passat trifft teure Konkurrenz
Kombis im Vergleichstest: Günstiger Passat trifft teure KonkurrenzGanzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2017-03-23

Test: Mercedes E-Klasse T-Modell 220d - Schwaben können f...Test: Mercedes E-Klasse T-Modell 220d - Schwaben können fast alles
Schwaben können fast alles Test: Mercedes E-Klasse T-Modell 220d Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum
4.0 von 5

Autoplenum, 2017-03-19

ADAC Ecotest - Viele Benziner sind zu schmutzigADAC Ecotest  - Viele Benziner sind zu schmutzig
Viele Benziner sind zu schmutzig ADAC Ecotest Ganzen Testbericht lesen
auto-news
4.5 von 5

auto-news, 2017-03-09

S-Coupé in schlau: Test Mercedes E-Klasse Coupé 2017 mit ...S-Coupé in schlau: Test Mercedes E-Klasse Coupé 2017 mit technische...
Mercedes E-Klasse Coupé im TestGanzen Testbericht lesen
auto-motor-und-sport
4.5 von 5

auto-motor-und-sport, 2016-12-15

Mercedes E 220 d T-Modell im Test: T-Modell mit Ambitione...Mercedes E 220 d T-Modell im Test: T-Modell mit Ambitionen zum Klas...
Gäbe es etwas, womit die sechste Generation des Oberklasse-Kombis überraschen könnte, da...Ganzen Testbericht lesen