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Testbericht

11. Februar 2015
Exakt 15 Jahre ließ die bekannte britische Sportwagenmarke MG verstreichen, bis sie 1995 ein Nachfolgemodell ihres Dauerbrenners MGB präsentierte, den MGF. Für gusseiserne Fans gab es von 1992 bis 1995 immerhin den MG RV8 mit 190PS starkem Vierliter-V8, dessen Produktion jedoch auf 2.000 Einheiten limitiert war. Als legitimer Nachfolger des B kann deshalb nur der MGF gelten, von dem immerhin 77.269 Exemplare gebaut wurden.

Der MGF bricht mit allen Traditionen
Im Gegensatz zum MG RV8 mit blattgefederter Starrachse und einer dem MGB nachempfundenen Karosserie bricht der MGF mit alten Traditionen. Der Mittelmotor-Roadster ist ein modernes Leichtgewicht-Auto mit Vierventil-Alu-Motor und rundum Einzelradaufhängung. Bereits mit der 120PS starken Basis-Motorisierung erzielt der rundliche Brite eine sehr gute Fahrleistung und beschleunigt von null auf 100km/h in 9,2 Sekunden. Die Vmax liegt bei 193km/h.Als Top-Motorisierung gab es den MGF ab 1999 auch mit 160PS. Die Fahrleistungen des etwas über eine Tonne schweren Roadsters lagen damit fast auf dem Niveau des Porsche Boxster: null bis 100km/h in sieben Sekunden, Topspeed 220km/h. Die K-Serie- Motoren mit 145 und 160PS verfügen über verstellbare Nockenwellen (VVC-System), ein nettes Mitbringsel aus der von 1981 bis 1994 währenden Zusammenarbeit mit Honda. Wahrscheinlich sind die Japaner auch dafür verantwortlich, dass das kleine Cabrio aus dem chaotischen Markenverbund British-Leyland und der späteren Austin Rover Group ein vergleichsweise zuverlässiges Fahrzeug darstellt.

Hüfthoher MGF als Boxster-Schreck
Bei einem kräftig motorisierten Cabrio steht natürlich der Fahrspaß im Vordergrund - und davon bietet der ohne Dach gerade mal hüfthohe MGF einiges. Es beginnt bereits mit der niedrigen Sitzposition und einem übersichtlichen, gut sortierten Sportler- Cockpit im Japan-Stil. Man fühlt sich sofort mit dem Wagen verbunden und in der Karosserie gut aufgehoben.Wenn sich hinter dem Fahrer der kernige Vierzylinder-Motor meldet, glaubt man, in einem Mini-Ferrari zu sitzen. Dank Mittelmotor protzt der kleine MG mit der Traktion eines Elefanten, giert aber nach Kurven wie ein Windhund. Die starken Versionen mit 145 und 160PS brauchen deshalb einen energischen Fahrer, wenn das kleine Biest ohne Vorwarnung mit dem Heck voran ins Grüne will.
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Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-motor-und-sport, 2015-02-11

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