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Testbericht

30. Januar 2020

Sicher haben Sie über die Vorzüge des Superb Combi schon einiges gelesen und gehört. Dazu gehören viel Raum und Komfort beispielsweise, pfiffige Extras oder hoher Praxisnutzen zu verträglichen Preisen. Bis auf seine für Parklücken unpraktische Länge von 4,86 Metern kann man dem großen Skoda nur wenig anlasten – vielleicht bis vor einiger Zeit noch die eher konservativ gehaltene Optik.Doch seit der Modellpflege im Sommer letzten Jahres ist damit Schluss. Zumindest gegen Zuzahlung. Denn seither ist der Superb, der sich hierzulande übrigens zu 90 Prozent mit Kombiheck verkauft, auch als Scout zu haben. Silbern gefärbte Unterfahrschutzelemente vorn und hinten sowie graue Kunststoffplanken rundum verhelfen ihm zu einem robusteren Auftritt. Zudem gönnt Skoda dem Scout das Schlechtwegepaket mit 15 Millimetern mehr Bodenfreiheit und einem eher dünn ausgeführten Triebwerksschutz – hilfreich für alle, die es gelegentlich zur Hütte in den Bergen oder auf Feldwege zieht. Doch bitte nicht übermütig werden: Die Bodenfreiheit beträgt nur 14 Zentimeter. Da ist ein Kodiaq mit 19 Zentimetern schon etwas besser aufgestellt.Für standesgemäße Traktion gepaart mit ordentlich Vortrieb sorgen in jedem Fall ein permanenter Allradantrieb und die stärksten Zweiliter-Aggregate mitsamt dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Eine feine Kombination, die den Grundpreis leider kräftig in die Höhe treibt: Der Testwagen, ein Scout 2.0 TDI mit 190 PS, kostet mindestens 46.150 Euro.

Das Angebot an Extras ist groß, aber teuer
Zumindest sind die aus dem VW Touareg bekannten und bei Skoda erstmals eingesetzten sowie empfehlenswerten LED-Matrix-Scheinwerfer im Preis inbegriffen. Ebenso eine Klimaautomatik, Lenkrad- und Sitzheizung, ein schlüsselloser Zugang sowie eine elektrisch betriebene Heckklappe.Weiter aufmöbeln lässt sich das Interieur mit seitenhaltstarken Leder- Alcantara-Sitzen (1.480 Euro), die viel Beinauflage bieten. Für mehr Sicherheit im Fahrbetrieb soll seit dem Update zudem ein intelligenter Adaptiv- Tempomat sorgen, der auch Tempolimits einbezieht, dies während des Testzeitraums aber nicht allzu verlässlich umsetzte. Gleichfalls neu an Bord ist ein virtuelles Cockpit (390 Euro), das sich bestens ablesen lässt und insbesondere mit eingeblendeter Karte sehr hilfreich ist. Via serienmäßigem SmartLink gelingt auch das Andocken von Smartphones einfach. Deshalb sind die teuren Infotainment-Systeme nicht unbedingt nötig. Wer 2.230 Euro in das mächtige Columbus investiert, kann sich über eine induktive Ladeschale und eine fest eingebaute SIM-Karte freuen, die einen permanenten Online-Zugang ermöglicht. Nachteile? Durchaus: Die Bedienung des knopflosen Systems erfordert anfangs zu viel Aufmerksamkeit, und eine parallele Navigation mit Smartphone und eingebautem Navi ist nicht möglich.Dafür gibt es von den viel gerühmten Simply-clever-Ideen, laut Skoda inzwischen 31 an der Zahl, Neues zu berichten. Eine auf der Ladefläche versetzbare Querstange erhöht den Praxisnutzen ebenso wie eine Kunststoffwanne im Unterbodenfach. Im riesigen Laderaum (660 bis 1.950 Liter) purzelt so kaum mehr ein Gepäckstück herum. Schade nur, dass ein Großteil der kombi- typischen Extras lediglich gegen Aufpreis zu haben sind. Selbst das eigentlich obligatorische Trennnetz oder der variable Ladeboden kosten extra.

Neuer TDI gibt sich kraftvoll und sparsam
Nun aber zum Fahrverhalten des unverändert geräumigen Kombis. Hier verwundert der von VW neu entwickelte und 190 PS starke 2.0 TDI zunächst mit einer ausgeprägten Anfahrschwäche, legt anschließend aber umso energischer los – angesichts des satten Drehmoments von 400 Nm wäre alles andere auch eine Überraschung. Das gut gestufte Siebengang-DSG arbeitet wie gewohnt ruckarm, der Wunsch nach manuellen Eingriffen kommt selten auf. Akustisch hält sich der Selbstzünder zurück, ebenso im Verbrauch: Im Test beließ es der 1.770 Kilogramm schwere Kombi bei durchschnittlich 7,3 Liter pro 100 Kilometer. Selbst wenn der Superb voll beladen über die Autobahn gescheucht wird, steigt sein Diesel-Konsum nicht über neun Liter – für so einen gewichtigen Kombi mit Allradantrieb absolut vorbildlich.

Komfortbetont reisen ohne Kompromisse
Ebenso lobenswert ist der hohe Fahrkomfort. Denn der Superb ist nicht nur leise unterwegs und gemütlich eingerichtet, er federt und dämpft auch gekonnt. Querfugen und ruppige Straßenoberflächen nimmt er entspannt zur Kenntnis, ohne seine Insassen damit zu belästigen oder zu sehr zu schaukeln. Dies ist natürlich auch ein Verdienst des optionalen, in drei Modi verstellbaren Adaptivfahrwerks (850 Euro Aufpreis).Damit ist klar: Das robustere Auftreten der neuen Scout-Variante schlägt sich nicht in ruppigeren Umgangsformen nieder. Der Skoda Superb bleibt auch als Scout ein vorzüglicher Kombi.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2020-01-30

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