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Testbericht

13. Juni 2014
Bei dem Wort Allradler blickt manch ein Leser eventuell schon verwundert auf. Ja – auch wenn man es dem unscheinbaren Viertürer nicht ansieht, den Subaru Impreza 1.6i Comfort treiben grundsätzlich beide Achsen an. Wie übrigens nahezu alle Subaru.

Subaru Impreza 1.6i Comfort mit 114PS Ebenfalls typisch für die einst im Rallye-Sport so erfolgreiche Marke: der konzeptbedingt vibrationsarm laufende Boxermotor. 1,6 Liter groß und 114PS stark, könnte der Vierzylinder so durchaus als sehr angenehme Antriebsquelle Pluspunkte sammeln. Doch leider ist der kleine Boxer mit der stufenlosen Automatik Lineatronic verheiratet. Ihr Job: den Motor des Subaru Impreza 1.6i Comfort ohne Zugkraftunterbrechung immer im optimalen Drehzahlbereich zu halten. Klingt gut – ist es aber nicht, denn der Boxer produziert erst bei 4.000 Touren sein Drehmoment von 150 Newtonmetern. Bei 5.600/min. steht schließlich die maximale Leistung an. Entsprechend führt jede noch so zarte Beschleunigung zu hohen Drehzahlen, mächtig Lärm im Innenraum und verschreckten Gesichtern. Als wäre das noch nicht genug, geht dem Vierzylinder schon an sanfteren Autobahnsteigungen bei Tempo 130 die Puste aus und er muss durch hohe Drehzahlen bei Laune gehalten werden. Wer also schneller vorankommen möchte, muss im Subaru Impreza 1.6i Comfort zunächst tapfer auf 160km/h beschleunigen, dann die Drehzahl auf ein erträgliches Maß sinken lassen, und die Geschwindigkeit mit viel Gefühl im Gasfuß halten. So gefahren, dürfte sich auch der Verbrauch bei rund acht Litern auf 100 km einpendeln.

Subaru Impreza 1.6i Comfort lieber als günstigeren Handschalter wählen Dass im Test aber schon mal zehn Liter in den vier Kolben verbrannten, zeigt, wie unglücklich die Motor-Getriebe-Konstellation gewählt ist. Zumal die Automatikvariante ohne zuschaltbare Untersetzung und Viskokupplung auskommen muss. Also: Wenn Subaru Impreza 1.6i Comfort, dann besser als Handschalter – der auch noch 2.000 Euro günstiger und damit zumindest eine Überlegung wert ist. Mit einem Preis von 23.490 Euro für die vornehme Comfort-Variante ist er zwar kein Preisschlager und angesichts von so viel Hartplastik im Innenraum auch kein Charmeur, dafür aber üppig ausgestattet. Neben dem Allradantrieb sind beispielsweise selbst Xenon-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Rückfahrkamera und Sitzheizung Serie. Optional bietet Subaru nur noch Metalliclack und eine teure Lederausstattung an (2.590 Euro).

Lob für das Raumangebot Ansonsten gibt es mehr zu loben als zu meckern am komfortabel abgestimmten Japaner. Dank großflächiger Scheiben und dünner Säulen lässt sich der Viertürer erfreulich gut überblicken, rundum finden sich ausreichend große Ablagen, und die Bedienung von CD-Radio, Bordcomputer und Klimaautomatik fällt ausgesprochen leicht. Das Raumangebot verdient ebenfalls ein Lob. Insbesondere im Fond bietet der 4,42 Meter lange Kompaktwagen deutlich mehr Platz als seine europäischen Konkurrenten. Auch der trotz Allradantrieb 380 bis 1.270 Liter fassende Kofferraum ist klassengemäß. Letztlich bietet dieser Subaru Impreza 1.6i Comfort also wirklich mehr als erwartet – nur leider nicht immer zu seinem Vorteil.
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Quelle: auto-motor-und-sport, 2014-06-13

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