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Neue Mercedes G-Klasse

Eine Viertelmillion in einen Kastenwagen investieren? Unglaublich, aber machbar. Auch sonst gehört die Mercedes G-Klasse nach 35 Jahren Bauzeit nicht zu den günstigen Fahrzeugen – mit dem Cw-Wert einer mittleren Schrankwand und dem entsprechenden Durst nach Kraftstoff. Aber zu den bei Geländewagenfahrern hoch geschätzten 4x4-Haudegen, woran sich – das hören G-Jünger gerne – auch nach der Überarbeitung nichts grundlegend ändert. Die solide Basis von Karosserie und Leiterrahmen, der permanente Allradantrieb, die Geländeuntersetzung und die drei während der Fahrt schaltbaren Differenzialsperren bieten im Offroad-Einsatz eindrucksvolle Reserven. Aus der geänderten Fahrwerks- und Stoßdämpferabstimmung resultieren weniger Aufbaubewegungen und mehr Komfort. Die Neuabstimmung des ESP sorgt für ein Plus an Fahrstabilität und das Feintuning an ASR und ABS für noch bessere Traktion und einen kürzeren Bremsweg. Auf Wunsch ist für den G 500 eine Dämpfung mit Komfort- und Sportstufe, in der die geländewagentypische Seitenneigung in Kurven deutlich reduziert wird, bestellbar.

Innen und außen verraten das neue G-Modell nur dezente Taten am Design. Die neu gezeichneten Stoßfänger, die AMG-Kotflügelverbreitungen in Wagenfarbe und die serienmäßigen 18 Zoll-Leichtmetallräder im 5-Speichen-Design am G 350 d. Im Innenraum von G 350 d und G 500 finden sich am Zwei-Tuben-Kombiinstrument neu gestaltete Zeiger und Zifferblätter. Den AMG Modellen, die ebenfalls ein neues Instrumentarium schmückt, spendierte man neue Farb-Pakete in schrilleren Tönen: „tomatored“, „aliengreen“, „sunsetbeam“, „galacticbeam“ und „solarbeam“.

V8, V12, Verbrauch?
Auch nach der Überarbeitung verbraucht die G-Klasse, die mit bis zu 16 Prozent mehr Leistung antritt, soviel wie der Gegenwind von ihr einfordert: Mit dem Dieselmotor im G 350 d, dessen Leistung von 211 auf 245 PS und dessen Drehmoment von 540 auf 600 Nm steigt, weniger, mit einem Benziner im Motorraum weit mehr. Der 422 PS starke und mit 610 Nm drehmomentgewaltige 4,0 Liter-V8-Biturbomotor, der bereits im Showcar G 500 4x4² präsentiert wurde, feiert im G 500 Premiere. G 500, G 350 d und AMG G 63 sind jetzt serienmäßig mit Start-Stop liiert, wobei diese Sparmaßnahme bei 571 PS Leistung im Verbrauch wenig retten kann. Und noch mehr Suff als im G 63 geht – den Scheich freut´s – mit dem Zwölfzylinder AMG G 65. Der leistet 630 PS. Das Drehmoment fällt ähnlich bescheiden aus: 1000 Newtonmeter zerren an den Achsen.

Ebenfalls gehen G 63 und G 65 als EDITION 463 an den Start. Mit Luxusausstattung wie designo Leder, Seitenwangen in „Carbonleder“, Zierelementen in Carbon und Türzuziehgriffen in Nappaleder. Von draußen erkennt man das Sondermodell an dem Edelstahlunterschutz, seitlichen AMG Sport-Streifen und spektakulären 21-Zoll-Schmiederädern.

Gestartet wird im Herbst. Die genauen Preise des neuen G-Modells sind noch nicht bekannt. Heute liegt der Preis eines G 350 bei 87.000 Euro und der eines G 65 AMG bei 268.000 Euro. Mehr als eine Viertelmillion für einen Kastenwagen. Unglaublich.

Text: Lothar Erfert