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Hyundai startet mit Genesis ins Premiumsegment - Neuzugang aus Fernost
Autoplenum

Hyundai startet mit Genesis ins Premiumsegment - Neuzugang aus Fernost

Müssen sich Audi, BMW und Mercedes bald warm anziehen? Hyundai bringt unter dem Markennamen Genesis eine eigene Premiummarke zu uns. In Korea und den USA ist ihr Start bereits geglückt.

Es ist schon einige Jahre her, da wurde über Modelle wie Hyundai Pony, Kia Retona oder den wenig filigranen Kia Joyce nur abfällig gewitzelt. Mittlerweile sind die beiden koreanischen Marken Kia und Hyundai, die unter dem Dach des Hyundai-Konzerns firmieren, längst zu den größten fünf Autoherstellern der Welt aufgestiegen. Die Zeiten, in denen japanische Mazda-Modelle einfach mit einem Kia-Logo verkauft wurde, gehören schon lange der Vergangenheit an. Den Volumensegmenten haben Hyundai und Kia längst weltweit ihren Stempel aufgedrückt. Jetzt kommt die Premiumklasse dran und das dürfte in Ingolstadt, München oder Stuttgart allemal für Unruhe sorgen. Genesis, einst ein besonders exklusives Modell in der Hyundai-Palette, wurde mittlerweile zur eigenen Marke erhoben. Im Heimatland Südkorea hat Genesis auf dem Premiummarkt bereits die Hosen an. Der Großteil der zuletzt rund 100.000 pro Jahr verkauften Fahrzeuge rollt durch den asiatischen Staat.

Doch der Hyundai-Konzern will mehr - viel mehr als Südkorea und die USA. Ab 2019 / 2020 sollen die beiden Weltmärkte Europa und China angriffen werden. "Europa heißt für uns in erster Linie Deutschland, England und die Schweiz", erläutert Genesis-Markenchef Manfred Fitzgerald, "wir wissen, dass es nicht leicht sein wird und bereiten uns daher entsprechend vor." Eine neue Premiummarke, die den etablierten Herstellern Audi, BMW, Porsche und Mercedes über die Füße fahren soll - hört sich alles irgendwie bekannt an. Gerade die asiatischen Hersteller bieten ihre besten Stücke seit Jahrzehnten allzu gerne unter einem eigenen Label an. In den USA hat dies seit Ende der 80er Jahre insbesondere mit Lexus als Edelmarke von Toyota bestens geklappt und auch Acura (Honda) und Infiniti (Nissan) sind erfolgreich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten unterwegs. Doch in Europa und besonders in Deutschland sind Lexus und Infiniti ebenso Rohrkrepierer wie Cadillac als edle Nummer von General Motors. Honda hat es daher gleich sein lassen und Acura in Europa gar nicht erst angeboten.

Jetzt versucht es Hyundai und will damit die großen drei Audi, BMW und Mercedes ärgern, Porsche vor das Schienbein treten und auf Anhieb vorbeiziehen an der zweiten Reihe mit Volvo, Jaguar Land Rover oder Alfa Romeo. Damit der Start in 2019 gelingt, sollen die Fehler der Konkurrenz auf keinen Fall wiederholt werden. Die Personen, die hinter Genesis stehen, wissen zumindest, wovon sie reden. Markenchef Manfred Fitzgerald war im Topmanagement von Lamborghini, Chefdesigner Luc Dunckerwolke arbeitete lange Jahre im Volkswagen-Konzern und Konzernchefdesigner Peter Schreyer war bis 2006 ebenfalls bei Volkswagen.

Den Genesis-Erfolg in Deutschland soll ein entsprechendes Produktportfolio und ein Drei-Stufen-Modell bringen. Hierbei geht es zentral um die Säulen Design, Marke und Technologie. In Sachen Design muss man sich angesichts des bisherigen Portfolios und der verantwortlichen Köpfe keine Sorgen machen und auch bei der Technik sollte es Dank jahrzehntelanger Erfahrung keine Überraschungen geben. Das Topmodell Genesis EQ 900, in anderen Ländern als Genesis G90 verkauft, tritt mit seinem 420 PS starken Fünfliter-V8 erfolgreich gegen Mercedes S-Klasse und 7er BMW an. Der Genesis G80 hat gegen die exzellenten Oberklassemodelle wie 5er BMW, Mercedes E-Klasse oder Audi A6 dagegen einen schweren Stand. Wahlweise gibt es einen 3,8-Liter-Sauger oder den aufgeladenen 3,3-Liter-V6 mit 370 PS, Achtgang-Automatik und Allradantrieb.

Da der Respekt vor der deutschen Konkurrenz so mächtig ist, will der Hyundai-Konzern noch zwei Jahre warten, bis Genesis nach Europa rollt. "Ende 2019 / Anfang 2020 werden wir über ein komplett neues Portfolio verfügen. Dann werden wir starten", sagt Manfred Fitzgerald. So wird die Luxuslimousine G90 als Konkurrent von BMW 7er und Mercedes S-Klasse bis dahin eine gründliche Modellpflege bekommen und der kommende G80 komplett neu entwickelt sein. Eine besondere Bedeutung dürfte dem Einstiegsmodell Genesis G70 zukommen. "Bei dessen Entwicklung ist der BMW 3er für uns der Maßstab, an dem wir uns orientieren", ergänzt Entwicklungsvorstand Alfred Biermann, ehemals in BMW-Diensten. Das Terzett soll 2020 um zwei SUV ergänzt werden, die sich in der Ober- und Luxusklasse mit den deutschen Premiumherstellern messen sollen. Hybridmodelle wird es nicht geben, da Genesis ab 2021 / 2022 zwei Elektroplattformen präsentieren wird, die SUV und Limousinen eine elektrische Heimat geben sollen.

Genesis G80 3.3 T Sport AWD - Bayrische Gene
Autoplenum

Genesis G80 3.3 T Sport AWD - Bayrische Gene

Hyundai hat in Südkorea und den USA mit Genesis längst seinen eigenen Luxusableger gelauncht. Der G80 kämpft sportlich nachgeschärft gegen die deutsche Premiumkonkurrenz aus 5er BMW und Mercedes E-Klasse.

Die Gegner könnten härter kaum sein. Das Markentrio aus BMW, Audi und Mercedes gilt mehr denn je auch in den USA und Asien als das Maß der Dinge. Das gilt insbesondere für die Oberklasse, denn hier weht ein besonders heißer Wind. Der BMW 5er wurde jüngst neu aufgelegt und ist kaum schwächer als der klassenhöhere 7er. Nicht viel anders sieht es bei Mercedes aus. Nicht nur in Sachen Fahrerassistenz und Komfort steht die E-Klasse der höheren S-Klasse oder der Konkurrenz aus München in kaum etwas nach. Und Audi? Der neue A8 würde jüngst vorgestellt und nach ihm werden bis Ende 2018 die kleineren Brüder A7 und A6 nachkommen. Dann gibt es da noch Modelle wie Jaguar XF, Volvo S90 oder Cadillac CTS - alles keine leichten Gegner. Hört sich an, als ob eine Bezirksligamannschaft auswärts gegen den FC Barcelona antreten muss.

Ganz so ist es beim Genesis G80 dann aber doch nicht. In Südkorea ist Genesis als Nobelmarke des Hyundai-Konzerns längst eine große Nummer. Mittlerweile treten die Koreaner mit dem schicken Doppelpack aus G80 und G90 auch in den USA an - mit beachtlichem Erfolg. Doch was hat das Oberklassemodell G80 im Vergleich zur internationalen und deutsch dominierten Konkurrenz überhaupt zu bieten? Unter der Federführung des Entwicklungsvorstands Alfred Biermann, ehemals in Diensten der M GmbH von BMW, wurde der Konkurrent von 5er BMW, Audi A6 und Mercedes E-Klasse gerade erst sportlich nachgeschärft. Der Genesis G80 3.3 T Sport soll dabei nicht nur die bekannten Asien-Tugenden wie Reisekomfort und Geräuschdämmung bieten, sondern auch dynamisch den Wettbewerb suchen.

Optisch muss sich der 4,99 Meter lange Genesis G80 zumindest von außen nicht verstecken. Peter Schreyer, seit mehr als einem Jahrzehnt für das Erscheinungsbild von zunächst Kia und dann dem gesamten Hyundai-Konzern verantwortlich, zeigt, dass eine sportliche Oberklasselimousine nicht aus deutschen Landen kommen muss. Die Fahrgastzelle ist weit nach hinten gerückt, die Proportionen stimmen und die Dachlinie geht flach über die Heckscheibe in die Kofferraumklappe über. So wirkt der G80 gerade von der Seite wie eine schicke Mischung aus viertürigem Coupé und Fließhecklimousine. Der Gitterkühlergrill der Sportversion reckt sich düster in den Fahrwind, während das Heck mit seinen schmalen LED-Bändern etwas beliebig wirkt. Der G80-Sport hält seine Kraft dezent im Hintergrund. Abgesehen von den vier Endrohren im Audi-S-Styling ist dem G80 3.3 T Sport seine Leistungsreserven kaum anzusehen.

Der Innenraum ist wertig, jedoch wenig innovativ. Schalter, Anzeigen und Bedienelemente könnten auch aus einer Oberklasselimousine stammen, die schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Die Instrumente sind nicht animiert, die Anzahl der Schalter über dem linken Knie oder auf der Mittelkonsole ist üppig und gerade die Bedienung von Multifunktionsbildschirm, Klimatisierung oder Soundsystem wirkt allzu betagt. Im Gegensatz dazu gibt es bequeme und umfangreich verstellbare Komfortsitze - mit edlem Leder bespannt und natürlich umfangreich zu klimatisieren. Zentralen Lüftungsdüsen und eckiger Analoguhr kommt jedoch eine allzu große Bedeutung zu. Die Komfort- und Sicherheitsfunktionen stehen denen der deutschen Konkurrenz in kaum etwas nach. So gibt im Rahmen der Komplettausstattung unter anderem zahlreiche Fahrerassistenzsysteme oder ein Head-Up-Display. Viel Platz gibt es nicht nur vorn, sondern Dank 3,01 Metern Radstand auch im Fond, wo sich die abfallende Dachlinie selbst bei groß gewachsenen Insassen kaum bemerkbar macht. Der Kofferraum schluckt etwas zu geringe 434 Liter.

Blasse Vierzylinder, wie sie längst bei der deutschen Konkurrenz Einzug gehalten haben, braucht man im Südkoreaner nicht zu erwarten. Sein V6-Motor holt Dank doppelter Turboaufladung 272 kW / 370 PS und 510 Nm Drehmoment zwischen 1.300 und 4.500 U/min und lässt gegenüber dem Topmodell mit seinem Fünfliter-V8 und 420 PS kaum etwas vermissen. Der Normverbrauch: 11,5 Liter pro 100 Kilometern im US-Zyklus.

Der Motor hält sich akustisch dabei überraschend dezent im Hintergrund. Egal, in welchem Fahrmodus man unterwegs ist, die fünf Meter lange Oberklasselimousine mimt eher den sportlichen Gleiter als die Fahrmaschine mit maximaler Längs- und Querdynamik. Dabei macht sich der optionale Allradantrieb (2.500 Dollar Aufpreis) insbesondere bei ambitionierter Gangart angenehm bemerkbar. Gerade aus schnellen Kurvenkombinationen bringt der 2,1 Tonnen schwere Asiate seine üppigen 370 PS deutlich besser auf die Straße als die mindestens 55.250 Dollar teure Variante mit Hinterradantrieb. "Die Motorleistung wird bei normaler Fahrt nahezu komplett an die Hinterachse gebracht", erläutert der Cheftechniker Alfred Biermann, "bei Bedarf gehen bis zu 50 Prozent der Motorleistung an die Vorderachse."

Das soll zusätzliche Sicherheit und gleichzeitig Fahrspaß bringen. Jedoch schiebt der G80 3.3 T Sport AWD im Grenzbereich deutlich über die Vorderräder. Hier machen sich die mehr als 2,1 Tonnen Leergewicht unangenehm bemerkbar. Die Lenkung ist dabei präzise und komfortabel wie man sich dies von einem Modell dieser Fahrzeugklasse wünscht. Etwas mehr Agilität könnte die Hinterachse, die ebenso wie die Vorderachse eine Fünflenkerkonstruktion in sich trägt, zumindest bei schnellem Handling jedoch allemal vertragen. Das Triebwerk und die mit ihm entsprechend verzahnte Achtgangautomatik lassen sich jedoch niemals außer Ruhe bringen. Wer bei schneller Kurvenfahrt über die Schaltpaddel am Lenkrad in die Gangwahl eingreifen will, kann dies tun. Einen realen Grund dafür gibt es außerhalb der Motorbremse in kleinen Gängen nicht. Auch wenn der Genesis G80 mit seiner souveränen Leistung und viel Tatendrang aus niedrigen Drehzahlen ein Sportler sein will; er ist es nicht. Er ist souverän, kraftvoll und nicht zuletzt werden seiner Mischbereifung mit 245er Reifen vorn und breiteren 275er 19-Zoll-Pneus hinten allemal dynamisch. Doch eine Sportversion fährt sich trotz 250 km/h Spitze und 0 auf 100 in kaum mehr als fünf Sekunden gerade in der Premiumliga anders. Dazu reicht das Nachschärfen des bekannten Genesis G80 - wahlweise mit 3,8-Liter-V6 oder 5,0-Liter-V8 - dann doch nicht aus.

Testwertung

4,0/5

Genesis GV80 - Die nächste Stufe
Autoplenum

Die nächste Stufe Genesis GV80

Bei Herstellern luxuriöser Fahrzeuge darf heutzutage ein SUV nicht im Portfolio fehlen. Kein Wunder also, dass nun auch Genesis – die Nobelmarke von Hyundai – zwei solche Autos plant. Auf der New York International Auto Show zeigt der Hersteller die Studie eines großen SUV mit Brennstoffzellenantrieb, die auf den Namen „GV80“ hört. Auch eine Plug-in-Hybrid-Version ist in Planung.

Die Optik entstammt der Feder des neuen Chefdesigners Luc Donckerwolke und soll zeigen, in welche Richtung das Design künftiger Genesis-Modelle gehen wird. Besonders auffällig sind neben den LED-Laser-Scheinwerfern auch die B- und C-Säulen. Diese sind für eine bessere Übersicht aus einer Wabenstruktur gefertigt. Kleine Kameras ersetzen die Außenspiegel, gewaltige 23-Zöller drehen sich in den Radhäusern.

Der Innenraum ähnelt vielen anderen modernen SUV-Studien: ein volldigitales Cockpit und vier Einzelsitze sollen eine hochtechnisierte Wohlfühlatmosphäre schaffen.

Genesis – die Nobelmarke von Hyundai – plant, in Zukunft zwei SUVs auf den Markt zu bringen. Nun zeigt der Hersteller eine Studie für das größere der beiden Modelle.

Fazit

Genesis – die Nobelmarke von Hyundai – plant, in Zukunft zwei SUVs auf den Markt zu bringen. Nun zeigt der Hersteller eine Studie für das größere der beiden Modelle.
Hyundai baut Genesis-Familie aus - Mit Volldampf gegen BMW und Mercedes
Autoplenum

Mit Volldampf gegen BMW und Mercedes Hyundai baut Genesis-Familie aus

Hyundai will die Edel-Submarke Genesis ausbauen. Das geht aus Plänen hervor, die die Internetseite TheKoreanCarBlog geleakt hat. Zum bereits bekannten Oberklasse-Modell G90 sollen sich demnach bis 2020 fünf weitere Premium-Fahrzeuge hinzugesellen. Neben zwei Limousinen unterhalb des G90 sind noch zwei SUV-Modelle sowie ein Sportcoupé geplant.
 
Japanische Hersteller wie Toyota und Nissan haben es vorgemacht und mit Lexus und Infiniti jeweils komplett neue Edelmarken etabliert, um sich ein Stück vom lukrativen Premiummarkt zu sichern. Dass Hyundai ähnliche Pläne verfolgt, ist nicht ganz neu. Sowohl das mittlerweile eingestellte Genesis Coupé als auch der BMW-7er-Gegner G90 wurden als Vorboten einer größeren Genesis-Familie angekündigt.
 
Der auf TheKoreanCarBlog geleakte Plan für die Modelloffensive zeigt sehr konkret, um welche weiteren Mitglieder die Genesis-Familie wachsen wird. Bis 2017 sollen demnach zunächst zwei weitere Limousinen folgen, die dann G80 und G70 heißen werden. Während der bekannte G90 in der Oberklasse angesiedelt ist, dürfte der G80 als 5er-Gegner in der oberen Mittelklasse antreten, der G70 wird hingegen als Mittelklasse-Limousine als 3er-Pendant fungieren. Einen klaren Hinweis auf das Design der kommenden Genesis-Limousinen gab im März 2016 die in New York gezeigte Studie Genesis Concept.
 
Neben den beiden Limousinen will der koreanische Autobauer noch zwei SUV-Modelle im Premium-Segment positionieren. Auch hier lassen sich wieder entsprechende Vorbilder bei deutschen Herstellern finden. So dürften die beiden Genesis-SUVs sehr wahrscheinlich gegen BMW X5 und X3 antreten. Modellnamen für diese SUVs wurden noch keine verraten. Möglicherweise wird das für 2018 geplante große SUV XG80 heißen, das für spätestens 2020 geplante kleinere Modell könnte XG70 heißen.
 
Als Sahnehäubchen will Hyundai außerdem noch bis 2020 ein Coupé im gehobenen Luxussegment positionieren. Vermutlich wird sich dieser sportliche Zweitürer irgendwo zwischen Z4 und 6er ansiedeln.
 
Wer die Koreaner kennt, wird wenig Zweifel haben, dass diese Pläne auch ziemlich genau in dieser Form und im geplanten Zeitkorridor umgesetzt werden. Vermutlich werden die Genesis-Modelle in einigen Details nicht ganz das Qualitäts-Niveau deutscher Mitbewerber erreichen, sich dafür aber preislich als attraktive Alternative zu Modellen von Mercedes, BMW und Audi empfehlen. Bleibt die spannende Frage, in welchem Umfang Hyundai die Genesis-Modelle in Europa anbieten wird und wie erfolgreich die Koreaner damit sein werden. Für die Vorbilder Lexus und Infiniti war die Bilanz bislang ernüchternd. Auch der seit 2015 in Deutschland verfügbare G90 ist bisher eine Ausnahmeerscheinung.

Fazit

Das Angebot von Hyundais Edeltochter Genesis könnte bis 2020 um zwei Limousinen, zwei SUVs und ein Sportcoupé erweitert werden.

Testwertung

4,0/5

Hyundai Genesis 3.8 V6 HTRAC im Test: Südkoreanische Oberklasse mit 316 PS
auto-motor-und-sport

Hyundai Genesis 3.8 V6 HTRAC im Test: Südkoreanische Oberklasse mit 316 PS

Was Sie sich immer schon an Ausstattung von einer Oberklasse-Limousine gewünscht haben – der Genesis hat es. Vom Abstandsradar über klimatisierte Nappaledersitze und Panoramadach bis hin zu Surround-Sound und Umfeldbeleuchtung mit Flügellogo auf dem Boden ist alles an Bord, was bei der deutschen Konkurrenz leicht mit 25.000 Euro extra zu Buche schlägt. Das rückt den Hyundai-Komplettpreis von 65.000 Euro für den V6-Cruiser mit 316PS, Achtgangautomatik und Allradantrieb in ein freundliches Licht – so wie das opulente Platzangebot, die gediegene Qualität und der nervenschonende Federungs- und Geräuschkomfort.

Hyundai Genesis 3.8 HTRAC verbraucht im Schnitt 13,5 l/100 km
Wenn es jedoch mal nicht entspannt über die Autobahn geht, kommt der 2,1-Tonner aus dem Tritt, quält sich durch Kurven und schiebt über die Vorderräder. Auch das Getriebe kann sich nicht so recht für den passenden Gang entscheiden, zumal der Euro-5-Saugmotor die geforderte Leistung eher zögerlich als willig liefert und sich dafür im Testmittel 13,5 l/100 km gönnt. Da liegt der Hyundai Genesis 3.8 HTRAC unter Europa-Niveau - wie auch bei den Bremsen. Besser sieht es bei Kofferraumvolumen (493 l) und Zuladung (465 kg) aus.

Testwertung

3,5/5

Hyundai Genesis Sportlimousine: Test, technische Daten und Preis
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Koreanisch für Fortgeschrittene

Luxemburg, 27. August 2014
Bevor ich in dieses neue und zweifelsfrei ziemlich nett anzusehende Fünf-Meter-Schiff einsteige, muss ich analysieren. Es hilft ja nichts, die Frage kommt ganz von alleine. Nehmen wir an, Sie haben 65.000 Euro zur Verfügung und suchen etwas Repräsentatives. Einen schnellen Gleiter. Mit viel Platz. Und Komfort wie im Massagesalon. Klare Sache: BMW 5er, Mercedes E-Klasse oder Audi A6. Fall erledigt. Aber Moment, da gibt es ja auch noch einen Jaguar XF, einen Volvo S80 oder - total verrückt - einen Lexus GS. Und - das ist wirklich verrückt - seit Kurzem fährt man für unter 70 Riesen sogar Maserati. Den Ghibli in dem Fall. Na gut, Image ist Ihnen nicht so wichtig. Die CO2-Emissionen eines modernen Turbo-Motors auch nicht. Für Sie ist es in Ordnung, mehr zu verbrauchen als mit einem Ferrari California. Wie wäre es also mit der neuen Hyundai Genesis Sportlimousine? "Klingt verdächtig nach gravierendem Fall von Ladenhüteritis!", werden Sie jetzt denken. "Stimmt!", sagen wir. Und trotzdem ist der Genesis ein prächtiges Auto geworden.

Das ist ein Hyundai?
Wie erwähnt, macht der Genesis von außen durchaus Spaß. Und irgendwann gewöhnt man sich auch an das "Aston-Martin-Logo" auf der Haube. Innen erwartet einen das Beste, was Hyundai jemals zustande gebracht hat (das sagt Hyundai) und wer ob der herrlichen Lederausstattung, den reichhaltigen, offenporigen Hölzern oder dem hohen Aluminium-Anteil leicht baff aus der Wäsche guckt, dem sei gesagt: Ging mir genauso. Wäre da nicht dieser etwas zu amerikanisch-billige Metall-Riffel-Look um den Schalthebel, dürften sich die deutschen Platzhirsche (mit denen Hyundai ausdrücklich nicht konkurrieren will) warm anziehen. In Sachen Ausstattung gilt das ohnehin, schließlich kommt der Genesis serienmäßig mit allem, was Korea derzeit zu bieten hat. Dazu zählen neben diversen Assistenzsystemen (unter anderem City-Notbremse, Cross-Traffic-Assistent, automatische Einpark-Funktion) ein farbiges Head-up-Display, eine 360-Grad-Rundumsicht mit vier Kameras und zugehörigen Sensoren sowie als Weltneuheit ein CO2-Sensor, der erkennt, wenn der Pilot müde wird. Droht der Schlaf, schießt das System Frischluft ein.

Sportlimousine? Nicht ganz
Abgesehen von diesen Spielereien kann der Genesis natürlich auch fahren und das sogar ziemlich gut. In Deutschland trägt das Schiff den Zusatz Sportlimousine, womit uns Hyundai verdeutlicht: "Wir kümmern uns jetzt auch um Fahrdynamik." Ursprünglich für den amerikanischen und asiatischen Markt abgestimmt (und damit eher weich), wurde kein geringerer als Lotus damit betraut, die Euro-Version auf Trab zu bringen. Das Fahrwerk mit Mehrlenker-Achse vorne und hinten wurde also europäisiert, außerdem gibt es einen Allradantrieb mit einer eher heckbetonten 40:60-Auslegung und adaptive Dämpfer mit den drei Fahrmodi Eco, Normal und Sport. Wer bei Lotus nun an krachende Wirbel und Gefahr für die eigenen Zahnplomben denkt, sei beruhigt - der Genesis federt hervorragend. Absolut hervorragend, um genau zu sein. Die Lenkung arbeitet angenehm zielgenau, verhärtet sich bei höheren Geschwindigkeiten aber etwas künstlich. Einer aus sportlicher Sicht erfreulicheren Erfahrung stehen dazu erkleckliche 2.150 Kilo Leergewicht gegenüber. Will heißen: Geht es zu fix in die Kurve, schiebt der Genesis massiv über die Vorderräder. Viel Gas am Kurvenausgang bringt dagegen das Heck ins Spiel. Insgesamt steuert sich das Auto durchaus ansprechend, wenn auch zur Dynamik eines BMW 5er (mit dem man ja nichts zu tun haben will) noch ein ganzes Eck fehlt.

Der Antrieb überzeugt
Ein ganzes Eck fehlt auch beim Motorenangebot, zumindest numerisch. Es gibt hierzulande nämlich nur ein Aggregat. Dabei handelt es sich um einen 3,8-Liter-V6-Sauger mit 315 PS und 397 Newtonmeter Drehmoment. Der aus heutiger Downsizing-Sicht etwas altbackene Haudegen ist an eine Achtgang-Automatik gekoppelt. Beide machen einen erfreulich guten Job. Der Motor reagiert sehr motiviert auf Gasbefehle und wirkt immer kräftig genug. Der Automat hilft mit flotten und sanften Gangwechseln. Leider ist die Klangkulisse alles andere als souverän. Ein etwas weinerliches Sägen beim Ausdrehen will nicht so ganz zum Habitus eines hubraumstarken Kilometerfressers passen. Zu einem weiteren Verhängnis könnte der Verbrauch werden. Hyundai gibt 11,6 Liter an, im Test waren es laut Bordcomputer um die 13,5. Ob andere 300-PS-Oberklasse-Limousinen in der Realität allerdings bedeutend weniger einsaugen, steht auf einem anderen Blatt.

Warum der ganze Aufwand?
Was machen wir jetzt also mit diesem neuen, großen und wunderbar entspannenden Hyundai, der nüchtern betrachtet ein verflucht guter Wurf zu einem verflucht guten Preis ist? Man darf dieses Auto wirklich toll finden, kaufen wird es wohl trotzdem niemand. Hyundai selbst geht ganz offiziell von Verkäufen im niedrigen dreistelligen Bereich aus. Und da sind die eigenen Firmenwagen wahrscheinlich schon mit drin. Die Frage darf erlaubt sein: Warum dann der ganze Aufwand? Weil der Genesis für Hyundai ein Statement ist. Man soll ihn sehen und sagen: "Wow, das ist ein Hyundai?" Und natürlich ist er ein hervorragender Technologieträger für all die schicken Assistenzsysteme und Interieur-Schmeicheleien, die nach und nach auch in die kleineren Hyundai-Modelle einfließen werden. Wenn Sie nicht so lange warten wollen, dann schauen Sie sich den großen Koreaner durchaus mal an. Eins ist schon mal sicher: Sie werden nie wieder entspannter ein Auto bestellen. Der Genesis kostet 65.000 Euro. Eine Aufpreisliste gibt es nicht.

Fazit

Geht man ohne Vorurteile an die Sache heran, gibt es wenig, das gegen die Hyundai Genesis Sportlimousine spricht. Ausstattung und Komfort sind gigantisch, der Große macht auch optisch was her und der Preis liegt deutlich unter dem vergleichbarer Konkurrenten. Auch wenn es in punkto Antrieb und Verbrauch sicher bessere Alternativen gibt, wäre dem Genesis eine günstigere Verkaufsprognose durchaus zu wünschen. + hoher Fahr- und Reisekomfort, sensationelle Serienausstattung, eingängige Bedienung - hohes Gewicht, ausbaufähige Dynamik, hoher Verbrauch, kein Diesel

Testwertung

4,0/5

Hyundai Genesis 3.8 V6 GDI im Fahrbericht: Luxus-Exot in der oberen Mittelklasse
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Hyundai Genesis 3.8 V6 GDI im Fahrbericht: Luxus-Exot in der oberen Mittelklasse

Ja doch, an das putzige Flügel-Emblem über XXL-Kühler muss man sich als Europäer wirklich gewöhnen. Dreist bei Aston Martin kopiert? Eher nicht. Denn zumindest international fahren diverse Genesis-Generationen mit Flügel-Schmuck durch die Gegend. Das kann einem gefallen, muss aber nicht. Auffällig bleibt: Dieser Hyundai will sich nicht verstecken. Wozu auch. Denn das Angebot ist bestechend. 65.000 Euro verlangen die Koreaner für die Sportlimousine, die sie formal in die erweiterte obere Mittelklasse einsortieren. Viel Geld. Und doch auch wieder nicht. Denn: Aufpreispflichtige Extras gibt es nicht. Allrad-Antrieb, Achtgang-Automatik, V6-Benziner, Lederausstattung, Sonnendach, Radar-Abstands-Tempomat, Notbrems-Assistent, Surround-Sound, klimatisierte Sitze vorn und hinten, elektrische Dämpfer. Der Genesis ist ein Rundum-Sorglos-Paket. Wunschfarbe auswählen, bestellen, bezahlen. Fertig. Alles drin, alles dran, alles super?

Hyundai Genesis mit Komplettausstattung
Fast. Schwächen leistet sich der große Hyundai nämlich erstmal nicht. Beispiel Einstieg. Es reicht, die Türen sanft anzulehnen. Den Rest besorgt ein Elektromotor. Das gibt’s bei der Konkurrenz nur in der Oberklasse. Vor derlei Vergleichen müssen sich auch die verbauten Materialien im Cockpit nicht scheuen. Leder, Alcantara, Echtholz. Das wirkt schon extrem hochwertig. Kleine Patzer findet nur, wer gezielt danach sucht. An den Kleiderhaken im Fond zum Beispiel. Geschenkt. Dafür gibt’s das volle Luxus- und Entertainment-Programm. Die mehr als überzeugenden Ledersitze sind natürlich elektrisch einstellbar, belüftet und beheizt. Vorne UND hinten. Kennt man alles. Aber eben nicht unbedingt aus der gehobenen Mittelklasse. Multimediasystem-, Navi und Bordsysteme sind im zentralen Display über der Mittelkonsole zusammengefasst. Die Bedienung erfolgt optional per zentralem Dreh-Drück-Knubbel, Touchscreen oder über klassische Tasten auf der Mittelkonsole. Abgesehen vom zentralen Bedienelement, das sich so als MMI fast 1:1 in den meisten Audis findet, ein ergonomisch extrem gelungenes Gesamtkonzept. Ein zweites großes Farbdisplay zwischen Drehzahlmesser und Tacho komplettiert den souveränen Cockpit-Aufbau.

Fahrwerk ist sportlicher Gangart nicht gewachsen
Ab auf die Piste. Fühlt sich ein bisschen an, wie ein Business-Class-Flug. Sind die Türen zu, hat die Umwelt Sendepause. Lediglich der 3,8 Liter große Sechszylinder macht hin und wieder dezent auf sich aufmerksam. Das ist keine große Überraschung, immerhin führt der V6 noch ein zweites Leben als Herz des ungleich dynamischeren Genesis Coupé – dort allerdings mit 347PS. In der Sportlimousine müssen 315PS reichen. Grundsätzlich kein Problem. Wenn man sich mit entspanntem Kilometerfressen auf der Autobahn zufrieden gibt. Abseits breiter Asphaltbänder zeigt der große Koreaner Schwächen. Zwar wurde das Fahrwerk an europäische Anforderungen angepasst, auf verwinkelten Landstraßen zeigt sich schnell, dass der Genesis eigentlich auf amerikanischen Highways zu Hause ist. Radikal untersteuernd quält sich die Fuhre durch die Kurven. Da hilft dann auch der Allradantrieb nichts mehr. Was an Fahrdynamik übrig ist, versumpft in der Achtgang-Automatik. Kurz: Sportlich ist an der Sportlimousine lediglich der Knopf der Fahrdynamik-Einstellung.Schlimm? Auf keinen Fall. Aber der Grund dafür, dass man bei Hyundai den Begriff Premium nicht in den Mund nimmt. Trotz der extrem luxuriösen Ausstattung. Premium, da sind sich die Koreaner sicher, dazu gehört eben nicht nur eine Top-Ausstattung, eine Top-Verarbeitung und jede Menge Hightech, sondern eben auch ein überdurchschnittliches Fahrverhalten. Von einer entsprechenden Vielfalt an Motoren und Ausstattungen ganz zu schweigen. Da kann der Genesis mit keinem seiner europäischen Konkurrenten mithalten. Entsprechend zurückhaltend fallen die Verkaufserwartungen aus. Niedrige dreistellige Verkaufszahlen erhofft man sich im ersten Verkaufsjahr. Das könnte klappen.

Fazit

Mut zum Exot! Die Genesis Sportlimousine ist alles, nur nicht sportlich. Aber herrlich liebenswert und eine willkommene Abwechslung im Standard-Segment der oberen Mittelklasse. Wer auf Diesel, Dynamik und Markenimage verzichten kann, findet im Genesis ein unschlagbares Angebot.

Testwertung

3,5/5

Hyundai Genesis 3.8 GDI - Markenbotschafter
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Hyundai Genesis 3.8 GDI - Markenbotschafter

Hyundai bringt seine Oberklasselimousine Genesis jetzt auch nach Deutschland. Die kleinen Stückzahlen sollten der Premiumkonkurrenz kaum Angst machen; das exzellente Gesamtpaket allemal.

Hyundai macht längst auch in Europa ernst. Die Modelle stimmen, die Verkaufszahlen sowieso. Doch geht es um Emotionalität und Markenwerte, haben die Koreaner noch einiges aufzuholen. Das soll der Hyundai Genesis ändern, der in kleinen Volumina nun auch in Deutschland eine Duftmarke setzen soll. Für rund 65.000 Euro lässt der Konkurrent von BMW 5er, Audi A6 und Mercedes E-Klasse als eine Art koreanischer VW Phaeton keine nennenswerten Wünsche offen. Im Innern und an der Front gibt es schlichte Genesis-Signets zu sehen. Nur am Heck glänzt verstohlen der bekannte Hyundai-Schriftzug.

Die Rahmenbedingungen könnten schwerer nicht sein. Auf dem Heimatmarkt der deutschen Premiums scheint der 4,99 Meter lange Koreaner vor seinem Start bereits auf verlorenem Posten. Wie soll er, ausschließlich als 3,8 Liter großer Benziner und ohne Chancen auf ein Dieseltriebwerk unterwegs, eine Chance haben gegen das übermächtige Imagetriumvirat? Bei der Rückfrage nach den Stückzahlen hält sich Hyundai dementsprechend zurück; will sich nicht in Karten schauen lassen. Ein paar hundert Genesis sollen über die Tische der Hyundai-Händler gehen, die in ihrem Kundenstamm Potenziale für das vergleichsweise hochpreisige Segment der Oberklasselimousinen sehen. "Der Genesis zeigt das, was wir können", erläutert Produktmanager Christian Löer nicht ohne Stolz, "und er gibt zudem einen Ausblick in unsere Zukunft." Er macht keinen Hehl daraus, dass es sich beim Genesis um kein europäisches Auto handelt. "In Korea und den USA ist der Genesis sehr erfolgreich", ergänzt er. Allein im vergangenen Jahr konnten in den USA fast 20.000 Fahrzeuge verkauft werden.

Die Gründe hierfür liegen nicht nur in seinem sehenswerten Äußeren begründet. Der Hyundai Genesis bietet für einen fairen Preis allen nur erdenklichen Luxus. Vier klimatisierte und vollelektrisch einstellbare Sitze sind ebenso serienmäßig wie ein Komplettpaket an Fahrerassistenzsystemen, üppige Platzverhältnisse und standesgemäßen Vortrieb. Hyundai Europe lässt seinen Landesverbänden keine Wahl und bietet den Genesis europaweit nur in einer Konfiguration an. Neben der vermeintlichen Vollausstattung gibt es unter der Motorhaube einen 3,8 Liter großen Sechszylinder mit Achtgangautomatik und serienmäßigem Allradantrieb. Das 4x4-Paket wurde zusammen mit Magna entwickelt und verteilt die Motorleistung variabel zwischen beiden Achsen. Der Direkteinspritzer bietet zwar keine Fahrleistungen wie der in Asien und den USA ebenfalls erhältliche Fünfliter-V8, aber genug um dynamisch unterwegs zu sein. Der V6-Sauger leistet 232 kW / 315 PS und bei 5.000 U/min ein maximales Drehmoment von 397 Nm. 0 auf 100 km/h schafft der Allradler in 6,8 Sekunden während die Höchstgeschwindigkeit bei ungewöhnlichen 240 km/h abgeregelt wird.

Ein Wunder an Sparsamkeit ist der Koreaner mit einem Normverbrauch von 11,6 Litern Super auf 100 Kilometern dagegen nicht und es besteht kein Zweifel daran, dass ein drehmomentstarker Sechszylinder-Diesel in der Oberklasselimousine vorzüglich passen würde. Doch für den kleinen europäischen Markt lohnt eine solche Entwicklung nicht und im Rest der Welt haben Diesel nach wie vor keine Ertragschance. Dabei kann der 3,8 Liter große Benziner allemal überzeugen. Und schließlich geht es Hyundai in erster Linie darum, auch in Europa zu zeigen, dass man weltweit mehr Modelle baut, als Klein- und Kompaktmodelle sowie SUV. Auf dem Heimatmarkt Korean gibt es den noch größeren Equus, der gegen MW 7er und Mercedes S-Klasse antritt.

Der unaufgeregte Motor passt zum überzeugenden Reisekomfort des Genesis. Die Achtgangautomatik schaltet weich im Hintergrund und so gewöhnt man sich selbst schnell an die gefühllose Lenkung es Koreaners. Die ist ebenso wie Motorelektronik, Getriebe und Fahrwerk in den drei Modi Eco, Normal und Sport auf Knopfdruck zu variieren. Wirklich groß sind die Unterschiede nicht und so sollte man die Fahrprogramme nicht nur für den Kunden besser inszenieren, sondern größer differenzieren. In keinem der Programme lässt sich das üppige Gewicht von über 2,1 Tonnen überspielen. Allzu hölzern federt der Hyundai Genesis über kleine Unebenheiten, obschon er größere Schläge deutlich komfortabler schluckt. "Das Auto wurde für den europäischen Markt komplett anders abgestimmt", unterstreicht Christian Löer, "wir haben das fahren hierbei um 180 Grad gedreht." Das war im edlen Innerraum nicht nötig, denn der gefällt, mit edlem Leder bezogen und offenporigen Hölzern verziert, auf allen Märkten. Elektromotoren schließen lautlos Türen, Dach, Fenster und die Heckklappe. Ein spezieller CO2-Sensor soll dafür sorgen, dass die Müdigkeit bei den Insassen keine Chance hat. Doch dafür sollte schon der sehenswerte Auftritt des Hyundai Genesis sorgen. Ein derartiges Paket für 65.000 Euro gibt es derzeit wohl nicht noch einmal.

Testwertung

3,5/5

Hyundai Genesis - Gleiter vor Deutschland-Premiere
Autoplenum

Gleiter vor Deutschland-Premiere Hyundai Genesis

Bisherige Ausflüge von Hyundai in die höheren Fahrzeugklassen verliefen – zumindest in Europa – bislang eher glücklos, zuletzt wurde Ende 2013 das Genesis Coupé vom europäischen Markt genommen. Doch ein halbes Jahr später sind die Koreaner wieder da: Auf der Auto Mobil International (AMI) in Leipzig feiert die Genesis Limousine ihre Deutschland-Premiere. Der luxuriöse Viertürer ist voraussichtlich ab Spätsommer in begrenzter Stückzahl in Deutschland erhältlich und soll zeigen, dass die aufstrebende Marke auch Premium kann. Preise will der Importeur erst auf der Messe bekanntgeben.

Der fast fünf Meter lange Gleiter will dank 3,01 Metern Radstand mit einem großzügigen Raumangebot und hochwertiger Inneneinrichtung punkten. Auch in Sachen Assistenzsysteme zeigt er sich auf dem aktuellen Stand der Technik: Als erstes Modell der Marke ist er mit einem autonomen Bremssystem ausgerüstet, das das Fahrzeug im Notfall selbstständig abbremst. Auf die in den USA erhältliche V8-Topmotorisierung mit 425 PS müssen europäische Kunden verzichten, aber auch die für Europa vorgesehene V6-Variante mit 315 PS verspricht souveräne Fahrleistungen – zumal der Genesis serienmäßig mit Achtgang-Automatik und Allradantrieb ausgestattet ist. Ein Verkaufsschlager wird das Korea-Flaggschiff angesichts der harten Konkurrenz hierzulande wohl kaum werden, aber wenn es ihm gelingt, das Image der Marke weiter zu verbessern, hat der Genesis seine Aufgabe schon erfüllt.

Hyundai wagt einen Neustart in den prestigeträchtigen Sphären des europäischen Automarktes. Die Koreaner bringen die Limousine Genesis zurück nach Europa und treten in der von deutschen Marken dominierten oberen Mittelklasse an.

Fazit

Hyundai wagt einen Neustart in den prestigeträchtigen Sphären des europäischen Automarktes. Die Koreaner bringen die Limousine Genesis zurück nach Europa und treten in der von deutschen Marken dominierten oberen Mittelklasse an.
Detroit Motor Show 2014: Hyundai unternimmt mit zweiter Generation des Genesis einen neuen Anlauf
auto-reporter.net

Detroit Motor Show 2014: Hyundai unternimmt mit zweiter Generation des Genesis einen neuen Anlauf

Hyundai ist weiter auf dem Weg nach oben, tut sich gleichzeitig aber nach wie vor im Oberklassen-Segment schwer. Doch die Koreaner geben natürlich nicht auf und machen mit der zweiten Generation des „Genesis" einen erneuten Anlauf, um in der Premium-Klasse besser Fuß zu fassen. Startpunkt: Die Detroit Motor Show.

Äußerlich ähnelt die neue Genesis-Generation der in 2013 ebenfalls in Detroit präsentierten Studie HCD-14 Concept . Besonderes Kennzeichen ist ein Singelframe-Kühlergrill, der unter anderem die neue Designsprache Fluidic Sculpture dokumentieren soll. (dpp-AutoReporter/hhg)