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Opel Meriva

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Opel Meriva

Opel-Produktoffensive - Der Meriva wird zum Crossland X
Autoplenum

Der Meriva wird zum Crossland X Opel-Produktoffensive

Gehofft hatten es viele, erwartet wohl eher wenige. Opel scheint langsam aus seinem Tief herauszufahren. Aus eigener Kraft, mit neuen Modellen, attraktivem Design und gutem Marketing. Der kleine Geländewagen Mokka verkauft sich wie geschnitten Brot und für den Astra, erst vor einem Jahr eingeführt, haben sich bereits 270.000 Kunden entschieden. Das Kompaktmodell gewann zudem den renommierten Titel „Auto des Jahres“. Zweifellos: Opel hat einen Lauf – und steht weiterhin auf dem Gaspedal.

„Ende nächsten Jahres wird Opel eine Marke mit völlig neuem Erscheinungsbild sein“, verspricht Karl-Thomas Neumann. Einigen Journalisten gestattete der Konzernchef kürzlich einen Blick auf jene Modelle, die 2017 zum Händler rollen.
Als größte Überraschung entpuppte sich dabei der Nachfolger des Meriva. Im B-Segment verlässt Opel die Klasse der Minivans und setzt stattdessen auf die trendigere Autogattung CUV (Crossover Utility Vehicle). Der Name Meriva bleibt  dabei logischerweise auf der Strecke. Das neue Fahrzeug heißt Crossland X. Opel will künftig in jedem relevanten Segment ein SUV oder CUV mit angehängtem X anbieten, um diese deutlicher von den herkömmlichen Modellen abzugrenzen. Der Mokka X machte dieses Jahr schon den Anfang.

Die Rüsselsheimer schätzen, dass in Deutschland CUVs schon bald einen Anteil von 20 Prozent haben werden, weil sie jene Kunden ansprechend, denen ein SUV zu maskulin daherkommt. Beim Blick auf den Crossland X fühlt man sich augenblicklich an den Opel Adam erinnert. Ähnlich wie Fiat seinen 500 zum 500 X aufgepumpt hat, wirkt auch das neue Opel-Derivat ein bisschen wie ein hochgelegter und gestreckter Adam. Der Crossland X hat eine Länge von rund 4,15 Meter, die Basismotorisierung bildet ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner. Allradantrieb gibt es nicht. Gebaut wird das Modell im spanischen Saragossa. Markteinführung soll im Sommer sein.

Oberhalb des Mokka X platziert Opel im nächsten Herbst im sogenannten C-Segment einen weiteren CUV. Für die Premiere steht die IAA in Frankfurt auf dem Plan. Der Name soll noch diesen Dezember bekannt gegeben werden. Die Modell-Strategie verläuft hier allerdings nicht analog zum Crossland/Meriva. Opel behält die Produktion des heutigen Zafira bei, spricht damit Familien an, denen es vor allem auf Platz und Vielseitigkeit ankommt. Der C-CUV wird zusammen mit dem jüngst vorgestellten Peugeot 3008 bei PSA in Frankreich vom Band laufen. Beide Fahrzeuge wurden in vielen Bereichen gemeinsam entwickelt. Wie der Peugeot so wird damit auch der Opel keinen Allradantrieb erhalten. Schwierige Situationen soll eine – je nach Untergrund – einstellbare Antriebsschlupfregelung meistern.

Neben den beiden neuen Crossover-Modellen schicken die Rüsselsheimer im Mai/Juni den Ampera-e an den Start. Den kleinen Fünfsitzer vermarktet Opel derzeit als „Reichweiten-Champion“. Kein Konkurrent im Segment kommt mit einer Batteriefüllung weiter. Nach EU-Norm sollen es 500 Kilometer sein. Für den realen Alltag gibt Projektleiter Ralf Hannappel immer noch stolze 380 Kilometer an.

Im Boden des Ampera-e steckt eine 60-kWh-Batterie mit einem Gewicht von 429 Kilogramm. Dadurch kommt der 4,17 Meter lange Fünftürer auf ein stolzes Gewicht von 1,616 Kilo. Zum Vergleich: Der BMW i3 mit seiner Karbon-Karosserie wiegt über 300 Kilogramm weniger. Gegenüber dem Schwestermodell Chevrolet Bolt, das die Mutter General Motors (GM) in den USA verkauft, wurde der Ampera-e deutlich fahraktiver abgestimmt, vor allem was die Lenkung angeht. Einen Preis nennt man in Rüsselheim derzeit noch nicht. Experten gehen jedoch davon aus, dass Opel aufgrund der großen Batterie mindestens 35.000 Euro aufrufen wird.

Um fast 10.000 Euro geringer wird dagegen der Einstiegspreis des neuen Flaggschiffs Insignia ausfallen. Die zweite Generation debütiert im März auf dem Genfer Autosalon. Hier drehen sich Fünftürer und Kombi gleichzeitig im Rampenlicht. Die klassische Stufenhecklimousine entfällt. Ihr Anteil lag bei unter drei Prozent. Über 80 Prozent der Kunden wählten beim Vorgänger den Kombi Sports Tourer. In Linie mit dieser Namensgebung trägt der fünftürige Insignia künftig „Grand Sport“ am Wagenheck. Der auf Abenteuer und Freizeit getrimmte Country Tourer soll in der zweiten Jahreshälfte 2017 in den Markt gehen.

Der Insignia, obwohl auf 4,90 Meter gewachsen, zeigt sich deutlich sportlicher, übernimmt Design-Elemente der Monza-Studie und wirkt gegenüber dem Vorgänger flacher, breiter und gleicht eher einem schnittigen, viertürigen Coupé. Zudem ließ Designchef Mark Adams dem Modell recht scharfe Radien ins Blech pressen, die selbst Audi-Ansprüchen in nichts nachstehen dürften.

Als neues Herz schlägt unter der Haube des jetzt bis zu 175 Kilogramm leichteren Insignia ein 165 PS starker 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner. Ihn wird es als Einstiegsvariante auch mit 140 PS geben. Darüber rangiert der Zweiliter-Turbo mit 250 PS, der ausschließlich mit Allradantrieb und Achtgangautomatik angeboten wird. Auf ein Doppelkupplungsgetriebe verzichtet Opel nach wie vor. Ebenso auf einen Plug-in-Hybrid. Bei den Dieselmotoren bleibt die Spreizung zwischen 110 und 170 PS. Zu hören ist, dass Ende nächsten Jahres ein 240-PS-Biturbo-Diesel folgen soll. OPC-Kunden will Opel mit rund 400 PS befriedigen.

Unter dem Motto „7in17“ startet Opel 2017 seine bislang größte Modelloffensive. Neben dem Flaggschiff Insignia und dem Elektroauto Ampera-e wird es auch zwei Crossover-Modelle geben, darunter auch den Meriva-Nachfolger mit allerdings neuem Namen.

Fazit

Unter dem Motto „7in17“ startet Opel 2017 seine bislang größte Modelloffensive. Neben dem Flaggschiff Insignia und dem Elektroauto Ampera-e wird es auch zwei Crossover-Modelle geben, darunter auch den Meriva-Nachfolger mit allerdings neuem Namen.

Testwertung

4,0/5

Ford B-Max 1.6 TDCi und Opel Meriva 1.6 CDTI: Klein im Wesen, groß im Raumangebot
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Ford B-Max 1.6 TDCi und Opel Meriva 1.6 CDTI: Klein im Wesen, groß im Raumangebot

Weil man ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen soll, lassen wir sie erst mal geschlossen und betrachten die kleinen Vans von außen. Trotz ähnlicher Grundform wirkt der Meriva länger und breiter als der Ford B-Max und ist es auch, streckt sich zwischen den Achsen auf 2,64 Meter, während sich der Ford mit dem Radstand des Fiesta (2,49 m) begnügt, auf dem er basiert. Das war schon beim Vorgänger Fusion so, der als etwas höherer Kleinwagen mit leicht angehobener Sitzposition nicht nur bei reiferen Jahrgängen viele Freunde und Käufer fand.

Ford B-Max mit 318 Liter Kofferraumvolumen
Im Prinzip bleibt der Ford B-Max diesem Konzept treu, bietet jedoch mehr Variabilität durch eine asymmetrisch geteilte Fondbank mit automatisch abtauchender Sitzfläche, wenn die Rückenlehne vorgeklappt wird. Arretiert man jetzt noch den Ladeboden in der höheren Stellung, entsteht eine fast ebene Fläche, auf der sich nach Umlegen der Beifahrerlehne selbst Surfbretter und Standuhren transportieren lassen. Mit 318 Litern fällt der Basis-Kofferraum jedoch eher knapp aus, und auch das Maximalvolumen (1.386 Liter) ist nicht eben üppig.Mehr Beachtung verdient jedenfalls das originelle Türkonzept, das zwar schon der Nissan Prairie in den 80er-Jahren hatte, das derzeit aber nirgendwo sonst zu finden ist. Denn zwischen den vorderen Klapp- und den hinteren Schiebetüren verzichtet der Ford B-Max auf einen fest stehenden Mittelpfosten, um einen bequemeren Einstieg zu ermöglichen. Das klappt allerdings nur, wenn beide Portale geöffnet sind, weil die Fondluke allein recht schmal geschnitten ist.Der Meriva setzt dagegen auf hinten angeschlagene Fondtüren, die erfreulich weit aufschwenken und sowohl das Beladen wie die Montage von Kindersitzen erleichtern. Doch sobald Passagiere in beiden Reihen gleichzeitig hinein- oder herauswollen, kann es eng zwischen den beiden Pforten werden. Eine spezielle Sicherheitsverriegelung verhindert übrigens das Öffnen während der Fahrt.

Mehr Platz im Opel
Auch bei der Interieur-Gestaltung hat Opel viel Grips investiert: Die drei Rücksitze lassen sich individuell vor- und zurückschieben, das schmalere Mittelstück absenken und die beiden äußeren nach innen rücken. So wird aus dem Fünf- ein komfortabler Viersitzer mit beachtlicher Bein- und Schulterfreiheit. In der getesteten Style-Version ist sogar eine verschiebbare Mittelkonsole mit Armlehne und 12-Volt-Steckdose für das Fond-Infotainment an Bord. Von den größeren Außenmaßen des Meriva profitieren die Insassen jedoch kaum, nur der Kofferraum (400 bis 1.500 Liter) und die Zuladung (506 statt 433 kg) bieten mehr Reserven. Gleiches gilt für die erlaubte Zuglast, denn Anhänger dürfen hier gut doppelt so viel wiegen wie beim Ford B-Max (1.200 statt 575 kg). Andererseits ist der Opel selbst auch 172 kg schwerer, was sich zunächst einmal durchaus positiv bemerkbar macht.Beim feineren Federungskomfort etwa und der erfreulich soliden, steifen Karosserie, die sogar auf schlechten Pisten keine Verwindungen oder Klappergeräusche erkennen lässt. Oder bei der ansehnlichen Materialqualität bis hin zu den weniger offensichtlichen Bereichen. Oder den großen, gut ausgeformten Sitzen, die speziell in der optionalen Ergonomie-Version nicht mal auf Langstrecken für Verdruss und Verspannungen sorgen.

Ford B-Max vermittelt Fahrspaß
All das gelingt dem Ford B-Max weniger überzeugend – genauso wie seiner Klimaanlage, den Innenraum im Sommer effizient zu kühlen und die Scheiben bei Feuchtigkeit beschlagfrei zu halten. Zu den weiteren Schwachpunkten gehört die komplizierte Bedienung des CD-Radios, das übrigens selbst in der gehobenen Titanium-Ausstattung 1.200 Euro extra kostet. Dann sind zwar USB und Bluetooth enthalten, aber das gilt auch für das neue IntelliLink-Infotainment von Opel für nur 370 Euro.Neben der Anbindung von Smartphones und externen Musik- oder Bildquellen ermöglicht das System zudem über Apps die Nutzung von Internetdiensten samt Spracheingabe. Für weitere 500 (Ford B-Max 430) Euro gibt es jeweils eine Navigationsfunktion, wobei das Meriva-Display den Routenverlauf klarer und detailreicher darstellt. Wegen ihrer mäßigen Übersichtlichkeit empfiehlt sich bei beiden die zusätzliche Bestückung mit Rückfahrkamera sowie Parkpiepsern rundum.Allerdings punktet der Ford B-Max schon beim Rangieren mit seinen knapperen Abmessungen, und spätestens auf kurvigen Landstraßen macht sich seine relative Leichtigkeit auch in einer größeren Leichtfüßigkeit bemerkbar. Mit seiner direkten, rückmeldungsstarken Lenkung und spontanen Reaktionen bis hin zum leicht drängelnden Heck vermittelt er mehr Fahrspaß als der etwas schwammige, träge Meriva, der zudem von seinem ESP rigoros eingebremst wird. Andererseits braucht dieser sowohl leer als auch beladen gut zwei Meter mehr, um aus 100km/h zum Stillstand zu kommen.

Ford B-Max mit Verbrauchsvorteil
Immerhin schlägt sein Gewichtshandicap nicht bei den Fahrleistungen durch, denn trotz gleichen Hubraums und identischer Leistung (95PS) ist der Opel-Diesel spürbar kräftiger. Statt 215Nm bei 1.750 Umdrehungen liegen seine 280Nm schon bei 1.500 Touren an, was ihm sowohl in der Beschleunigung wie beim Durchzugsvermögen im fünften Gang klare Vorteile bringt. Selbst im lang übersetzten Sechsten, der im Ford B-Max fehlt, spurtet er noch schneller von 80 auf 120km/h als sein Kölner Konkurrent in der fünften Fahrstufe.Die erhoffte Verbrauchssenkung durch den zusätzlichen Schongang und die serienmäßige Start-Stopp-Funktion bleibt jedoch aus. Obwohl beide im Norm-Zyklus mit 4,0 l/ 100 km gleichauf liegen, genehmigt sich der Meriva im Alltag einen halben Liter mehr pro 100 Kilometer (6,5 statt 6,0). Außerdem reagiert er weniger spritzig auf Gasbefehle, klingt etwas dröhnig und lässt sich nicht so leicht und exakt wie der Ford B-Max aus dem Handgelenk schalten, erfüllt aber bereits die Euro-6-Abgasnorm.

Vans auf Augenhöhe
Abgesehen von solchen Differenzen ist man in beiden Vans mit den 1,6-Liter-Dieselmotoren zumindest bei Beladung und auf Langstrecken viel entspannter als mit den vergleichbaren Benzinern unterwegs, wenngleich zu deutlich höheren Einstandspreisen. So kostet der 1.6 TDCi beim Ford B-Max glatte 2.300 Euro mehr als der 1.4-Saugmotor mit 90PS, beim Meriva 1.6 CDTI beträgt der Aufschlag zum 1.4 mit 100PS und Start-Stopp sogar 2.595 Euro. Da muss man lange fahren, bis der geringere Verbrauch den höheren Aufwand bei Anschaffung und Fixkosten wieder ausgleicht.Weitgehend ausgeglichen ist am Ende die Bilanz der beiden Rivalen, allerdings mehr in der Summe als im Detail. So verdient der Ford B-Max immer dann den Vorzug, wenn es in erster Linie ein agiler, handlicher und sparsamer Kleinwagen mit einem Plus an Platz und Variabilität sein soll. Wenn aber ein echter Van mit gediegenem Komfort, Qualität und Reisetauglichkeit gefragt ist, erweist sich der flexible, geräumige Opel als überzeugendere Alternative.

Testwertung

3,5/5

Opel Meriva Innovation 1.6 CDTI 110 PS - Freund junger Familien
Autoplenum

Opel Meriva Innovation 1.6 CDTI 110 PS - Freund junger Familien

Der Opel Meriva fällt durch seine interessante Tür-Technik auf und überzeugt als Ganzes. Er ist praktisch, bequem und nicht zu teuer.

Ein Auto sollte, wie auch ein Mensch, ganzheitlich betrachtet werden. Soll heißen, ob da jetzt ein Stern, ein Tier und oder ein Blitz in der Front sitzt, sollte auf der Suche nach einem geeigneten Fahrzeug eigentlich egal sein. Doch so, wie es einem Kassenpatienten bei einem niedergelassenen Arzt ergeht, bleibt auch einem Auto kaum die Zeit, seinen potenziellen Käufer so richtig zu überzeugen. Vor allem, wenn der Autosuchende bereits vorurteilsbehaftet in den Ausstellungsraum hineintrabt. Der Opel Meriva ist solch ein automobiler Kassenpatient. Auf den ersten Blick ok, doch ist und bleibt er ein Rüsselsheimer. Preisorientierte Kunden, die auf eine europäische Marke Wert legen, wagen vielleicht auch einen zweiten Blick. Und genau da punktet er. Besonders junge Familien mit kleinen Kindern oder sogar Babys werden sich seinem Bann kaum noch entziehen können.

Das Kennenlernen beginnt mit einem ersten Fehlgriff. Denn der Einlass zum Fond, oder besser gesagt zur Verwahrstelle des Nachwuchses, ist irgendwie anders, als gewohnt. Kein Wunder, sind die hinteren Türen gegenläufig angeschlagen - auf eine B-Säule wurde hingegen nicht verzichtet. Der Vorteil ist schnell erklärt. Das Einsteigen wird dank der fast 90 Grad öffnenden Türen vereinfacht und es muss nach dem ebenfalls erleichterten Anschnallen der wertvollen, wenn auch vielleicht schreienden Fracht, nicht erst umständlich um die vordere Tür herumgegangen werden. Dass die hintere Tür einen Knick in ihrer Optik, beziehungsweise Schulterlinie aufweist, hat einen Grund. Nein, der Designer hat sich nicht ausversehen gegen sein Tonmodell gelehnt und die Karosseriebauer haben den Vorlagen-Tonblock gedankenlos in Stahl gegossen. Kleinkinder sind die Nutznießer dieses Knicks. Denn auf diese Weise ist in Zeiten der immer geringer werdenden Fensterflächen auch für sie ein Herausschauen möglich - und das Spiel "Ich sehe was, was Du nicht siehst" endet nicht zwangsläufig mit der Antwort "Türgriff".

Überhaupt ist der Innenraum sehr auf eine hohe Praktikabilität ausgelegt. Die Rücksitze lassen sich sowohl längs als auch quer verschieben. Durch ihr einfaches Umklappen werden bis zu 1.500 Liter an Gepäckraumvolumen geschaffen und auch die vorderen Sitze sind stets bequem. Die recht kurze Beinauflage lässt sich durch das Herausziehen eines Sitzelementes sogar noch erweitern. Störend fällt eigentlich nur die Knopfflut in der Mittelkonsole auf. Zudem werden Personen, die über ein gewisses Maß an Taktgefühl verfügen, beim Abbiegen eine Blinker-Rhythmus-Störung wahrnehmen. Allerdings ist diese lediglich akustisch bedingt. Der Fahrtrichtungsanzeiger selbst funktioniert einwandfrei. Mit der Schalter-Anordnungs-Philosophie aus dem Hause Opel ersteimal angefreundet - die Lenkradheizung wird am unteren Ende der Mittelkonsole aktiviert - treten im Normalfall keine Fragen auf. Selbsterklärend wird sich auf dem sieben Zoll großen Bildschirm durch das Infotainmentsystem gearbeitet. Und wenn das Navigationssystem nicht gerade einen schlechten Tag erwischt hat und die Fahrt nach einer Kurve in einer Sackgasse enden lässt, wirkt es insgesamt sehr zielführend.

Mit einem Blick auf den Tempo 240-Warnaufkleber neben dem Schalthebel für das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe, kann die Fahrt auf den 17 Zoll-Winterreifen losgehen. Allerdings wird nicht nur im Winter, sondern zu allen vier Jahreszeiten die Fahrt bei realen 185 Kilometer pro Stunde enden. Das Aufleuchten von 199 km/h im zweifarbigen Display zwischen dem Drehzahlmesser und dem Tachometer bei einer flotten Bergabfahrt darf dennoch stillschweigend und stolz hingenommen werden - der Abweichung sei Dank. Auf der Autobahn zeigt sich die Stärke des Opel Meriva Innovation 1.6 CDTI mit 110 PS. Die Federung ist komfortabel, bietet gleichzeitig aber einen sehr guten Kontakt zur Straße. Was in der Stadt auf Kopfsteinpflastern, Schlaglöchern und Straßeneinbauten zu hart erscheint, ist hier nahezu perfekt abgestimmt. Im Zusammenspiel mit den sehr guten Sitzen steht einer langen Fahrt nichts im Wege. Selbst auf Brücken mit ordentlichem Seitenwind bleibt der 4,30 Meter lange Mini Van spurstabil und sicher. Die Lenkung ist zu jeder Zeit präzise und leicht zu bedienen.

Wer sich für die 24.080 Euro teure Top-Ausstattungsvariante Innovation des mit einem 1,6 Liter großen Vierzylinder-Dieselmotor ausgestatten Opels entscheidet, fährt im Prinzip nicht schlecht. Lediglich der selbst von der Autoindustrie verfluchte Normverbrauch wirft ein zu gutes Licht auf den Kinder-Transporter. Denn wer das ganze Potenzial des 1.518 Kilogramm schweren Meriva auskostet, darf sich über rund sechs Liter Diesel anstatt der angegebenen vier Liter nicht beschweren. Dafür stehen ihm aber auch 300 Newtonmeter Drehmoment an der Vorderachse zur Verfügung, die bei artgerechter Behandlung richtig viel Spaß machen können. Die 12,5 Sekunden bis Tempo 100 revidieren den sportlichen Charakter zwar ein wenig, doch zeigt der Opel bis 160 Kilometer pro Stunde einen mehr als ausreichenden Durchzug.

Testwertung

4,0/5

Ford C-Max 2.0 TDCI vs. Opel Meriva 1.6 CDTI: Alltags-Helden im Vergleich
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Ford C-Max 2.0 TDCI vs. Opel Meriva 1.6 CDTI: Alltags-Helden im Vergleich

Eigentlich hätten sie ja einen Orden verdient, einen jährlichen Feiertag oder zumindest ein kleines Fest. Einen Tag, an dem wir sie nicht nur beladen, beschmutzen oder befingern und ansonsten weitgehend ignorieren, sondern einfach mal waschen, streicheln und von Herzen Danke sagen. Sie mit Blumen schmücken und mit ihnen raus an den großen See fahren, wo ihr Motor uns Wärme zum Grillen schenkt (ja, geht wirklich) und ihre geöffnete Heckklappe Schutz vor der Sonne. Das sollten sie uns schon wert sein, die Kompakt-Vans als verkannte Helden des Alltags. Wir müssten uns sogar vor ihnen verbeugen, gerade weil sie von uns keine tägliche Erniedrigung verlangen. So bietet der Opel Meriva mit seiner Scheitelhöhe von 1,62 Meter und den hinten angeschlagenen Fondtüren einen ähnlichen Einstiegskomfort wie der mondäne, gut 16 Mal so teure Rolls-Royce Phantom und ein praktisches Alleinstellungsmerkmal unter den fünfsitzigen Raumwagen. Der Rivale von Ford begnügt sich dagegen mit normalen Portalen, lässt sich aber ebenfalls ganz entspannt entern. Seine acht Zentimeter größere Länge ergibt zudem mehr Stauraum (471 bis 1.723 statt 400 bis 1.500 Liter) sowie ein luftigeres Raumgefühl, während der Meriva mit etwas mehr Bein- und Kopffreiheit im Fond kontert. Daneben wirkt er in Material- und Detailqualität insgesamt hochwertiger als der Ford C-Max mit seinen vielfarbigen, teils scharfkantigen Kunststoffen und der billigen Laderaumauskleidung.

Ergonomiesitze im Opel Meriva
Etwas Feinschliff könnten ebenfalls die flexiblen, im Verhältnis 40:20:40 geteilt, umklappbaren Komfortsitze im Fond des Ford C-Max (230 Euro extra) vertragen, weil sich die beiden äußeren nur mit Geschick und Kraftaufwand einige Zentimeter zurück- und nach innen verschieben lassen. Zuvor muss noch das schmale Mittelstück nach hinten geschwenkt werden, was den Kofferraum verkleinert. Im Opel Meriva kann man dagegen die drei serienmäßigen Einzelsitze vor- und zurückschieben, und in der Lounge-Stellung für maximale Rekelfreiheit beschneidet das gefaltete Mittelteil nicht zusätzlich das Gepäckabteil.Auch vorne fühlt man sich dank der niedrigeren Sitzposition und der bequemen Ergonomiesitze (390 Euro für den Fahrer) besser ins Auto integriert als im Ford C-Max, dessen kleine, dicht gedrängte Anzeigen im fülligen Cockpit sich schlechter ablesen lassen als die großen Instrumente des Opel. Und obwohl beide mit verwirrend vielen fitzeligen Tasten in der Mittelkonsole irritieren, gelingt die Bedienung im Opel Meriva dank der neuen Entertainment-Einheit IntelliLink (serienmäßig bei der Ausstattungslinie Innovation, mit Navi-System 500 Euro) leichter und intuitiver. Neben der Bluetooth-Anbindung von Smartphones und externen Musik- oder Bildquellen ermöglicht sie über Apps auch die Nutzung von Internetdiensten und eine mit Apple-Produkten kompatible Spracheingabe. Außerdem bietet der große hochauflösende Bildschirm eine klare, detailreiche Kartendarstellung, während man sich auf dem winzigen Monitor des Ford C-Max kaum einen Überblick über den Straßenverlauf und die Umgebung verschaffen kann.

Ford C-Max bietet mehr Fahrspaß
Dabei sind gerade kurvige Straßen das Revier des Ford C-Max, denn dort zaubert er seinem Fahrer ein Lächeln ins Gesicht. Obwohl die Karosserie relativ weich gefedert ist und sich in Kurven spürbar zur Seite neigt, vermittelt er mit seiner ausgeprägten Handlichkeit und der rückmeldungsstarken Lenkung viel Fahrspaß. Dass die gefühlte Leichtfüßigkeit und Sicherheit auf einer realen Grundlage beruht, zeigen spätestens das völlig problemlose Kurvenverhalten und die guten Messwerte bei den Fahrversuchen.Im direkten Vergleich mit dem Ford C-Max wirkt der straffere Opel Meriva nicht ganz so entspannt. Er untersteuert stärker und scharrt schnell mit den Vorderrädern, wird dann vom ESP oft unnötig heftig eingebremst. Zudem lässt er mehr kurze Stöße und Windgeräusche zu den Insassen durch, mit seiner etwas sterilen, indirekten Lenkung aber wenig Agilität aufkommen.

Ford C-Max gewinnt den Vergleich
Einen echten Fortschritt markiert hingegen sein neuer 1,6-Liter-Turbodiesel mit 136PS und 320Nm, der kultivierter als der alte 1,7-Liter-Vierzylinder arbeitet und die Euro-6-Abgasnorm erfüllt. Trotz des geringeren Hubraums fühlt er sich kräftig und erwachsen an, nimmt schon im Drehzahlkeller sauber Gas an und bringt den 1,5-Tonner munter voran. Dafür verlangt er nur einen bescheidenen Tribut, konsumiert bei schonender Fahrweise um fünf Liter pro 100 km; im Testmittel sind es 6,8 Liter Diesel.Das etwas leistungsstärkere Zweiliter-Triebwerk des Ford C-Max – ohne Start-Stopp-Automatik – schluckt immerhin 0,3 Liter mehr und beschleunigt in höheren Gängen deutlich langsamer, hält sich allerdings akustisch stärker zurück. Außerdem ist es eine wahre Freude, den griffgünstig platzierten Hebel des Sechsganggetriebes aus dem Handgelenk durch die klar definierten Schaltgassen zu führen. Diese Präzision und Leichtigkeit erreicht die Meriva-Box nicht.Auch bei der Sicherheitsausstattung offenbart der renovierte Opel Meriva weiterhin Defizite. So kommt er bei einer Vollbremsung aus 100km/h erst rund zwei Meter später zum Stillstand als der Ford C-Max, und auf lichtstarke Xenon-Scheinwerfer muss man beim Meriva ebenso verzichten wie auf ein Automatikgetriebe, eine elektrisch betätigte Heckklappe und diverse Fahrerassistenzsysteme, die beim C-Max zumindest optional geliefert werden.Im Gegenzug stehen feine Extras wie Lenkradheizung oder ein ins Heck integrierter Fahrradträger in der Meriva-Preisliste. Weitere Pluspunkte sammelt er durch niedrigere Anschaffungs- und Unterhaltskosten. Am Ende haben sich zwar beide ihren Orden redlich verdient, doch der Ford C-Max darf sich zusätzlich mit dem Lorbeerkranz des Siegers schmücken.

Fahrbericht Ford C-Max2.0 TDCi und Opel Meriva 1.6 CDTI: Welcher Van ist der Familienheld?
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Fahrbericht Ford C-Max2.0 TDCi und Opel Meriva 1.6 CDTI: Welcher Van ist der Familienheld?

Warum nur der Platz? Oder die Variabilität? Oder die Sitzposition? Vielleicht das beste Argument für einen Van ist, dass man sich vor ihm nicht erniedrigen muss. Denn mit seiner Scheitelhöhe von 1,62 Metern und den hinten angeschlagenen Fondtüren bietet der Opel Meriva einen ähnlichen Einstiegskomfort wie der mondäne Rolls-Royce Phantom und ein praktisches Alleinstellungsmerkmal unter den kleinen Raumwagen.

Opel Meriva mit acht Zentimetern mehr Länge Der Rivale von Ford begnügt sich dagegen mit normalen Portalen, lässt sich aber ebenfalls ganz entspannt entern. Seine acht Zentimeter größere Länge erlaubt zudem mehr Stauraum (471 bis 1.723 statt 400 bis 1.500 Liter), während der Opel Meriva mit dem luftigeren Raumgefühl sowie etwas mehr Bein- und Kopffreiheit im Fond kontert. Daneben wirkt er in Material- und Detailqualität insgesamt hochwertiger als der Ford C-Max mit seinen vielfarbigen, teils scharfkantigen Kunststoffen und der billigen Laderaumauskleidung. Auch dessen flexible, im Verhältnis 40:20:40 portionierte Komfortsitze im Fond (230 Euro extra) könnten etwas Feinschliff vertragen, weil sich die beiden äußeren nur mit Geschick und Kraftaufwand einige Zentimeter zurück- und nach innen verschieben lassen. Zuvor muss noch das schmale Mittelstück nach hinten geklappt werden, was den Kofferraum verkleinert. Im Meriva kann man dagegen die drei serienmäßigen Einzelsitze vor- und zurückschieben, und in der Lounge-Stellung für maximale Rekelfreiheit benötigt das gefaltete Mittelteil keinen zusätzlichen Platz. Auch vorne fühlt man sich im Opel Meriva dank der niedrigeren Sitzposition und der bequemen Ergonomiesitze (295 Euro) besser ins Auto integriert als im Ford, dessen dicht gedrängte Anzeigen im fülligen Cockpit sich schlechter ablesen lassen als die großen Instrumente des Meriva. Und obwohl beide mit verwirrend vielen und kleinen Tasten in der Mittelkonsole irritieren, gelingt die Bedienung im Opel dank der neuen Entertainment-Einheit IntelliLink (Serie bei Innovation, mit Navi-System 500 Euro) leichter und intuitiver.

Mehr Fahrspaß im Ford C-Max Neben der Bluetooth-Anbindung von Smartphones und externen Musik- oder Bildquellen ermöglicht sie über Apps auch die Nutzung von Internetdiensten und eine mit Apple-Produkten kompatible Spracheingabe. Außerdem bietet der große, hochauflösende Bildschirm im Opel Meriva eine klare, detailreiche Kartendarstellung, während man sich auf dem kleinen Monitor des C-Max kaum einen Überblick über den Straßenverlauf und die Umgebung verschaffen kann. Dabei sind gerade kurvige Straßen das Revier des Ford-Vans. Obwohl der Ford C-Max etwas weicher gefedert ist und die Karosserie stärker wankt, vermittelt er mit seiner rückmeldungsstarken Lenkung und spontanen Reaktionen mehr Fahrspaß als der straffere, kräftig untersteuernde und vom ESP rigoros eingebremste Opel Meriva. Der lässt zudem kurze Stöße und Windgeräusche zu den Insassen durch, aber mit seiner etwas sterilen, indirekten Lenkung und Traktionsschwächen wenig Agilität aufkommen. Einen echten Fortschritt markiert hingegen sein neuer 1,6-Liter-Turbodiesel mit 136PS und 320Nm, der kultivierter als der alte 1,7-Liter-Vierzylinder arbeitet und die Euro-6- Abgasnorm erfüllt. Trotz des kleineren Hubraums fühlt sich der Opel Meriva kräftig und erwachsen an, nimmt schon im Drehzahlkeller sauber Gas an und bringt den 1,5-Tonner munter voran. Beim Verbrauch hält er sich dagegen erfreulich zurück, konsumiert bei schonender Fahrweise um fünf Liter pro 100 km; im Testmittel sind es 6,8 Liter Diesel. Das Zweiliter-Triebwerk des Ford – ohne Start-Stopp-Automatik – schluckt immerhin 0,3 Liter mehr und nimmt sich beim Durchzug in höheren Gängen deutlich mehr Zeit, hält sich aber akustisch noch stärker zurück. Außerdem ist es eine wahre Freude, den griffgünstig platzierten Hebel des Sechsganggetriebes aus dem Handgelenk durch die präzisen Schaltgassen zu führen. Diese Leichtigkeit erreicht die Opel-Meriva-Box nicht. Auch bei der Sicherheit offenbart der renovierte Opel Meriva weiterhin Defizite. So kommt er bei einer Vollbremsung aus 100km/h erst rund zwei Meter später zum Stillstand als der Ford, und auf lichtstarke Xenon-Scheinwerfer muss man beim Meriva ebenso verzichten wie auf ein Automatikgetriebe und diverse Fahrerassistenzsysteme, die beim C-Max zumindest optional geliefert werden. Im Gegenzug stehen feine Extras wie Lenkradheizung oder ein ins Heck integrierter Fahrradträger in der Opel-Meriva-Preisliste. Weitere Pluspunkte sammelt er durch niedrigere Anschaffungs- und Unterhalts- kosten sowie die günstigere Umweltbilanz. Doch am Ende bleibt dem Opel eine Verneigung vor dem Ford nicht erspart – allerdings um nicht viel mehr, als es dessen einen Zentimeter größerer Scheitelhöhe entspricht.

Opel Meriva 1.6 CDTI im Fahrbericht: Diesel-Van mit neuem Vierzylinder
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Opel Meriva 1.6 CDTI im Fahrbericht: Diesel-Van mit neuem Vierzylinder

Um viel unterbringen zu können, bedarf es nicht immer viel Raum. Es kann schon genügen, selbigen optimal auszunutzen, wie etwa im Opel Meriva. Für den ungewöhnlichen, Anfang des Jahres dezent modifizierten Kompakt-Van gibt es nun eine weitere Version des modernen 1,6-Liter-Dieselmotors. Sie leistet 110 statt 136PS und kostet mit 22.300 Euro exakt 1.050 Euro weniger als die stärkere Ausführung.

Opel Meriva mit 1.500 Litern Ladevolumen
In Verbindung mit dem präzisen Sechsgang-Handschaltgetriebe reicht das für angemessenen Vortrieb. Beim Anfahren dröhnt der ansonsten laufruhige Vierzylinder zwar etwas, das schwindet jedoch oberhalb von 2.000 Touren. Da das maximale Drehmoment von 300 Newtonmetern bereits ab 1.750/min anliegt, lässt sich der Opel Meriva angenehm niedrigtourig fahren, wenngleich die Gänge recht lang übersetzt sind, was besonders ab der vierten Fahrstufe spürbar wird. Davon profitiert allerdings der Verbrauch, der bei 6,7 Litern lag. Wirklich agil wirkt der Opel Meriva jedoch nicht. Durch das flach stehende Lenkrad und die geringe Servounterstützung reagiert der 1,6-Tonner besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten eher schwerfällig. Hier wäre eine leichtgängigere Lenkung wünschenswert. Auch die Übersichtlichkeit der kompakten Karosserie könnte besser ausfallen. Zudem decken die kleinen Außenspiegel den toten Winkel nicht ausreichend ab, und die massive B-Säule versperrt beim Schulterblick die Sicht. Die Stärken des Opel Meriva liegen an anderer Stelle, und zwar in erster Linie im variablen Innenraum. Leichtgängig verschiebbar sind die äußeren Rücksitze und vergrößern die Ladetiefe so um einige Zentimeter. Der mittlere Sitz steht zwar fest, klappt zum Durchladen jedoch mit einem Handgriff um. Ebenso einfach wird durch Umlegen der kompletten Rückbank der hintere Teil des Meriva zur ebenen Ladefläche. 1.500 Liter stehen dann zur Verfügung. Fondpassagiere können außerdem bequem durch die gegenläufig öffnende Fondtüren – die Opel-Meriva-Spezialität – einsteigen, während die abgeflachten Sitzkanten und die massiven Haltegriffe den Zustieg erleichtern. Beinfreiheit gibt es reichlich, einzig der seitliche Dacheinzug kann größere Passagiere stören. Bei aufrechter Rückbank beschränkt sich das Ladevolumen unter der Abdeckung auf 400 Liter. Vorn nehmen die Passagiere im Opel Meriva auf bequemen Sitzen Platz. Sie tragen zum guten Fahrkomfort bei, da sie nahezu alle Unebenheiten absorbieren, die das recht straffe Fahrwerk durchlässt. Optional gibt es noch körpergerechtere Ergonomiesitze (ab 390 Euro). Extrageld verlangt Opel auch für den USB-Anschluss, der praktischerweise in die dreistufige Mittelkonsole integriert ist. Zudem gibt es ihn nicht einzeln, sondern nur als Teil des CD 400 Plus, das für die Basisversion Edition 200 Euro kostet.

Testwertung

3,5/5

Opel Meriva 1.4 ecoFLEX im Fahrbericht: Nur zur Information
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Opel Meriva 1.4 ecoFLEX im Fahrbericht: Nur zur Information

An dieser Stelle begrüßen wir herzlich unsere Leser aus den Benelux-Staaten und bitten um Entschuldigung, den Autosalon von Brüssel derart vergessen zu haben. Dabei gab es dort nicht eine, nicht zwei, nicht drei, nein, vier Weltpremieren: den neuen Nissan Qashqai, das Facelift des Renault Mégane Cabrio, den Toyota Verso als 1.6 Diesel und – als sei das nicht schon atemberaubend genug – auch den modellgepflegten Opel Meriva. Gut dreieinhalb Jahre nach dem Start bekommt der ein wenig Chrom um Kühlergrill, Nebelscheinwerfer und Türrahmen (nur Innovation), dazu LED-Heckleuchten, modifizierte Getriebe, ein neues Infotainment und … das war’s.

Opel Meriva behält eigenwilliges Türkonzept Höflich formuliert gefährden die sachten Änderungen nicht den Werterhalt der ungelifteten Modelle. Tiefgreifenderes war aber nicht nötig, immerhin zählt der Opel Meriva B unter den kleinen Vans zu den besonders variablen. Deshalb bleibt es beim Konzept mit der Rückbank, die sich geteilt längs verschieben lässt – oder zu einer Zweiercombo mit mehr Ellenbogen- und Kniefreiheit umrücken, wenn der durchaus erwachsenentaugliche mittlere Sitz nach unten abtaucht. Selbstverständlich bewahrt der Opel Meriva auch sein auffälligstes Alleinstellungsmerkmal: die hinten angeschlagenen Fondtüren. Wobei auch nach dreieinhalb Jahren nicht so ganz klar ist, worin genau deren Vorteil liegt. Manche Passagiere mögen den Einstieg in den Fond durch diese schmalen Türen bequemer finden, doch beim Kindersitzeinbau oder dem Anschnallen der Kleinen bringen sie keinen Vorteil. Parkt der Opel Meriva eng neben einem anderen Auto, ist es zudem ein ziemliches Gedränge zwischen den Türschlägen, wenn Front- und Fondbesatzung gleichzeitig aussteigen. Vorzüge und Nachteile dürften sich etwa die Waage halten.

Ladevolumen fällt zu knapp aus Unstrittig dagegen ist, dass der flache Kofferraum mit gerade mal 400 Liter Standardvolumen für ein Familienauto viel zu knapp ausfällt. Schon ein normaler Kinderwagen braucht das Ladeabteil komplett auf. Raumeffizienz zählt nicht zu den großen Stärken des Opel Meriva, der sich mit einer Länge von 4,30 Metern bereits in die Kompaktklasse reckt. Zwar gibt es hinten viel Knieraum, aber vorn engt der wuchtige Armaturenträger Fahrer und Beifahrer ein. Dass drinnen nur vergleichsweise wenig Platz bleibt, liegt auch am langen Vorbau, der zudem die Übersichtlichkeit einschränkt. Daran ändert selbst die hohe Position der seitenhaltstarken, sehr bequemen, vielfach verstellbaren AGR-Optionssitze (685 Euro für Fahrer und Beifahrer) nichts. Immerhin ist die Bedienung nun überschaubarer und eingängiger, vor allem wegen des neuen Infotainments namens Intellilink. In der teuersten Ausstattungsversion Innovation ist das Grundsystem serienmäßig, lässt sich mit zwei Navigations- und Entertainmentpaketen (bis hin zum Anschluss von Tablet-Computern) aufrüsten. Obwohl die Sprachbedienung beim Opel Meriva mitunter etwas schwerhörig reagiert und die Freisprecheinrichtung rauscht, insgesamt funktioniert alles nun besser, leichter und schneller.

Modellpflege des Opel Meriva durchaus gelungen Das gilt gleichermaßen – und mit dieser rumpeligen Überleitung landen wir im Antriebskapitel – für das Getriebe. Insgesamt 50 Millionen Euro investierte Opel in die Fünf- und Sechsgangboxen, denen die Ingenieure nun endlich das Hakeln abgewöhnt haben. So lässt sich der Opel Meriva leicht und präzise schalten, zudem passen die Anschlüsse besser zur Leistungscharakteristik des 1,4-Liter-Turbobenziners. Der Vierzylinder ist der beliebteste Motor im Opel Meriva-Stall, entwickelt 120PS und 175Nm, dreht eher unbegeistert, wuchtet den Opel Meriva im Gegensatz zum schlappen 1.400er-Sauger mit 100PS ausreichend temperamentvoll voran. Für weite Strecken passt auch der Komfort des Vans, der über kurze Unebenheiten stolpert, lange Wellen dafür gekonnt wegsteckt. Nach der durchaus gelungenen Modellpflege zählte der Opel Meriva also zu Recht zu den Brüsseler Spitzen.

Opel Meriva 1.6 CDTi im Fahrbericht: Hochvariabler Diesel-Van
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Opel Meriva 1.6 CDTi im Fahrbericht: Hochvariabler Diesel-Van

Man muss den gelifteten Opel Meriva schon neben ein älteres Modell stellen, um die Unterschiede zu erkennen. Sie bestehen in mehr Chrom im vergrößerten Kühlergrill, neu gestalteten Scheinwerfern (auf Wunsch mit LED-Tagfahrlicht, Kurven- und Abbiegelicht), Chromleisten unter den Seitenfenstern sowie 17 oder gar 18 Zoll messenden Leichtmetallrädern im neuen Design.

Opel Meriva 1.6 CDTi mit 136PS Doch spannender ist es unterm Blech des Opel Meriva, das wie gehabt üppig Platz für vier bis fünf Personen bietet und einen durch vielfach verschiebbare Sitze und clevere Umklappmechanismen hochvariablen Innenraum bietet. Eine wichtige Neuerung sitzt unter der gewölbten Motorhaube und ist schon aus größeren Opel-Modellen bekannt – der 1,6-Liter-Diesel mit 136PS. Der Opel Meriva 1.6 CDTi ist nicht nur sauber nach Euro 6-Norm und mit einem Normverbrauch von 4,4 Litern erwähnenswert sparsam (noch knauserigere Versionen mit 110PS folgen im Sommer). Sondern er läuft auch erheblich kultivierter als der etwas nölige 1,7-Liter mit 130PS, den er nun aufs Altenteil verbannt. Und da das mit dem leisen, im Opel Meriva ohne störendes Turbophlegma kräftig loslegenden Leichtmetallmotor verblockte Schaltgetriebe tiefgreifend optimiert wurde, gehen Gangwechsel nun ohne störendes Haken mit geringem Kraftaufwand von der Hand. Die optimierten Getriebe kommen bei sämtlichen Motorversionen des komfortablen Opel Meriva zum Einsatz, zu denen auch ein LPG-Modell für den Flüssiggasbetrieb gehört. Hinzu kommen neue Multimedia-Lösungen. IntelliLink heißen die mit oder ohne Festplatten-Navigation lieferbaren CD-Radios, die sich bereitwillig per Bluetooth mit Smartphones koppeln lassen, Digitalradio empfangen, SMS vorlesen und eine problemlose Sprachbedienung von Apple-Geräten erlauben sollen. Die Zahl der Tasten in der Mittelkonsole wurde deswegen allerdings nicht geringer.

Ford C-Max 2.0 TDCi und Opel Meriva 1.6 CDTI: Zwei Kompaktvans im Fahrbericht
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Ford C-Max 2.0 TDCi und Opel Meriva 1.6 CDTI: Zwei Kompaktvans im Fahrbericht

Es gibt Phasen im Leben, da ist gepfiffen auf die Dynamik und das Prestige eines Sportwagens. Die ersten Jahre nach der Familiengründung zählen dazu. Und, ja, auch der Herbst des Lebens, wenn Platz und bequemes Aussteigen wichtiger sind als ein aufregendes Design. Ford empfiehlt für diesen Lebensabschnitt seinen kompakten Van C-Max, Opel dagegen den Meriva. Dass der wie 2013 auch künftig Bestseller seiner Klasse bleibt, soll nun eine Modellpflege sicherstellen.

Opel Meriva mit mächtigerem Kühlergrill Dabei verzichtete Opel weitgehend auf Änderungen an der Karosserie. Die geschwungenen Fensterunterkanten des Opel Meriva ziert nun eine verchromte Leiste, dafür entfiel der Glanz an den Türgriffen; sie sind nun komplett in Wagenfarbe lackiert. Der Kühlergrill wurde mächtiger und strahlender, zudem gibt es renovierte Stoßfänger und Scheinwerfer, die auf Wunsch auch ohne teure Xenon-Brenner LED-Tagfahrlicht, Kurven- und Abbiegelicht liefern. Am Heck des Opel Meriva fallen modifizierte Rückleuchten mit einer neuen Grafik auf. Wie die Tagfahrlicht-Leuchtdioden vorn tragen sie den markentypischen Schwung, der ein bisschen an den Nike-Haken erinnert. Daneben bringt die Modellpflege neu gestaltete Sitzbezüge und Räder bis hin zu 18 Zoll Durchmesser, mit denen der schlechtere Komfort automatisch mitbezahlt wird. Alles schön und gut, denken Sie, aber muss da nicht noch mehr kommen? Kommt ja auch. Anders als beim Ford C-Max allerdings keine Extras wie Spurhalte- oder Spurwechselassistenten, sondern ein optimiertes Schaltgetriebe, in das die Rüsselsheimer 50 Millionen Euro investierten. Gangwechsel forderten ja bisher ein wenig Nachdruck, ohne dass man dafür mit herausragender Präzision entschädigt wurde. Nun lässt sich der kurze Hebel des Opel Meriva spürbar leichter durch die Gassen bewegen. An das Niveau der Sechsgangbox des Ford C-Max kommt der Meriva aber noch nicht ganz heran.

Fahrer im Opel Meriva durch tiefere Sitzposition besser integriert Dafür sitzt man angenehmer im Opel Meriva, denn der Fahrer ist durch eine tiefere Sitzposition besser ins Auto integriert. Zudem ist das Armaturenbrett des Ford C-Max recht füllig ausgefallen. Es türmt sich ein wenig auf vor Fahrer und Copilot und steht damit einem luftigen Raumgefühl à la Opel Meriva im Wege. Auch hinten Vorteil für Opel: Mehr Beinfreiheit (dazu kommen wir später noch einmal) und vor allem mehr Abstand vom Kopf zu den seitlichen Dacheinzügen machen den Unterschied aus. An den großen Instrumenten, die sich besser ablesen lassen als die kleinen Uhren des Ford C-Max, hat Opel nichts verändert. Auch die vielen Tasten in der Mittelkonsole sind erhalten geblieben. Neu ist dagegen die Multimedia-Technik in Form der Entertainment- und Navigations-Generation IntelliLink. Sie ermöglicht die Bluetooth-Anbindung von Smartphones und externen Musik- oder Bildquellen im Opel Meriva, über Apps die Nutzung von Internetdiensten und eine mit Apple-Produkten kompatible Spracheingabe.

Mehr Bedienkomfort im Opel Meriva Zu erkennen gibt sich diese Generation durch einen großen, hochauflösenden Bildschirm, auf dem Karten des Navigationssystems klar und detailreich dargestellt werden. Da gerät der Ford C-Max ins Hintertreffen. Wie sein Rivale trägt er den Monitor zwar schön weit oben, doch dieser fällt so winzig aus, dass man nicht in die Verlegenheit kommen möchte, sich auf diesem kleinen Rechteck, irgendwo am Rande einer kurvigen Bergstraße etwa, einen Überblick über die Umgebung verschaffen zu müssen. Dabei sind kurvige Straßen nach wie vor das Revier des Ford-Vans. Er rollt zwar straffer ab als der Meriva, macht dem gewiss nicht träge wirkenden Opel aber in Sachen Fahrspaß mit sehr direkten Reaktionen und einer rückmeldungsstarken Lenkung noch etwas vor. Aufgeholt haben die Rüsselsheimer dafür beim Thema Diesel – dann jedenfalls, wenn unter der kurzen Fronthaube des Opel Meriva der neue 1.6 CDTI arbeitet.

Ford C-Max mit nagelig tönenden Zweilitermotor Der Common-Rail-Vierzylinder mit 136PS (eine Variante mit 110PS folgt im Sommer) läuft sehr geschmeidig und lässt den nagelig tönenden Zweilitermotor des Ford C-Max in dieser Beziehung alt aussehen. Auch die Leistungsentfaltung geht in Ordnung. Denn die im schweren Zafira Tourer bemängelte Antrittsschwäche erlaubt sich das Leichtmetalltriebwerk im Opel Meriva nicht. Es hängt schon im Drehzahlkeller gut am Gas und kommt mit Nachdruck in Schwung, wenn es Richtung 2.000 Umdrehungen geht. Beim Normverbrauch sieht der Opel Meriva mit 4,4 zu 4,9 Litern ebenfalls besser aus als der Ford C-Max 2.0 TDCi. Gleiches gilt für die Flexibilität des Innenraums, den die Meriva-Besatzung wie bisher durch weit aufschwingende Schmetterlingstüren entert. Im Ford C-Max lassen sich die Außensitze zurück und nach innen rücken, wenn der schmale Mittelsitz nach hinten geklappt wurde (wo er dann den Kofferraum verkleinert). Im Opel Meriva aber kann man die Sitze vor- und zurückschieben, und in der Lounge-Stellung für maximale Räkelfreiheit benötigt der gefaltete Mittelsitz keinen zusätzlichen Platz. So ist der Room Service des Opel Meriva besser nutzbar als der des Ford C-Max. Ein Tipp für bestimmte Lebensabschnitte ist aber auch der.

Testwertung

4,0/5

Opel Meriva 1.6 CDTI mit 136 PS im Test
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Leiser Einstand

Wiesbaden, 31. Januar 2014 - "Flüsterdiesel" nennt Opel den neuen Ölbrenner für den Meriva. Klar, dem Marketing muss ja auch immer was Neues einfallen. Gelogen haben die Opelaner nicht, der 1.6 CDTI werkelt wirklich schön leise und dringt bei niedrigen und mittleren Touren nur dezent ans Ohr. Schnellster und spritzigster Meriva Seine 136 Pferde beschleunigen den Minivan kräftig. Ein Spurt-Monster darf man natürlich nicht erwarten. Aber knappe zehn Sekunden auf hundert und fast 200 Spitze sind schon eine starke Ansage für den Kleinen. Alle anderen Merivas sind nicht so flott. Und fast alle haben auch mehr Durst: Der Euro-6-Motor soll im Schnitt nur 4,4 Liter nippen. Nach der ersten Testfahrt über Landstraßen und durch die Stadt haben wir 5,0 Liter am Bordcomputer abgelesen. Das ist kein schlechter Wert. Der 1,6er wird die derzeitigen Motorisierungen 1.3 CDTI und 1.7 CDTI sukzessive komplett ersetzen. Als nächste Ausbaustufe des leisen Dieselmotors ist eine Variante mit 110 PS angekündigt. Dieser Motor soll nur 3,8 Liter Sprit verbrauchen und 99 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren. Schaltung top, Facelift naja Das Fahrwerk könnte Querrillen noch besser bügeln, dafür ist die Lenkung schön direkt. Die verbesserte Sechsgang-Schaltung flutscht nun exakter, gut gemacht, Opel! Aber: Warum ist denn das Facelift kaum zu sehen? Vorn ein bisschen die Nase geputzt, eine neue Chromspange, die Rückleuchten sind anders und das war‘s auch schon. Das ist allerdings zweitrangig: Der Meriva wird ja eigentlich wegen seiner bequem hohen Sitzposition und der verschiebbaren Rücksitze gekauft. Und wegen seiner coolen Scheunentor-Türen. Die gibt‘s nämlich sonst nur bei Rolls-Royce.

Fazit

Der neue Diesel ist ein wirklich leises Aggregat mit genügend Kraft und geringem Durst. Auch dem Schaltgetriebe hat die Überarbeitung gut getan. Nur leider ist das Facelift des Meriva mit bloßem Auge kaum zu erkennen. + leiser, kräftiger Motor - Facelift ist nur moderat ausgefallen

Testwertung

4,0/5

Über Opel Meriva

Passt der Opel Meriva zu dir? Die Testergebnisse anerkannter Kfz-Experten und die Erfahrungsberichte langjähriger Meriva-Besitzer helfen dir bei der Kaufentscheidung. Hier bei autoplenum.de findest du alle wichtigen Informationen rund um den Mittelklasse-Van. 

Opel Meriva: Freiraum für die ganze Familie

Den Familienvan Meriva baute Opel in zwei Generationen: Das Modell Meriva A kam 2003 auf den Markt. Obwohl das multivariable Auto auf dem Opel Corsa von 2000 basiert, kommt es mit dem Platzangebot fast an den Opel Zafira heran. Die Modellpflege 2006 brachte ein verändertes Design, neue Motoren und moderne technische Systeme. Beliebt ist der Opel Meriva A wegen seines einzigartigen Klappsystems der Sitze, das eine Vielzahl unterschiedlicher Einstellmöglichkeiten und Anordnungen erlaubt. Bis 2006 verkaufte Opel bereits mehr als 500.000 Exemplare des geräumigen Vans. Die Leistung reicht von 87 PS bis zu einer OPC-Version mit 180 PS. Die Dieselmotoren verbrauchen 5,0 bis 5,5 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern, die Benziner 6,2 bis 7,8 Liter. Erst nach der Modellpflege wurden die Selbstzünder mit einem Rußpartikelfilter ausgestattet. 2009 gesellte sich ein Autogas-Antrieb dazu, der 1.4 LPG ecoFLEX.

Der Opel Meriva B löste 2010 seinen Vorgänger ab. 2014 kam eine Modellpflege heraus und 2017 endete die Produktion: Das Staffelholz übernahm der Nachfolger Opel Crossland X. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger orientiert sich der Meriva B optisch an den Modellen Opel Insignia und Astra J. Die äußere Abmessung fällt deutlich üppiger aus als beim Meriva A, was sich im Fußraum hinten und im Laderaum bemerkbar macht. Bis zur Fensterunterkannte fasst der Kofferraum bei umgeklappter Rückbank 825 Liter Gepäck. Eine Besonderheit dieses Modells sind die Portaltüren: Die vorderen Türen sind vorne angeschlagen, die hinteren hinten. Sie erleichtern den Ein- und Ausstieg bei engeren Parksituationen. Die 1.4 Benziner schaffen 100 bis 140 PS und bis zu 200 Nm. Bei den Dieselmotoren sieht die Leistung mit 95 bis 136 PS sehr ähnlich aus, das Drehmoment liegt mit bis zu 320 Nm etwas höher. Der besonders sparsame 1.6 CDTI ecoFLEX mit 110 PS verbraucht kombiniert 4,0 l/100 km Diesel.

Vergleiche den Opel Meriva direkt mit deinen Favoriten: Dafür nimmst du mit dem Fähnchen links das Modell in deine Top-Liste auf. Diese findest du oben rechts in der Menüleiste.

Krankheiten beim Opel Meriva

Der Opel Meriva A erhielt 2007 vom TÜV die Auszeichnung „Mängelzwerg“: Unter den zwei- und dreijährigen Fahrzeugen wies er die geringsten Mängel auf. Beim ADAC erreichte er 2008 in der Pannenstatistik den dritten Platz. Probleme machten laut ADAC Fehlfunktionen beim automatisierten Schaltgetriebe, schwergängige Handschaltungen, defekte Kupplungsnehmerzylinder, verkokte AGR-Ventile, kaputte Einspritzpumpen und Kraftstoffpumpen, klemmende Lenkschlösser, feuchte Zündkerzen, Schwächen im Motormanagement und die Software zur Regeneration des Partikelfilters. 

Der Meriva B fällt beim ADAC durchschnittlich auf - in manchen Jahren etwas besser, in anderen schlechter. Ölverlust kam schon bei relativ neuen Fahrzeugen vor. Die Gelben Engel rückten an wegen defekter Kraftstoffpumpen und Zündschlösser. Batterien, Zündspulen und Lüfter fielen aus. Rückrufe gab es wegen fehlerhafter Airbagmodule und Gurtschlössern, die sich beim Crash öffnen konnten.

Details: Hier findest du die Fahrzeugdaten, ungeschönte Fakten, Erfahrungen, Meinungen und Tests renommierter Redakteure zum Opel Meriva.

Auch für kleine Geldbeutel: Opel Meriva gebraucht

Beim Kauf eines gebrauchten Opel Meriva solltest du in erster Linie aufs Baujahr achten. Manche Jahrgänge waren überdurchschnittlich von Mängeln betroffen. Auf dem Markt werden Exemplare mit attraktiven Ausstattungen zu einem guten Preis angeboten: Neu kostete das Modell 1.4 Turbo ecoFLEX Bj 2010 ohne Extras 18.000 €. 2018 ist das Fahrzeug für ungefähr 6.500 € zu haben.

Fazit

Als Familienkutsche ist der Opel Meriva eine gute Wahl. Empfehlenswert ist ein stärkerer Motor, damit das Gefährt in die Gänge kommt. Die Ausstattungen sind variabel, die Technik ist modern.