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Testbericht

10. Dezember 2019

Du musst schon ganz genau hinschauen, um zu erkennen, dass sich da gerade ein Plug-in-Q7 weigert, in deinem Rückspiegel kleiner zu werden. Optisch tarnt sich das neue Topmodell der Q7-Flotte nämlich als S-Line-SUV von der Stange. Erst mit dem E im Kennzeichen wird erkennbar, dass da ein 456-PS-Gaul durch sein Revier galoppiert, der zumindest zeitweise den Verbrenner aus lässt.

Sportlich interpretierter Plug-in
Auf dem Papier ist der Q7 60 TFSI e einfach nur ein weiterer Baustein der Elektrifizierungsstrategie von Audi, die bis 2025 rund 30 elektrifizierte Modelle auf die Straße bringen soll, 20 davon mit batterieelektrischem Anntrieb, der Rest in Plug-in-Hybrid-Konfiguration. Im hier und jetzt ist der teilelektrifizierte Q7 eine echte Ansage. Wenn er muss, soll der Zweieinhalbtonner laut Audi in 5,3 Sekunden auf 100 km/h stampfen und lässt dabei so gar keinen Zweifel daran, dass sie das Thema Plug-in-Hybrid in Ingolstadt sportlich interpretieren. 105 kW leistet der permanenterregte Elektromotor, der ins Gehäuse der Achtgang-Tiptronic integriert ist, in der Spitze schießt er ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern zu.

Sehr leise für ein sportliches Topmodell
Das reicht locker, um dich beim Alarmstart ins breite S-Line-Gestühl zu drücken, und verschafft dem V6-TFSI genug Zeit, sich auf seinen Drehmoment-Gipfel von 500 Nm zu schwingen. Den Rest organisiert die Achtstufenautomatik, die kein Problem damit hat, die 700 Newtonmeter Systemdrehmoment ruckfrei zu verwalten. Der Übergang vom Elektro- zum Verbrennerantrieb ist praktisch nicht zu spüren und ehrlicherweise auch kaum zu hören. Daran muss man sich gewöhnen, insgesamt passt der Flüster-Antrieb aber ganz gut zum teilelektrischen Q7.

Elektrische Mindest-Reichweite
Den großen Audi aber nur auf seine Maximalfahrleistung zu reduzieren, greift viel zu kurz. Seine große Stunde schlägt im Pendleralltag, in dem man sich dank einer elektrischen WLTP-Reichweite von 40 Kilometern fast komplett vom Thema Benzinverbrauch verabschieden kann – und das eben nicht nur theoretisch. Nach einer knapp über 30 Kilometer langen simulierten Pendlerrunde inklusive eines kurzen Autobahnabstechers waren laut Bordcomputer noch neun Kilometer Reichweite im 17,3 kWh großen Akku. Heißt aber auch: Wer jeden Tag 50 Kilometer pendelt und am Arbeitsplatz nicht laden kann, wird mit dem Audi nicht ganz glücklich. Die bayerische Konkurrenz ist da zumindest auf dem Papier etwas besser aufgestellt, der ebenfalls neue BMW X5 45e schafft mit deutlich größerem Akku bis zu 90 rein elektrische Kilometer. So oder so: Als Dienstwagen profitieren alle Plug-in-Hybride mit mindestens 40 Kilometern Reichweite von einem um 50 Prozent reduzierten Steuersatz.

Mit Weitblick sparen
Was in Sachen Sparsamkeit wirklich möglich ist, zeigt der speziell für den Plug-in-Einsatz optimierte prädiktive Effizienz-Assistent (PBA), der in den Navi-Karten nach Gefällen, Tempolimits sowie Kurven fahndet, Verkehrsdaten auswertet und daraus Routen- und Fahrempfehlungen ableitet. Zusätzlich plant der PBA Routen so, dass ein Ziel in der Innenstadt möglichst per Elektroantrieb und damit lokal emissionsfrei angefahren werden kann. Bevor das E-Aggregat auch das letzte Joule zieht, schaltet der Verbrenner zu und lädt zugleich den Akku entsprechend auf.

Audi Q7 TFS e – die Preise
Zum Start im vierten Quartal 2019 gibt es den Audi Q7 zunächst als betont sportlichen 60 TFSI e, inklusive S-Line-Ausstattung. Später folgt die etwas schwächere Komfort-Variante 55 TFSI e (381 PS). Bestellbar sind beide Varianten ab sofort, die Markteinführung soll laut Audi noch im Dezember 2019 beginnen. Der Grundpreis für den Audi Q7 60 TFSI liegt bei 89.500 Euro, der Audi Q7 55 TFSI e quattro startet bei 74.800 Euro.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2019-12-10

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