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Testbericht

15. Juli 2010

Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt - wer kennt ihn nicht, diesen Schlager-Klassiker. In die gleiche Kerbe haut Daihatsu mit dem kleinen SUV Terios. Daran änderte auch das Facelift 2009 nichts, da die Japaner auf eine heftige Botox-Kur inklusive funkelndem Lichtdesign oder ähnlichen Klimbim verzichteten.

Im Vergleich zur Allradversion spart man 3.500 Euro Daihatsu wollte den Pirscher offenbar nicht sinnentstellen. Terios, das klingt nach Terrier, nach Jagd. Klar, dass es den 4,09 Meter langen Fünfsitzer auch mit Allradantrieb gibt. Unser Fahrberichtskandidat in Champagner-Metallic lässt es allerdings lieber perlen als spritzen: In der Version 2WD Top für 17.990 Euro sind Stereoanlage, Klimaanlage, 16-Zoll-Aluräder, elektrische Außenspiegel und Dachreling bereits enthalten. Im Vergleich zur Allradversion spart man mit dem 2WD 3.500 Euro - und beim Benzinverbrauch. Dort hat Daihatsu bei der Modellpflege besonders angesetzt. Aerodynamische Modifikationen, eine neue elektrische Servolenkung sowie verringerte Reibung im Antriebsstrang senken den Normverbrauch. Im Durchschnitt verlangte der Daihatsu Terios im Fahrbericht dennoch 9,5 Liter/100 km. Der 1,5 Liter große Benziner mit variabler Ventilsteuerung ist noch einer vom alten Schlag, röhrt kernig los, spricht aber weder spritzig an, noch zieht er mit seinen 140 Newtonmeter Drehmoment stämmig durch. Zudem vibriert der Vierzylinder spürbar und setzt sein prägnantes Brummen vor allem bei flotter Autobahnfahrt störend in den Gehörgängen fest. Kein ESP für die 2WD-Version Dabei wirkt der hochbeinige Daihatsu Terios im Fahrbericht meist schneller, als er ist. Maximal 160 km/h sind möglich, doch der laute Motor und die Windgeräusche vergällen längere Reisen. Ebenso wie die stößige Federung. Sie verbindet eine spürbare Wankneigung in Kurven mit holzigem Ansprechen. ESP ist - genauso wie Kopfairbags - für den 2WD nicht erhältlich, der Fahrer muss sich mit der etwas träge ansprechenden Lenkung in kniffligen Situationen selbst zu helfen wissen - indiskutabel in dieser Fahrzeugklasse. Immerhin sind die Insassen brauchbar untergebracht. Nach dem einfachen Einstieg dank weit öffnender Türen überblickt der Fahrer von hoher Warte aus die Umgebung. Die Bedienung läuft wegen der großen, klaren Beschriftungen von Tasten und Bedienelementen und übersichtlichen Instrumenten plus Bordcomputer selbst für Neulinge problemlos. Unkomplizierter Begleiter Auffällig: das gute Raumgefühl. Insassen genießen vorn wie hinten viel Freiheit für Kopf und Beine. Das Handschuhfach bietet höchstens Durchschnitt, dafür aber ein Schloss zur Abschaltung des Beifahrer-Airbags. Die Lehnen der etwas zu weich gepolsterten, mäßig konturierten, im Verhältnis 60 zu 40 geteilten Rücksitze lassen sich verstellen oder umklappen, die Kopfstützen allerdings nicht weit genug herausziehen. Versucht man es doch, fallen sie heraus und purzeln in den Kofferraum. Erfreulicher gestaltet sich die Erweiterung desselben. Die Rücksitze sind per Zug an einer Schlaufe aufstellbar, was das Stauvolumen von 380 Liter auf 1.400 Liter erweitert. Der Zugang zum Ladeabteil erfolgt über die rechts angeschlagene Hecktür sowie eine niedrige Kante ohne Extra-Stufe. Nur die Kassette des Abdeck-Rollos stört etwas beim Beladen. Insgesamt ist sich der Daihatsu Terios treu geblieben als ein unkomplizierter Begleiter, der bei Federung, Antrieb und vor allem der Sicherheitsausstattung jedoch einiges an Nachsicht verlangt.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2010-07-15

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