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Testbericht

8. April 2008

Zwei, die für solche Touren wie gemacht scheinen, sind der modellgepflegte Jeep Grand Cherokee und der Volvo XC 90. Wobei das Pendel beim Grand Cherokee eindeutig stärker Richtung Offroad ausschlägt, beim Volvo dagegen eher Komfort und Exklusivität im Fokus stehen.

Overland gegen Executive

Zum Vergleich ist der Jeep Grand Cherokee in der Top-Version Overland für 53.990 Euro angetreten. Permanenter Allradantrieb, Reduktionsgetriebe, Bergan- und -abfahrhilfe sowie drei elektronisch geregelte Sperrdifferenziale rüsten ihn perfekt für den ganz groben Geländeausritt. Dazu kommt der 218 PS starke Dreiliter-Common-Rail-Diesel, der abgesehen von einer leichten Anfahrschwäche Kraft in allen Lebenslagen liefert.

Ein Sparmobil ist der Grand Cherokee 3.0 CRD freilich nicht. Im Testmittel presst die Einspritzung 13,1 L/100 km durch die Düsen, zurückhaltend bewegt sind es immer noch 9,1 Liter - bei reinem Straßeneinsatz gemessen, denn im Gelände ist leicht das Drei- bis Vierfache möglich. Der Volvo bleibt schon deshalb darunter, weil ganz harte Offroad-Touren definitiv nicht sein Fall sind. Er ist, trockene Fahrbahn und ausreichend Grip an den Vorderrädern vorausgesetzt, als Fronttriebler unterwegs. Erst wenn an der Vorderachse Schlupf auftritt, schaltet die Haldex- Kupplung die Hinterräder zu. Volvo verspricht blitzschnelles Reagieren; eine siebtel Radumdrehung Schlupf soll ausreichen, um den Kraftschluss nach hinten herzustellen.

XC90 ist der bessere Allrounder

Sperrdifferenziale gibt es keine, durchdrehende Räder werden vom ESP eingebremst. Kraft spendet beim XC 90 D5, in der Version Executive mit sieben Sitzen 58.400 Euro teuer, ein quer im Bug eingebauter Fünfzylinder-Reihenmotor.

Mit 2,4 Liter Hubraum, 185 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment ist er im direkten Vergleich im Nachteil. Es fehlt an Kraft und Durchzugsvermögen, was hauptsächlich auf der Autobahn als störend empfunden wird. Beim Verbrauch kann er dagegen punkten, denn der Reihenfünfer konsumiert im Mittel 11,8 L/100 km, lässt sich mit leichtem Gasfuß allerdings auch mit acht Litern bewegen.

Der XC 90 besticht zudem durch Assistenzsysteme (Toter-Winkel-Überwachung für 620 Euro, automatischer Notruf bei Unfall für 1.580 Euro), die ihn sicherheitstechnisch immerhin optional auf das Niveau von Oberklasse-Limousinen heben. Vergleichbares hat der Jeep nicht zu bieten. Auch deswegen hat er in diesem Test das Nachsehen. Er ist selbst im aktuellen Trimm mehr Geländewagen als SUV. Beim XC 90 ist es genau anders herum. Trotz seines etwas zahnlosen Motors ist er der bessere Allrounder.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-04-08

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