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Testbericht

12. November 2007

Beide treten mit ähnlichen Voraussetzungen zum Test an: Sie verfügen über Heckantrieb und arbeiten sich dank Sechszylindermotor mit 2,5 Liter Hubraum in die 200-PS-Liga vor. Und in beiden Fällen kooperiert das Triebwerk jeweils mit einer Automatik: Sechs Stufen sind es beim Lexus, der Mercedes bietet gar sieben. Die nahezu identischen Außenabmessungen der beiden verleihen dem Vergleich zusätzlichen Reiz. Doch damit genug der Gemeinsamkeiten.

Mercedes mit langer Aufpreisliste

Schon bei der Preisgestaltung gehen die Kontrahenten unterschiedliche Wege. Der Grundpreis für den IS 250 liegt bei 32.450 Euro. Für das Automatikgetriebe sind weitere 1.850 Euro fällig, und mit dem Luxury-Line-Paket der getesteten Version schwingt sich der Preis auf 40.690 Euro. Dagegen erscheinen die rund 38.746 Euro für den C 230 in Avantgarde-Ausstattung plus Automatik fast wie ein Schnäppchen. Doch der erste Blick täuscht. Anders als beim Lexus muss sich der Kunde über eine ellenlange Liste von Sonderausstattungen sein Wunschauto zusammenstellen.

Beim Qualitätseindruck hat Mercedes mit der neuen C-Klasse die Latte hoch gelegt. Oberflächen und Passungen entsprechen den Premium-Erwartungen, die Materialien zum Teil allerdings nicht. Ähnlich sieht es im Lexus aus, obwohl auch er mit guter Verarbeitung glänzt, wirken manche Kunststoffe wenig hochwertig. Auch die Fahrwerksqualitäten des IS 250 besitzen noch Optimierungspotenzial: ohne Schwächen in den Fahrdynamik-Disziplinen, bei hohen Geschwindigkeiten wirkt es aber mitunter poltrig. Der C 230 kann hier punkten. Auch auf welliger Fahrbahn lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen, glänzt mit vorbildlichem Federungskomfort und verkneift sich jegliche Poltrigkeit.

Lexus punktet beim Antrieb

Da die beiden nahezu identisch in Leistung und Gewicht sind, scheinen die Unterschiede in den Fahrleistungen zunächst eher marginal. Während der Mercedes seine Leistung fast unspektakulär harmonisch auf die Straße bringt, zeigt der Lexus-Motor erst mit steigender Drehzahl sein Potenzial. Dass die Automatik dabei ihre sechs Gänge in unauffälligem Gleichmaß ins Geschehen einbringt, macht den ebenfalls möglichen Eingriff über die Lenkrad-Schaltpaddel überflüssig.

Noch mehr gilt das für das Mercedes-Getriebe, das sogar sieben Gänge zu sortieren hat. Diese Aufgabe bewältigt es zwar souverän, ein Nutzen der zusätzlichen Schaltstufe fürs Beschleunigen ist aber nicht erkennbar. Wenigstens würde man bei so viel Ähnlichkeit in Leistung und Gewicht dann einen Verbrauchsvorteil durch die enger gesetzten Schaltstufen erwarten, aber auch der ließ sich im Test nicht realisieren. Unterm Strich hat hier der Lexus sogar seine Nasenspitze vorn. Dennoch spricht die Summe aller Eigenschaften für den Mercedes C 230, der das modernere Konzept bietet.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2007-11-12

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