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Testbericht

15. August 2008

Der Einstieg in den knapp geschnittenen Innenraum verlangt vom Fahrer die Talente eines Taschenschirms. Der hohe Türschweller - eine Folge des aus geklebten und genieteten Alublechen aufgebauten Chassis - macht aus der Tür eine Einstiegsluke. Doch die Mühe lohnt sich: Das kleine Lederlenkrad und sieben mittig angebrachte Rundinstrumente wenden sich diensteifrig dem Fahrer zu.

Ritt auf der Kanonenkugel

Ein winziger Schaltknüppel im Ledersäckchen regelt das sequenzielle Siebengang-SMG-Getriebe von BMW, das man auch über Schaltwippen am Lenkrad bedienen kann. Ein Druck auf den metallisch glänzenden Starterknopf, und der V10 grummelt tatendurstig vor sich hin. Stramme 507 PS bei nur 1.380 Kilogramm Gewicht und 4,3 Meter Fahrzeuglänge: Jetzt gilt’s. Das Ganze gleicht einem exklusiven und gewaltigen Ritt in der Kanonenkugel - mit dem bisher einzigen fahrbereiten Exemplar.

Dank sequenziellem SMG-Getriebe mit automatischer Kupplung rollt der MF5 sachte an. Die direkte und dabei sehr leichtgängige Lenkung erfordert zunächst etwas Konzentration. Das hart abgestimmte Fahrwerk arbeitet mit extrem kurzen Federwegen. Trotzdem bleibt der Straßenkontakt auch auf ländlichen Buckelpisten fast geckomäßig erhalten - auch dann, wenn man kräftiger aufs Gaspedal tritt. Der potente V10 wirkt im Wiesmann GT wie entfesselt, muss er doch gegenüber dem BMW M6 exakt 405 Kilogramm weniger an Gewicht beschleunigen.

Vortrieb bis 310 km/h

Zwischen 3.000 und 8.000/min gibt es in jeder der sieben Fahrstufen vehementen Vortrieb. Wiesmann gibt für den Standardsprint 3,9 Sekunden an, bei 310 km/h sei Schluss. Kurven umrundet das Coupé mit Präzision und Leichtigkeit. Dank dem hinter der Vorderachse platzierten Motor lenkt der GT MF5 willig ein und lässt sich aufgrund sehr guter Traktion zügig herausbeschleunigen. Das vom M6 übernommene und neu programmierte ESP verhindert spät und diskret, dass das Coupé zum Brummkreisel wird.

Auch die Verabeitung ist für ein Handmade-Car in Ordnung: Nichts wackelt, nichts klappert, nichts biegt oder windet sich. Die Steifheit des Alu-Chassis ist daran maßgeblich beteiligt. Nur der infernalisch laute, zwischen Grollen und Kreischen wechselnde V10-Motor, der den Fahrer in Dolby Surround von allen Seiten beschallt, verweist auf die Philosophie der Wiesmann-Brüder: Ist er zu stark, bist du zu schwach.

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Quelle: auto-motor-und-sport, 2008-08-15

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