19-Prozent-Plus bei Mercedes: Luxus statt Mini

Testbericht
Im November verkaufte Mercedes Benz so viele Fahrzeug wie niemals zuvor im November. 105.200 (i.V. 88.600) Käufer wählten den Stern auf der Motorhaube. 19 Prozent mehr als noch im vorletzten Monat des Vorjahres, obwohl der Absatz im November 2009 nach der Krise insbesondere in den USA bereits wieder gestiegen war. Damit gelang den Stuttgartern zum 13. Mal ein zweistelliges Zuwachsplus in Folge. Seit Januar hat Mercedes weltweit insgesamt 1.059.600 (i.V. 914.700) Pkws aus ( 16 %). In Stuttgart geht man davon aus, dass die Marke in diesem Jahr bei den Pkws um zehn Prozent wachsen wird.
Als entscheidenden Wachstumstreiber bezeichnet Dr. Joachim Schmidt, Mitglied der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Cars, Vertrieb und Marketing, den deutschen Markt, in dem die Verkäufe um mehr als ein Fünftel zugelegt haben. Hier stieg der Absatz in einem weiterhin rückläufigen Gesamtmarkt (-6 %) um 22 Prozent (27.700 Einheiten/i.V. 22.800). Seinen Marktanteil hat Mercedes-Benz auf 11,2 Prozent ausgebaut. In Westeuropa legte die Marke um elf Prozent zu (50.900 Pkws/i.V 45.700).
Ganz wesentlich profitierte Mercedes im November von einer starken Nachfrage in China (inkl. Hongkong). Hier entwickle man sich schneller als die Premiumwettbewerber, sagte Schmidt. Schon im November wurde das Verkaufsziel von über 120.000 Fahrzeugen eingestellt. Nach elf Monaten sind 130.100 Einheiten ausgeliefert worden; mehr als doppelt so viele wie von Januar bis November 2009. Ein Plus von 114 Prozent! Im November stieg der Absatz um 68 Prozent auf das Rekordniveau von 14.600 (i.V. 8.700) Einheiten. Auf Wachstum getrimmt ist der Kurs auch in den anderen BRIC Staaten Brasilien ( 49 %), Indien ( 84 %) und Russland ( 76 %). Auch innerhalb der Region Asien/Pazifik geht’s voran: Rekordnivau auch auf dem sükoreanischen Markt (1.600/ 47 %).
Auch die Amerikaner haben wieder Lust auf Luxus: In den USA wuchs die Marke im November um acht Prozent (18.200/i.V. 16.800); im Jahresverlauf sind es 15 Prozent (196.300/i.V. 170.400). Bei den Marktanteilen konnte MB Boden gutmachen. In Kanada schloss die Marke mit 2.400 Pkws einen neuen Rekordmonat ab ( 15 %).
Die zweistelligen Zuwächse bei den Schwaben im Jahresverlauf sind Segment-übergreifend. Von der besonders gefragten E-Klasse mit Limousine und T-Modell (48 %/229.800) bis zur C-Klasse ( 10 %), zum CL ( 63 %), zur R-Klasse ( 37 %) oder S-Klasse mit einem Plus von 27 Prozent. – Der C-Klasse Kombi brachte es im November auf ein Plus von 39 Prozent, und die SUV-Verkäufe stiegen um 32 Prozent. Wachstumstreiber waren neben der R-Klasse beispielsweise der GLK ( 41 %) und der GL ( 50 %). Die Verkäufe der Kompakten der A- und B-Klasse wurden um 15 Prozent gesteigert.
Ein Wermutstropfen im Wein ist der smart fortwo mit einem zu verbuchenden Minus von 27 Prozent. Er verkaufte sich im November nur 7.100-mal (i.V. 9.800). Seit Jahresbeginn ging der Absatz um 16 Prozent (89.900/i.V. 107.000) zurück. Auch wenn er in seinem Segment im vergangenen Monat zum neunten Mal in Folge die Nummer eins war, geht nichts daran vorbei, dass Autokäufer wieder Lust auf Luxus haben. Entsprechend schrumpfte das Mini-Segment des smart um ein Drittel (32 %). Erwartet wird für das Gesamtjahr 2010 ein Absatz von rund 100.000 Einheiten. (Auto-Reporter.NET/arie)




























