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auto-reporter.net, 2014-02-27

30. Shell Eco-Marathon mit 20 deutschen Startern

Testbericht

Mit nur einem Liter Kraftstoff von Deutschland bis nach Nordafrika zu fahren, ist keine Vision. Auch deutsche Nachwuchsingenieure werden genau das beim 30. Shell Eco-marathon Europe unter der Schirmherrschaft von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka erneut unter Beweis stellen. Aus Deutschland sind 20 Teams von Hochschulen und Berufsschulen am Start; damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Nur Frankreich hat mit jetzt 57 Teams eine stärkere Delegation. Bundesministerin Wanka sagte: „Ich begrüße es sehr, dass so viele junge Menschen für nachhaltige Mobilitätskonzepte und die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien begeistert werden. Denn die effiziente Nutzung der Energiereserven ist eine wichtigsten Fragen unserer Zeit."

Insgesamt nehmen mehr als 200 Mannschaften aus Europa und Afrika teil. Damit werden beim weltgrößten Effizienz-Wettbewerb rund 3.000 Schüler und Studenten mit ihren selbst konstruierten Fahrzeugen für den weltgrößten Effizienz-Wettbewerb vom 15. bis 18. Mai 2014 in Rotterdam erwartet. Ihr Ziel ist, mit einem Liter Kraftstoff oder der entsprechenden Menge Strom möglichst weit zu fahren. 2013 kamen rund 50.000 Zuschauer an die Strecke rund um die AHOY-Arena mitten in der Hafenstadt. „Der Shell Eco-marathon bietet dem Konstrukteursnachwuchs eine Plattform, um Fahrzeuge zu testen, die sie selbst entwickelt und gebaut haben", sagt Wolfgang Warnecke, Shell Chief Scientist Mobility. „Unser Ziel bleibt es, junge Menschen dafür zu begeistern, Wissenschaftler und Ingenieure zu werden."

Die Herausforderungen für die der Mobilität der Zukunft sind groß, der weltweite Energiebedarf wird sich angesichts der wachsenden Bevölkerung bis 2050 verdoppeln. Die Zahl der Fahrzeuge wird von heute gut 900 Millionen auf mehr als zwei Milliarden steigen. Es ist daher notwendig, Ideen für nachhaltige Mobilität zu fördern. Weltweit hat sich der Shell Eco-marathon dafür in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Foren entwickelt - mit Austragungsorten in Europa, den USA und Asien.

Seinen Ursprung hat der Shell Eco-marathon im südfranzösischen Le Castellet. Hier wurde der Wettbewerb 1985 erstmals mit 25 Teams - darunter auch ein deutsches Team - ausgetragen. Damals siegte ein Schweizer Team mit einer Distanz von 680 Kilometern pro Liter Benzin. Der Wettbewerb wechselte mehrfach seinen Austragungsort: Von 2009 bis 2011 wurde er auf dem Lausitzring veranstaltet, danach folgte der Umzug nach Rotterdam. Im vergangenen Jahr bewies ein Team der Hochschule Offenburg, welches Potential im deutschen Ingenieurnachwuchs steckt: Sein Fahrzeug „Schluckspecht" kam mit nur einem Liter Diesel auf 315 Kilometer und siegte damit im UrbanConcept-Klassement. Ein französisches Team schaffte mit seinem Prototyp gar 2.980 Kilometer mit einem Liter Benzin - eine Strecke so weit wie von München bis nach Casablanca. (dpp-AutoReporter)

Quelle: auto-reporter.net, 2014-02-27
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