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auto-reporter.net, 2010-12-22

Audi-Unfallforscher wollen mit Chirurgen kooperieren

Testbericht

Die Audi-Unfallforschung plant im Bereich der medizinischen Unfallanalyse mit der AO-Foundation, einer 1959 in der Schweiz gegründeten weltweiten Vereinigung von Unfallchirurgen, eine Kooperation. Die international tätigen Mediziner befassen sich mit Osteosynthese-Fragen, also der operativen Versorgung von Knochenbrüchen und anderen Knochenverletzungen etwa mit Implantaten. „Der Austausch mit der AO-Foundation wird sehr wertvoll für die Entwicklung von Sicherheitssystemen in unseren Modellen“, sagt Dr. Miklos Kiss, Koordinator in der Unfallforschung bei Audi.

Seit zwölf Jahren untersucht die Unfallforschung des Automobilherstellers unter dem Namen Audi Accident Research Unit (AARU) Verkehrsunfälle. Die AARU ist eine Forschungsgemeinschaft zwischen dem Klinikum der Uni Regensburg, dem bayerischen Innenministerium und dem Ingolstädter Automobilbauer. In gemeinsamen Fallbesprechungen wird jeder Unfall von der Ursache über den Hergang bis zu den Folgen beleuchtet. Neben der technischen Seite analysiert das interdisziplinäre Expertenteam auch medizinische und psychologische Aspekte. Die Ergebnisse fließen in codierter und anonymisierter Form in die AARU-Datenbank ein, wo sie für weitere Auswertungen, Statistiken, Analysen und spezielle Anfragen zur Verfügung stehen.

Anhand untersuchter Verkehrsunfälle will man den jeweiligen Unfallhergang besser verstehen und daraus gewonnene Erkenntnisse in die Entwicklung neuer Modelle einfließen lassen, beispielsweise bei Assistenzsystemen.

Die Unfallforschung verfügt über ein Team von Ingenieuren, das sich nach einem Verkehrsunfall mit der Rekonstruktion des Unfalls und der Dokumentation der Schäden an den Fahrzeugen beschäftigt. Mediziner analysieren Verletzungsmuster und Heilungsverläufe. Die Verletzungen werden nach ihrer Schwere und nach möglichen Spätfolgen codiert. Ein Team aus Psychologen interviewt alle Unfallbeteiligten, um zu erfahren, was diese subjektiv erlebt haben, wie die Beteiligten die Situation wahrgenommen haben und welche Strategien sie verfolgt haben, um den Unfall zu verhindern. (Auto-Reporter.NET/br)

Quelle: auto-reporter.net, 2010-12-22
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