Porsche Macan - Auf dem Sprung (Kurzfassung)
Testbericht
Die Erweiterung der Produktpalette um Fahrzeuge wie Boxster/Cayman, Panamera und Cayenne hat dem vor allem von der Baureihe 911 getragenen Mythos der Marke Porsche bislang nicht geschadet. Allein im letzten Jahr lieferten die Stuttgarter weltweit rund 162.150 Fahrzeuge an Kunden aus, ein Plus von 15 Prozent zu 2012. Keine Frage: Mit dem jetzt vorgestellten Macan (indonesisch für Tiger) setzt der vormalige reine Sportwagenspezialist wahrscheinlich schon in diesem Jahr erstmals zum Sprung über die 200.000-Einheiten-Mauer an. Wer hätte noch vor 15 Jahren mit solchen Zahlen gerechnet?
Rund 50.000 Einheiten soll der Macan zum Volumen beitragen, aber schon jetzt denkt man bei Porsche über eine Erhöhung der Produktion nach. Das ab Anfang April in Deutschland angebotene Mittelklasse-SUV ist zum Marktstart mit drei Turbo-Motoren erhältlich: Der 3,0-Liter-Diesel (190 kW/258 PS) und der gleich große Benziner (250 kW/340 PS) stehen ab 57.930 Euro in der Preisliste, das Spitzenmodell Turbo kostet in Deutschland mindestens 79.826 Euro.
Der neue Macan soll laut Porsche-Diktion der „Sportwagen unter den SUV“ sein. Schon optisch hat man dafür einiges getan. So sitzt man als Fahrer rund sieben Zentimeter tiefer als im größeren Cayenne, was zusammen mit dem steil stehenden Lenkrad tatsächlich eine Art Sportwagen-Gefühl vermittelt. Zündschlüssel links, ein schönes Sportlenkrad und die heute bei dieser Marke fast unvermeidliche und durchaus nicht unumstrittene ansteigende Mittelkonsole – alles typisch Porsche.
Gen-Spender für den Macan ist der Audi Q5, allerdings legt man bei Porsche Wert darauf, zwei Drittel aller Teile ausgetauscht oder zumindest angepasst zu haben. So verzichteten die Zuffenhausener zum Beispiel auf die Übernahme des Audi-Allradantriebs Quattro zugunsten einer eigenen Lösung, die bei allen Modellen serienmäßig an Bord ist. Genauso übrigens wie das Doppelkupplungsgetriebe PDK. Eine – von einigen Fans vielleicht vermisste – Handschaltung wird es in Verbindung mit diesen drei Motoren nicht geben. Vielleicht später, wenn eine Version mit Vierzylindern kommt. Die ist zwar eigentlich beschlossene Sache, bei Porsche sträubt man sich aber noch, dies offen zu sagen. Immerhin: Porsche-Chef Müller sprach schon von einem GTS. Aber wer Porsche kennt weiß, das so oder so noch einige Derivate folgen werden.
Den Macan hat Designchef Michael Mauer in eine ansprechende Hülle verpackt. Er ist mit seinen typischen Scheinwerfern sofort als Porsche zu erkennen. Besonders auffällig ist die in den Kotflügel gezogene Motorhaube, die auch die Scheinwerfer umringt. Eine produktionstechnische aufwendige Lösung, durch die die Motorhaube komplett fugenlos wirkt.
Seine Sportlichkeit unterstreicht der Allrader durch eine hohe Gürtellinie mit entsprechend wenig Glasanteil. Die abfallende Dachlinie trifft hinten auf eine breite Schulter, einen Dachspoiler und eine sehr stark geneigte Heckscheibe. Relativ schmale, breit verlaufende Heckleuchten mit individueller Nachtgrafik runden das gelungene Gesamtbild des neuen Porsches ab.
Porsche setzt weiter auf Wachstum. Mit dem neuen Macan greift die VW-Tochter in einem weltweit zulegenden, aber auch zunehmend umkämpfen Segment an: das der kompakten und mittleren SUV. Und schon jetzt ist abzusehen, dass der kleine Bruder des Cayenne die Marke in neue Absatzsphären heben wird.
Porsche setzt weiter auf Wachstum. Mit dem neuen Macan greift die VW-Tochter in einem weltweit zulegenden, aber auch zunehmend umkämpfen Segment an: das der kompakten und mittleren SUV. Und schon jetzt ist abzusehen, dass der kleine Bruder des Cayenne die Marke in neue Absatzsphären heben wird.






























