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Autoplenum, 2016-06-26

Audi Q2 - Auf Erfolgskurs (Kurzfassung)

4.5 von 5

Testbericht

Michael Specht/SP-X

Die Audi-SUV ähneln sich zu sehr? Nun zeigt der kleinste, ab Mitte Juli bestellbare Spross der Q-Herde Ecken und Kanten und soll so vor allem junge, hippe Städter locken. Audi hat es geschafft, auf 4,19 Meter Länge einen optisch und technisch attraktiven Crossover auf die Räder zu stellen, der bestens in die Zeit passt.  
 
Mag sich der Einstiegspreis von 22.900 Euro (85 kW/116 PS) zunächst günstig anhören, so ist es eine leichte Übung, den Q2 Richtung 40.000 Euro zu treiben. Das Mini-SUV bringt es mit den unterschiedlichen Motoren und Getrieben sowie den diversen Dekorelementen, Ausstattungen, Farben und Polstern laut Audi auf mehr als fünf Millionen individuelle Kombinationen.
 
Äußerst auffällig am kleinen Audi-SUV ist das sogenannte „Blade“ an der hinteren Dachsäule, das in Kontrastfarbe, aber auch in Wagenfarbe bestellt werden kann. Und wer genauer hinsieht, erkennt den Bruch in der seitlichen Tornado-Linie. Das kleinste Q zeigt Kante und setzt sich damit markant vom Rest der Herde ab.
 
Technisch basiert der Q2 auf dem A3. Er übernimmt dessen Radstand, erhält aber kürzere Überhänge. Über Fahrwerksmodifikationen, größere Räder und andere Sitze ist die Sitzposition im Vergleich zum A3 acht Zentimeter höher, das spürt man deutlich.
 
Trotz der nach hinten abfallenden Dachlinie zwickt es im Fond des Q2 in keiner Weise. Es herrscht überraschend viel Platz auf der Rückbank. Und auch vorn ist das subjektive Raumgefühl deutlich größer. Beim Kofferraum übertrifft der Q2 sogar den A3 Sportback: Stehen die Rücksitzlehnen aufrecht, passen 405 Liter ins Gepäckabteil. Liegen sie flach, sind es 1.050 Liter.
 
Bei Motoren und Getrieben bedient sich Audi aus dem Regal. Die Basis bildet der kleine Dreizylinder-Turbobenziner mit einem Liter Hubraum und mit 85 kW/116 PS. Wer im täglichen Umgang mit dem Q2 lediglich in der Stadt unterwegs ist, für den mag der Dreizylinder passen, zumal das Auto nur 1,2 Tonnen wiegt. Der Motor läuft schnurrig, es mangelt ihm aber etwas an Drehmoment. Als sehr gute Nicht-Diesel-Wahl stellte sich während der Testfahrten der 1,4-Liter-Turbobenziner mit 110 kW/150 PS heraus. 2017 folgt ein 2,0-Liter-Turbobenziner mit 140 kW/190 PS. Auf der Diesel-Seite fährt der Q2 als 1,6-Liter-Selbstzünder mit 85 kW/116 PS und als Zweiliter-TDI mit 110 kW/150 PS oder 140 kW/190 PS. Beim stärksten Diesel und Benziner ist der permanente Allradantrieb serienmäßig, bei den mittleren Motorisierungen optional zu haben.
 
Seinem Premium-Anspruch wird Audi im Innenraum einmal mehr gerecht. Materialauswahl, Oberflächen und Verarbeitung sind top. Gegen Aufpreis kann der Q2 sogar mit dem virtuellen Cockpit ausgestattet werden. Konnektivitätsfunktionen wie Online-Dienste oder WLAN im Auto ermöglicht eine im Fahrzeug eingebaute SIM-Karte (im Paket mit MMI Navigation Plus). Dazu zählen unter anderem Abstandsradar, Fußgänger- und Verkehrszeichenerkennung, Stauassistent und ein Notprogramm, falls der Fahrer einmal ohnmächtig werden sollte.
 


Kleine City-SUV können auch andere bauen, aber längst nicht in dieser Qualität und mit diesem Individualisierungsgrad. Es bedarf keiner Glaskugel, um zu prophezeien, dass der Audi Q2 ein großer Erfolg wird.

Fazit

Kleine City-SUV können auch andere bauen, aber längst nicht in dieser Qualität und mit diesem Individualisierungsgrad. Es bedarf keiner Glaskugel, um zu prophezeien, dass der Audi Q2 ein großer Erfolg wird.

Testwertung
Quelle: Autoplenum, 2016-06-26
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