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auto-reporter.net, 2014-01-15

Conti: Autofahrer weltweit stehen Automatisiertem Fahren aufgeschlossen gegenüber

Testbericht

Autofahrerinnen und -fahrer weltweit stehen dem Automatisierten Fahren grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. In der „Continental Mobilitätsstudie 2013" befürwortet eine klare Mehrheit der Befragten eine entsprechende Technologie: 79% der Chinesen, 77% der Japaner, 53% der Deutschen und 50% der US-Amerikaner bewerten Automatisiertes Fahren als sinnvoll. Nach der eigenen Nutzungsabsicht befragt, möchten sich Autofahrer vor allem durch Autobahnbaustellen und -staus und auf langen Autobahnfahrten chauffieren sowie ihr Fahrzeug automatisiert in Parkhäusern einparken lassen.

Diese Wünsche stimmen exakt mit den Angaben der Befragten zu ihrem Verkehrsalltag überein: Die Studienergebnisse zeigen, dass weltweit vor allem erhöhtes Verkehrsaufkommen (Japan 64%, Deutschland 51%, USA 49% und China 27%) sowie Staus und Stop&Go-Situationen (Japan 68%, Deutschland 63%, USA 52% und China 22%) am stärksten mit erhöhtem Stress verbunden werden. Dennoch greift die Mehrheit (Deutschland 67%, USA 63% und Japan 57%) immer noch gerne zum Lenkrad - mit Ausnahme in China (48%) - und hat Vertrauen in die eigenen Fahrkünste (USA 85%, Deutschland 63%, China 60% und Japan 53%). Nur eine Minderheit ist dem Fahren gänzlich abgeneigt (Japan 17%, China 11%, Deutschland 9% und USA 5%).

„Die Bedürfnisse der Autofahrer weltweit passen bestens zu den Entwicklungsmöglichkeiten der kommenden Jahre. Denn teilautomatisierte Fahrzeuge werden im ersten Schritt Fahrten durch Baustellen und Staus auf der Autobahn bewältigen, gefolgt von der Möglichkeit, sein Fahrzeug in einem Parkhaus automatisiert einparken zu lassen", sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart am Donnerstag in Hannover anlässlich der Veröffentlichung der Studie.

Für die „Continental Mobilitätsstudie 2013" hat das Markt- und Sozialforschungsinstitut infas im Auftrag des internationalen Automobilzulieferers Continental Autofahrer repräsentativ in Deutschland, USA, Japan und China sowie qualitativ in Frankreich, Indien und Brasilien befragt. Darüber hinaus wurden Experten aus Wissenschaft (Verkehrspsychologie, Recht) und Automobilindustrie interviewt. Die Studie ist damit eine der weltweit umfassendsten ihrer Art zur Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen und Automatisiertem Fahren.

Die Studie zeigt erschreckende Ergebnisse zum Thema Unfälle: Jeder zweite Autofahrer in den befragten Ländern war nach eigenen Angaben hinterm Lenkrad bereits in einen Unfall involviert (Deutschland 59%, China 57%, Japan 48%, USA 62%). Der häufigste Unfallgrund sind dabei Auffahrunfälle. 46% der Befragten in den USA, 45% in China und 44% in Deutschland sowie 37% in Japan haben einen solchen Unfall bereits als Autofahrer erlebt.

„Notbremsassistenten sind bereits für alle Fahrzeugklassen verfügbar. Auffahrunfälle können damit in vielen Fällen ganz vermieden werden. Durch erste Rabatte bei Versicherern für mit Notbremsassistenten ausgestattete Fahrzeuge und Verbrauchertests, wie Euro NCAP, gibt es im Fahrerassistenzmarkt eine hohe Dynamik, die erwarten lässt, dass diese Systeme zukünftig einen immer größeren Einzug in alle Fahrzeugklassen einnehmen werden", kommentierte Frank Jourdan, Continental-Vorstandsmitglied und Leiter der Division Chassis & Safety, die Ergebnisse.

Die Mehrheit der befragten deutschen (67%) chinesischen (64%) und US-amerikanischen (50%) Autofahrer kennen Automatisiertes Fahren. Dahingegen hat lediglich knapp jeder Dritte japanische Autofahrer (29%) vom Automatisierten Fahren gehört. Nach Erläuterung der genauen Funktionsweise stuften mehr als die Hälfte (China 79%, Japan 77%, Deutschland 53% und USA 50%) die Möglichkeit, sich zukünftig chauffieren zu lassen, als eine sinnvolle Entwicklung ein. Gleichzeitig zeigen die Studienergebnisse, dass Automatisiertem Fahren noch nicht im gleichen Maße vertraut wird wie Fahrerassistenzsystemen. (dpp-AutoReporter/hhg)

Quelle: auto-reporter.net, 2014-01-15
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