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auto-reporter.net, 2011-01-29

Die Linde Group versorgt die B-Klasse mit Wasserstoff

Testbericht

Der Aufbau einer flächendeckenden Wasserstoff-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle ist ein wichtiger Faktor für den Markterfolg dieser Technologie. Bisher gibt es weltweit rund 200 Tankstellen, an denen Brennstoffzellenfahrzeuge betankt werden können. Aufgrund des noch lückenhaften Versorgungsnetzes stellt die bedarfsgerechte Wasserstoffversorgung während der F-CELL World Tour 2011 eine große logistische Herausforderung dar. Exklusiver Partner auf diesem World Drive ist die Linde Group, die dank ihres Wasserstoff-Know-hows und ihrer weltweiten Präsenz die Versorgung während der gesamten Weltumrundung gewährleistet. Eine gemeinsam entwickelte mobile Betankungseinheit auf Basis eines Mercedes-Benz Sprinters begleitet die Tour und ermöglicht so die Kraftstoffversorgung auch auf abgelegenen Streckenabschnitten.

Neben einem Betankungsdruck von 700 bar waren kompakte Abmessungen für den Flugzeugtransport die wichtigste Anforderung an das speziell zu diesem Zweck konstruierte Betankungsfahrzeug. Auch abseits des F-CELL World Drive arbeiten Daimler und Linde eng zusammen, um in kommenden Jahren den steigenden Wasserstoffbedarf einer zunehmenden Anzahl von Brennstoffzellenfahrzeugen sicherzustellen. So engagieren sich zum Beispiel beide Unternehmen seit 2009 gemeinsam mit bedeutenden Energieversorgern, Großunternehmen der Mineralölindustrie sowie weiteren Partnern in der Initiative „H2-Mobility“ für den flächendeckenden Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland.

Daimler hat sich in den vergangenen Jahren klar als Vorreiter in Sachen alternative Antriebe positioniert. Auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen Mobilität fährt der Konzern konsequent mehrspurig: Die drei zentralen Entwicklungsschwerpunkte sind die Optimierung von Fahrzeugen mit modernsten Verbrennungsmotoren, die weitere Effizienzsteigerung durch maßgeschneiderte und bedarfsgerechte Hybridisierung sowie lokal emissionsfreie Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle oder Batterie. Bewusst setzt das Unternehmen dabei auf mehrere Konzepte für die Elektromobilität. So wird das Batteriefahrzeug als emissionsfreie Lösung für den innerstädtischen Verkehr entwickelt, während sich Fahrzeuge mit Brennstoffzelle dank einer großen Reichweite und kurzen Betankungszeiten auch für den Überlandverkehr eignen. Mit der B-Klasse F-CELL, der A-Klasse E-CELL, dem smart fortwo electric drive sowie dem Vito E-CELL kann das Unternehmen gleich vier lokal emissionsfreie, serienreife Fahrzeuge aufweisen.

Eine schnelle Markteinführung von Serien-Elektroautos verbunden mit größtmöglicher Kosteneffizienz erreicht Mercedes-Benz mithilfe seines modular aufgebauten E-Drive Systembaukastens. Dieses intelligente Modulkonzept ermöglicht es, einen hohen Anteil an Gleichteilen für unterschiedlichste Elektrofahrzeuge – mit Batterie oder Brennstoffzelle – zu verwenden. Der konzernübergreifende Einsatz von Komponenten spart Entwicklungszeit und -kosten und gewährleistet zudem eine „schlankere“ Produktion. Für die Modularisierung eignen sich alle wesentlichen Komponenten von Elektrofahrzeugen: vom Elektromotor und dem Getriebe über die Batterie und das Hochvolt-Sicherheitskonzept bis hin zu Hochvoltverkabelung und Software-Modulen. Bei F-CELL-Fahrzeugen lassen sich spezifische Komponenten, zum Beispiel Stacks und Wasserstofftanks, einheitlich für ganz unterschiedliche Fahrzeuge nutzen. Zum Beispiel, indem man je nach Bedarf die Anzahl variiert: So fährt etwa der Mercedes-Benz Brennstoffzellenbus mit zwei Pkw-Systemen desselben Typs, der auch in der B-Klasse F-CELL verwendet wird. Zudem kommt in der B-Klasse F-CELL derselbe Elektromotor zum Einsatz wie in der neuen A-Klasse E-CELL.

Gemeinsam mit Partnern treibt Daimler die Entwicklung modernster Lithium-Ionen-Batterien gezielt voran. Auf dieser Basis entstehen maßgeschneiderte Lösungen für das weltweit einmalige Produktportfolio, das alle Mobilitätsbedürfnisse abdeckt. Dabei profitiert Daimler vom eigenen Know-how aus langjähriger Forschungsarbeit. Mehr als 750 Patente zu batteriegetriebenen Fahrzeugen hat das Unternehmen bisher angemeldet – davon über 380 auf dem Gebiet der Lithium-Ionen-Technologie. Gezielte Kooperationen mit kompetenten Partnern gewährleisten, dass die fahrzeug- und einsatzspezifischen Anforderungen an die Batteriesysteme optimal erfüllt werden. Ein Beispiel ist die Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG, ein Joint-Venture der Daimler AG und der Evonik Industries AG mit dem Fokus auf der Systemintegration, Entwicklung und Produktion sowie Forschung und Vertrieb von Batteriesystemen auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. Die Integration dieser Batterien aus eigener Produktion in Daimler-Fahrzeuge ist ab 2012 geplant. (Auto-Reporter.NET/pha)

Quelle: auto-reporter.net, 2011-01-29