Die quattro GmbH stellt sich neu auf

Testbericht
Die RS-Familie der quattro GmbH, eine 100-protztige Tochter der Audi AG, hat mit dem neuen RS3 ein interessantes Einstiegsmodell bekommen. Deshalb Einstiegsmodell, weil es derzeit weder einen RS4 noch einen RS6 gibt und die Angebotspalette bis auf RS5 und TT RS zusammen geschrumpft ist. Daneben gehören der R8 und der leistungsstarke Q7 V12 TDI ins Portfolio. In diesem Jahr richtet sich die quattro GmbH neu aus, die Strukturen wurden bereits verändert. Das Ziel: In Zukunft wesentlich profitabler zu arbeiten und eine zielgenauere Vernetzung mit dem weltweiten Vertrieb der Audi AG einzugehen. Dass der sportliche Tochter ihre Eigenständigkeit bewahrt bleibt, ist klar, nur so können profitable Kleinserien für einzelne Märkte schnell umgesetzt werden.
Hauptstandbein der quattro GmbH bleiben die RS-Modelle, die in den nächsten Jahren zügig ausgebaut werden sollen, so ist ein neuer RS4 ebenso beschlossen wie der RS6 – auch ein RS1 befindet sich in der Endphase seines Entwicklungsprogramms. Ein weiteres wichtiges Standbein der quattro GmbH wird die Individualisierung sein, die in der Vergangenheit vernachlässigt wurde und ein hohes Maß an profitabler Einnahme in Aussicht stellt. Hier sollen neben Europa und den USA verstärkt Wachstumsmärkte wie China und Russland bedient werden. Ein Beispiel ist die speziell für den chinesischen Markt aufgelegte Kleinserie „Black and White Edition“ des TT, „die 500 Autos waren schon verkauft bevor sie nach China verschifft wurden“, versichert ein Manager der quattro GmbH. Und auch eine für den russischen Geschmack umgesetzte Kleinserie des Q7 findet großen Akzeptanz und spült damit gutes Geld in die Kasse der sportlichen Audi-Tochter. Das lukrative Rezept: Solche Kleinserien lassen sich mit hohen Preisaufschlag verkaufen.
Das dritte Standbein der quattro GmbH wird in Zukunft der Kundenmotorsport sein, der ein immer interessanteres Thema ist und auch eine gute Einnahmequelle sein kann. Hier werden die kundenorientierten Aktivitäten der Sportmodelle für die LMS, GT3 und GT4 gebündelt, fachmännisch betreut und angeboten. Dies ist sofern ein sinnvoller Schritt, weil die technischen Abstrahleffekte auf die sportlichen Serienmodelle wesentlich authentischer übertragen werden können. Hier findet in Zukunft auch ein reger Austausch mit Audi Motorsport statt. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)



























