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auto-reporter.net, 2010-12-02

Erste Brennstoffzellen-Mercedes an Kunden übergeben

Testbericht

Die ersten unter Serienbedingungen gefertigten Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle sind in Kundenhand. Das Staatsministerium und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg sowie die EnBW AG nahmen gestern (1. Dezember) in Stuttgart Fahrzeuge der Mercedes-Benz-B-Klasse F-CELL entgegen. Auch beim Bundesarbeitsministerium fährt man jetzt die B-Klasse F-CELL. Mit der B-Klasse F-CELL, der A-Klasse E-CELL, die ab Frühjahr in Kundenhand geht, sowie dem smart fortwo electric drive verfügt Mercedes-Benz Pkws über die weltweit bislang breiteste Produktpalette an serienreifen, rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen.

Das Fahrzeug verfügt über eine Reichweite von rund 400 Kilometern und glänzt mit kurzen Betankungszeiten. Technische Basis des Antriebs ist das optimierte Brennstoffzellensystem der neuesten Generation. Es ist rund 40 Prozent kleiner als das System in der A-Klasse F-CELL, entwickelt aber 30 Prozent mehr Leistung bei 30 Prozent weniger Verbrauch. Die Kaltstartfähigkeit der B-Klasse F-CELL liegt bei minus 25 °C. Der 100 kW/136 PS starke Elektromotor entwickelt ab der ersten Umdrehung ein Drehmoment von 290 Nm. Seine Fahrdynamik soll mit der eines 2,0-Liter-Benziners vergleichbar sein. Der NEFZ-Verbrauch (Neuer Europäischer Fahrzyklus) wird mit 3,3 Liter Kraftstoff (Diesel-Äquivalent) je 100 Kilometer angegeben.

Zur Gewinnung des Fahrstroms bedient man sich der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff direkt im Fahrzeug. Dabei entstehen keine Schadstoffemissionen, sondern lediglich reines Wasser. Die wesentlichen Antriebskomponenten sowie die Wasserstofftanks sind geschützt im Sandwichboden untergebracht, sodass Innen- und Kofferraum vollständig nutzbar bleiben. Von der Unterbringung der Tanks im doppelten Unterboden und des Sandwichkonzepts profitiert auch die Crash-Sicherheit des Modells.

Der Wasserstoff für den Betrieb der Brennstoffzelle wird mit 700 bar Druck in den drei Fahrzeugtanks gespeichert. Sie können knapp vier Kilogramm des gasförmigen Kraftstoffs aufnehmen. Die Tanks sind nach außen hermetisch dicht, sodass auch bei längeren Standzeiten des Fahrzeugs kein Wasserstoff in die Umgebung entweichen soll. Durch den hohen Kompressionsgrad kann das Brennstoffzellenfahrzeug Reichweiten von bis zu 400 Kilometern pro Tankfüllung erreichen, mehr als doppelt so weit wie die A-Klasse F-CELL von 2004. Leere Tanks können in weniger als drei Minuten aufgefüllt werden.

Um weitere Erfahrungen im Alltagsbetrieb zu sammeln, die dann in nachfolgende Modellreihen einfließen, wählt der Autobauer einen repräsentativen Kundenkreis aus Flottenbetreibern, öffentlichen Einrichtungen, Personen des öffentlichen Lebens und Privatkunden aus. Zwischen 2010 und 2012 werden rund 90 Brennstoffzellen-B-Klasse-Fahrzeuge in den deutschen Markt eingeführt. Parallel läuft der Alltagsbetrieb in den USA, 2012 sollen insgesamt rund 70 der umweltfreundlichen Elektroautos im US-Bundesstaat Kalifornien in Kundenhand unterwegs sein. (Auto-Reporter.NET/arie)

Quelle: auto-reporter.net, 2010-12-02
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