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auto-reporter.net, 2014-01-24

EU Kommission verzichtet auf Klimaschutz bei der Kraftstoffqualität

Testbericht

Bereits im Jahre 2009 wurde von allen EU-Institutionen die Verbesserung der Kraftstoffqualität beschlossen. Die dazu verabschiedete Kraftstoffqualitätsrichtlinie gibt als Ziel vor, die Treibhausgasemissionen im Kraftstoffsektor um sechs Prozent bis zum Jahr 2020 gegenüber 2010 zu reduzieren.

Doch in dem jetzt vorgelegten "Klima- und Energiepaket der EU für 2030" verzichtet die EU-Kommission neben verbindlichen Ausbauzielen für erneuerbare Energien auch gänzlich auf die Fortschreibung von Minderungsvorgaben für Kraftstoffe.

Darüber hinaus verzögert die EU-Kommission die Vorlage konkreter Umsetzungsregeln.
Kraftstoffhersteller sollten nachweisen müssen, aus welchem Rohstoff ihre Mineralölprodukte gewonnen wurden und welche Treibhausgasintensität diese aufweisen. Denn es macht einen deutlichen Unterschied in der Klima- und Umweltbilanz, ob man Erdöl aus einer konventionellen Lagerstätte gewinnt, oder ob, wie beim Abbau von Teersanden in Kanada, große Waldflächen vernichtet werden, unter hohem Energieaufwand das Öl aus dem Boden gewaschen wird und die daraus entstehenden Abwässer in Giftseen gelagert werden müssen.

Ein Grund für die Zurückhaltung der EU in dieser Frage ist der massive Druck der Mineralöllobby und der kanadischen Regierung, die in Alberta Teersandvorkommen erschließen will und ebenso plant diese nach Europa zu exportieren. Im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen weisen Teersande jedoch eine um rund ein Viertel höhere Treibhausgasintensität auf.

Zu den Auswirkungen teersandbasierte Kraftstoffe in Europa haben die europäischen Umweltverbände Friends of the Earth, Greenpeace und Transport & Environment eine Studie erstellt. Diese können sie unter http://www.transportenvironment.org/publications/nrdc-report-increased-tar-sands-imports-europe sowie in einer Kurzfassung - siehe Anhang - lesen.

Die Forderung der Umweltverbände:
Nur eine rasche und vernünftige Umsetzung der Kraftstoffqualitätsrichtlinie kann verhindern, dass dreckiges Öl in europäischen Autos zum Einsatz kommt und damit die Klimaziele der EU konterkariert. Die Bundesregierung hat sich bisher in dieser Frage neutral verhalten, hat nun aber die Chance, ein Zeichen für den internationalen Klimaschutz zu setzen und sich für eine rasche und korrekte Umsetzung sowie der Fortschreibung der Treibhausgasminderung bei Kraftstoffen nach 2020 einzusetzen. (dpp-AutoReporter)

Quelle: auto-reporter.net, 2014-01-24
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