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Testbericht

16. Februar 2011

Der Ford C-Max startet mit Ambiente-Ausstattung und mit 150 PS EcoBoost-Benzinmotor befristet bei 18.600 Euro. Wir haben uns als Diesel-Fans für den Grand C-Max als Titanium mit 2,0 l Duratorq-TDCi Turbodiesel, 120kW (163PS), DPF und Ford PowerShift-Automatikgetriebe entschieden. Zwar liegen wir dann bei 30.350 Euro, bekommen dafür aber jede Menge Auto.

Groß und variabel
Ganze Volleyball-Mannschaft mitnehmen? Geht klar: Der Trainer und Betreuer fährt den Ford C-Max, die sechs Spieler sind auch an Bord, nur für die Reservespieler ist kein Platz mehr. OK, Volleyballer sind meist größer als 1,90 Meter, aber zumindest der Zuspieler passt auf den Rücksitzplatz noch ganz kommode. Für die ganz kleinen ist der Platz auf den Rücksitzen gerade richtig, endlich haben sie ihre eigene dritte Reihe.

Einfach genial
Klappe auf, Gepäck einladen, Kinder einsteigen lassen, losfahren – so einfach geht das. Die Schiebetür geht leicht auf und so kann das Gepäck problemlos verstaut werden. Auch ein- und aussteigen geht wunderbar. Die gefürchteten Türrempler, vor allem wenn die jungen Wilden ins Auto steigen, entfallen.

Die dritte Reihe ist klipp-klapp weggeklappt. Da muss man nicht einmal in der Bedienungsanleitung nachschauen und schon verschwindet eine Unmenge Sprudel- und Bierkästen im Cargo- Compartment. Die große Heckklappe geht wie von Geisterhand auf und zu.

Die 163 PS stürmen gleich los. Der Sprint von 0 bis 100 soll in 10,5 Sekunden abgeschlossen sein. Höchstgeschwindigkeit ist mit 204 km/h angegeben. Es ist ein durchaus gelungenes Familienauto mit einem Triebwerk, das den C-Max locker auf Trapp hält.

Der Ford Grand C-Max ist mit allem ausgestattet, was das Herz begehrt: Einpark-Assistent mit Rückfahrkamera, Handy mit Bluetooth, Navigation usw. Mit dem Ford Key Free-System entfällt sogar das Öffnen der Türen mittels Fernbedienung. Man schwingt sich in das Auto und weiß, hier ist man der Kapitän an Bord. Gute Übersicht, bequeme Sitze: Herz, was willst du mehr?

Und so einfach geht es: den Schlüssel in die Mittelkonsole geworfen, ihn braucht man ja nicht, auf den Start-Stopp-Knopf – Ford Power-Startfunktion – drücken, Rückwärtsgang rein und los. Fahrstellung auf D, die 163 Pferdestärken spurten los und die 340 Newtonmeter Drehmoment liegen bereits bei 2.000 1/Minute. Die fünfstufige Sitzheizung macht es schnell gemütlich.

Einparken mit Ford Grand C-Max ist gewöhnungsbedürftig: Das Auto kann das nämlich von alleine. Der Parkassistent beurteilt die Parklücke und entscheidet: OK. Rückwärtsgang einlegen und schon schlägt der C-Max ein und fädelt zielstrebig ein. Klar steht man die ganze Zeit auf der Bremse und gefühlt schlägt der Wagen auch extrem früh ein. Vor fast 40 Jahren hat man noch Einparken gelernt, jetzt braucht man das nicht mehr. Der Fahrer denkt, der C-Max lenkt!

Verbrauch
Der Dieselverbrauch wird mit 7,4 / 5,0 / 5,8 Litern angegeben. Da kann man gespannt bleiben, ob wir das unterbieten können, denn der
Grand C-Max ist wirklich “Grand”. Das heißt, er schiebt schon eine mächtige Fläche in den Wind und das wiederum bedeutet einen hohen Kraftstoffverbrauch. Bis zu 1.742 Liter können in dem Raumwunder untergebracht werden – in der zweisitzigen Konfiguration und beladen bis zur Dachunterkante.

Wir sind bislang mit einem Schnitt von etwa 7,3 Litern Diesel unterwegs. Es ging nach Oberhausen. Die A31 war relativ frei, also testeten wir die Geschwindigkeit. Der C-Max zog sauber bis 180 km/h durch, auch 200 km/h ging problemlos, erst bei 210 km/h (Tacho) war Schluss. Der Kraftstoffverbrauch kletterte auf 8,1 Liter / 100 km. Das ist leider für ein modernes Auto sehr viel.

Der Ford Grand C-Max hat hohe Qualitäten in Sachen Alltagstauglichkeit. Ruck-Zuck wird aus einem 7-Sitzer ein 5-Sitzer und jede Menge Getränkekisten können problemlos transportiert werden.

Flexibel
Ford hat dem C-Max gleich zwei Schiebetüren spendiert. Das ist nicht selbstverständlich: Mercedes-Benz Vito und Viano kommen mit jeweils einer aus. In der zweiten Reihe den Sitz umgeklappt, nach vorn geschoben und schon können zwei Kinder in der dritten Reihe sitzen. Natürlich ist das kein Platz für einen 188 großen Zwei-Zentnermann – aber für Kurzstrecken sicher auch auszuhalten.

Mal Stifte raus, Tablett herunter geklappt und schon ist Ruhe im Fond. So macht Reisen Spaß und schont auch die Nerven von Mama und Papa. Überall gibt es Ablagemöglichkeiten und Wasser- und Apelschorleflaschen sind rasch verstaut.

Minuspunkt
Leider kann der C-Max beim Kraftstoffverbrauch nicht punkten. Überland braucht er mindestens 6,4 Liter, auf der Autobahn auch mal locker 9,5 Liter Diesel. Wir waren wohl noch relativ sparsam unterwegs, denn auf dem Ford-Forum wird von über 10 Liter Kraftstoffverbrauch berichtet. Bei autoplenum.de fasst man das DSG-Getriebe unter „durstig und spurtschwächer“ zusammen. Die Schaltversion soll einen halben Liter Diesel weniger verbrauchen.

Nach etwa 2.300 Test-Kilometern haben wir gestern den Ford Grand C-Max wieder abgegeben. Der Wagen überzeugte uns mit vielen liebevollen Details. Er war mit 340 Newtonmeter Drehmoment (bei 2.000 1/min) und 163 PS gut unterwegs. Wie Ford allerdings einen Kraftstoffverbrauch von 4,8 / 5,0 Liter (außerorts nach VO (EC) 715/2007) schafft, wird immer ein Geheimnis bleiben.

Ford-Flatrate
Bei Ford gibt es in der Tat eine Flatrate. Das hat aber nichts mit telefonieren zu tun, sondern bedeutet 4 Jahre Garantie ab Erstzulassung, 3 Wartungen / Inspektionen inklusive und auf Wunsch 4 Jahre Ford Auswahl-Finanzierung mit einem festen effektiven Jahreszins. Da bleiben die Kosten doch zumindest für die ersten vier Jahre überschaubar.

Praktisch und schnell
Die Titanium-Ausstattungslinie glänzt mit zahlreichen Extras, wie beispielsweise Ambientebeleuchtung, Audiosystem Sony mit 4,2“-Display inkl. Sound & Connect (Mobiltelefon-Vorbereitung mit Bluetooth-Schnittstelle), Berganfahrassistent, Tempomat, 2-Zonen Klimaanlage, 16-Zoll-Aluräder und vieles mehr. Die Heckklappe elektrisch kostet für den Grand-C-Max 430 Euro Aufpreis, kann aber nicht mit Titanium geordert, sondern muss mit dem Family-Paket II (510 Euro) gebucht werden. Zusätzlich gibt es dann einen 230-Volt-Anschluss (150 Watt). Er ist praktisch, wenn man mit einem Laptop unterwegs ist oder eine Batterie für eine digitale Kamera aufgeladen werden muss. Schade, dass unser C-Max kein Tagfahrlicht hatte. Dieses Feature für 299 Euro hätte ich auf jeden Fall gebucht.

Kraftstoffverbrauch

Modus Geschwindigkeit Strecke Verbrauch
Kurzstrecke langsam 55 km/h 75 km 7,3 l/100 km
Landstraße flott 73 km/h 112 km 9,5 l/100 km
Landstraße sparend 71 km/h 88 km 6,4 l/100 km
BAB 121 km/h 533 km 8,7 l/100 km

Fazit
Der Ford C-Max hat viel Spaß gemacht. Gut ausgestattet, durchbricht er leicht die 30.000 Euro-Marke. Dafür bekommt man ein gut-durchdachtes Auto, das der ganzen Familie gefällt. Auch ein Raumwunder muss kein Langeweiler sein.

Linktipp
Der Ford Grand C-Max auf autoplenum.de

 Fotos © 2014 Redaktionsbüro Kebschull 

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