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Testbericht

Benjamin Bessinger/SP-X, 16. August 2018
In der Hauptstraße 26 in Nürburg geht es in diesen Tagen zu wie in einem Taubenschlag. Im Viertelstundentakt rollen dort gerade die Prototypen des neuen Dreiers in die gut gesicherte Werkstatt des BMW Testcenters. Denn ein Vierteljahr vor der Weltpremiere und neun Monate vor der Markteinführung ihres wichtigsten Modells sind die Bayern gerade im Dauereinsatz in der Eifel, um die neunte Generation ihres Bestsellers fit zu machen für den Wettbewerb mit der Mercedes C-Klasse und dem Audi A4. Dass sie dabei mehr als mit den meisten Modellen auf und um den Nürburgring unterwegs sind, hat einen einfachen Grund; „Wir wollen den Dreier einmal mehr zum ‚Ultimate Sports Sedan’ machen“, sagt Jos van As, der die Fahrdynamik-Applikation in der Entwicklung leitet. Natürlich kommen auch die Gralshüter der Freude am Fahren nicht an der Digitalisierung vorbei und der nächste Dreier wird deshalb noch größere Bildschirme, noch schnellere Steuerchips, noch sensiblere Sensoren, noch leistungsfähigere Datenverbindungen und noch schlauere Assistenten bekommen. Doch vor allem soll es auch weiterhin Spaß machen, dieses Auto nicht nur zu bedienen, sondern es zu bewegen, sagt van As und bittet zu einer ersten Ausfahrt durch das Vulkangebirge. Dort fühlt sich der neue 330i, dessen Vierzylinder jetzt auf rund 260 PS und 400 Nm kommt und trotzdem fünf Prozent weniger verbrauchen soll, noch einen Schlag sportlicher an, als der aktuelle. Dabei war schon der deutlich agiler und lebendiger als C-Klasse oder A4. Es ist fast, als säße man in einem Vierer, so schneidig kurvt der Erlkönig durch die Eifel, folgt unmittelbar jeder Lenkbewegung, dreht sich fast wie von selbst in die Kurven und schürt mit einer sehr direkten Verbindung zwischen Fahrer und Fahrbahn ein schier unerschütterliches Vertrauen. Das hilft nicht nur auf den engen Straßen rund um den Nürburgring und natürlich auf der legendären Nordschleife, sondern vor allem dort, wo der Dreier die meiste Zeit unterwegs sein wird. Auf der Autobahn. Denn egal ob 130, 180 oder 220 km/h – immer bewahrt die Limousine eine stoische Ruhe und man ist selbst in engeren Kurven versucht, mindestens eine Hand von Lenkrad zu nehmen. Möglich wird das den Bayern zufolge vor allem dank eines neuen Fahrwerks. Ja, sie haben auch die Spur um drei Zentimeter verbreitert und den Schwerpunkt um einen Zentimeter gesenkt. Und weil sich neben der Form auch das Format nicht nennenswert ändert, die Ingenieure aber trotzdem jedes Teil auf die Waage gelegt haben, ist das Auto einen Zentner leichter als bisher. Aber den Unterschied sollen neue Dämpfer machen, die mehr Energie abbauen können, ohne sich deshalb gleich bockig anzufühlen. So wird der Dreier sportlich und verbindlich, ohne hart zu werden und man steigt auch nach drei Runden auf der Nordschleife noch ganz entspannt aus.  Das ist auch gut so. Vielleicht nicht so sehr für die Kunden, die sich abseits des M3 mit einem Dreier wohl nie auf die Nordschleife verirren werden. Aber zumindest für Männer wie van As. Denn die haben mit dem wichtigsten Modell aus München noch viel vor. Nicht nur, dass sie bald ein Dutzend Motorvarianten abstimmen müssen – darunter natürlich wieder ein M-Modell, einen Plug-In-Hybriden sowie angeblich auch den ersten M-Diesel für den Dreier sowie eine rein elektrische Limousine. Sondern natürlich wird es auch wieder eine ganze Reihe Derivate geben – der Kombi ist dabei genauso gesetzt wie Coupé, Cabrio und Viertürer der Vierer-Reihe. So schnell wird es also nicht ruhig werden im Taubenschlag der Tarnfahrzeuge und auf der Hauptstraße von Nürburg geht es weiter geschäftig zu.Von wegen Digitalisierung und Connectivity. Ja, auch der neue Dreier wird ein Rechner auf Rädern. Doch punkten will BMW bei seinem wichtigsten Modell vor allem mit einer durch und durch analogen Eigenschaft: Der Freude am Fahren.
Fazit
Von wegen Digitalisierung und Connectivity. Ja, auch der neue Dreier wird ein Rechner auf Rädern. Doch punkten will BMW bei seinem wichtigsten Modell vor allem mit einer durch und durch analogen Eigenschaft: Der Freude am Fahren.

Quelle: Autoplenum, 2018-08-16

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