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Testbericht

8. Juli 2015

Kleiner Bruder des CR-V
Honda kehrt nach langer Abstinenz in das Segment der Kompakt-SUV zurück. Die Produktion der ersten Generation wurde im Jahre 2005 eingestellt. Mit dem neuen HR-V wollen die Japaner an den Erfolg des großen Bruders CR-V anknüpfen, der in Deutschland rund 104.000 Käufer fand. Im Feld der Kompakt-SUV stehen im dabei etablierte Platzhirsche wie Opel Mokka oder Nissan Qashqai gegenüber.

Der Honda HR-V ist der kleine Bruder des CR-V.

Übersichtliche Auswahl
Um sich von den Hauptkonkurrenten abzuheben bietet der Honda HR-V auf den ersten Blick nicht viel. Das Design ist sportlich und glänzt durch Gimmicks wie den versteckten hinteren Türgriffen. Unter dem schicken Blech steht aber lediglich ein Diesel mit 120 PS sowie ein Benziner mit 130 PS zur Wahl. Beide sind serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Ein stufenloses Automatikgetriebe gibt es gegen Aufpreis ausschließlich für den Benziner. Die SUV-typisch höhere Bodenfreiheit sieht nur nach Offroad aus: Allradantrieb gibt es weder für Geld noch gute Worte. Egal in welcher Version, die Kraft wandert beim Honda HR-V immer an die Vorderräder.

Unser Testwagen
Hondas Beschränkung auf das wesentliche zahlt sich im Preis aus. Der von uns gefahrene 120 PS starke 1.6 Liter-Diesel mit Sechsgang-Schaltgetriebe startet ab 22.290 Euro. Der Benziner liegt knapp unterhalb der 20.000 Euro-Grenze.

Der Honda HR-V mit 120 PS starkem 1.6 Liter-Diesel und Sechsgang-Schaltgetriebe startet bei 22.290 Euro.

Ausreichend motorisiert
Am Steuer merkt man schnell: Die auf den ersten Blick geringe Auswahl muss kein Nachteil sein. Der Vierzylinder-Selbstzünder bietet 120 PS und 300 Nm Drehmoment – was im Alltag vollkommen ausreichend ist. Der Wunsch nach mehr PS kommt nicht auf. Ganz im Gegenteil: Der HR-V bietet Fahrspaß. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gibt Honda mit 10,0 Sekunden an, den Verbrauch mit 4,0 Litern auf 100 Kilometern. Im Test zeigte der Bordcomputer knappe sechs Liter an – immer noch ein respektabler Wert.

Das volle Drehmoment liegt ab 2000 Umdrehungen pro Minute an. Darunter gibt sich der Motor in Sachen Vorwärtsdrang sehr zurückhaltend, weshalb man gerade auf kurvigen Landstraßen lieber einmal mehr als einmal zu wenig zum Schalthebel greift. Das ist im HR-V allerdings zu verschmerzen. Hat man sich erst mal an den dünnen und Honda-eigenen Schaltstab gewöhnt, lassen sich die Gänge exakt und knackig einlegen. Bei hohen Drehzahlen macht der Motor aus seiner Selbstzünder-Abstammung kein Geheimnis und das typische Diesel-Brummen ist trotz verbesserter Dämmung deutlich zu vernehmen.

Hat man sich im Honda HR-V erst mal an den dünnen und Honda-eigenen Schaltstab gewöhnt, lassen sich die Gänge exakt und knackig einlegen.

Viel Fahrspaß
Zum knackigen Getriebe passt die gelungene Fahrwerksabstimmung. Hier hat Honda hat auch ohne regelbare Dämpfer die perfekte Kombination aus Sportlichkeit und Komfort gefunden. Obwohl man SUV-typisch hoch sitzt wuselt der HR-V flink und wendig durch die Kurven. Bodenwellen dringen kaum zum Fahrer durch. Auch bei flotterer Gangart strahlt der Honda HR-V ein hohes Maß an Sicherheit aus.

Honda hat im HR-V auch ohne regelbare Dämpfer die perfekte Kombination aus Sportlichkeit und Komfort gefunden.

Hohe Variabilität
Mehr gute Neuigkeiten gibt es aus dem Innenraum. Der sportliche Charakter spiegelt sich hier in jeder Menge Transportmöglichkeiten für Gerätschaften aller Art wieder. Der unter den Vordersitzen platzierte Kraftstofftank schafft Raum für die Honda eigenen „Magic Seats“, die sich sowohl eben nach vorne (1.845 mm Ladefläche) als auch senkrecht in die Höhe (1.240 mm Ladehöhe) klappen lassen. Wird zusätzlich der Beifahrersitz umgeklappt stehen maximal 2,4 Meter Ladefläche zur Verfügung.

Der im Honda HR-V unter den Vordersitzen platzierte Kraftstofftank schafft Raum für die Honda eigenen „Magic Seats“.

Fazit
Der Honda HR-V ist für das Segment der Kompakt-SUVs eine echte Bereicherung. Wer auf die Klassen-typischen Offroad-Eigenschaften verzichten kann, bekommt dafür auf befestigter Straße eine Extraportion Fahrspaß. Für die auf den ersten Blick geringen Auswahlmöglichkeiten gilt: Manchmal schmeckt ein Wurstbrot eben einfach besser, als eine Sesam-Ciabatta-Semmel mit Teriyaki-Hünchen und 35 weiteren Belägen, die man zwar bezahlt, aber nicht braucht. Lediglich eine Kombination aus Diesel und Automatik würden wir uns für die Zukunft wünschen.

Pro: günstiger Preis, gut abgestimmtes Fahrwerk, hohe Variabilität 
Contra: kein Diesel mit Automatik, viel Hartplastik im Innenraum, deutliches Motorengeräusch

Technische Daten Honda HR-V

Länge/Breite/Höhe 4.294 mm / 2.019 mm (inkl. Außenspiegel) / 1.605 mm (mit Antenne)
Radstand 2.610 mm
Wendekreis 11,4 m 
Leergewicht ab 1.324 kg
Zuladung -
Ahhängerlast (gebr./12 %) -
Kofferraumvolumen 453 - 1.026 l
Tankinhalt 50 l

1.6 i-DTEC mit Sechsgang-Schaltgetriebe

Leistung: 120 PS bei 4.000 min; 300 Nm bei 2.000 min; 0-100 km/h in 10,0 Sek.; Verbrauch (Werksangabe) 4,0 l auf 100 km, CO2-Ausstoß (Werksangabe) 104 g/km; ab € 22.290,-

Testwertung
3.5 von 5
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