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auto-reporter.net, 2011-07-11

Hymer: Bauen, was die Kunden wünschen

Testbericht

Hymer, seit 1990 Aktiengesellschaft, hatte es als branchenweit einziger Hersteller geschafft, ein Vollsortiment an Reisemobilen auf dem Markt anzubieten. In den besten Zeiten der Caravanbranche bot Hymer seinen Kunden vom Campingbus, über kompakte Modell, Alkoven-Modelle sowie Teil- und Vollintegrierte von der Mittelklasse bis ins Luxussegment nahezu alles an – insgesamt über zehn verschiedene Baureihen mit mehr als 50 individuellen Varianten. Firmengründer Erwin Hymer, heute 80 Jahre jung, arbeitete stets nach der Philosophie: „Ich habe immer gebaut, was die Kunden gewünscht haben.“ Das ist auch heute nicht anders, allerdings ist die Vielfalt an Modelle weitaus übersichtlicher. Das Erfolgsrezept lautet, sich auf die Modelle zu konzentrieren, die auch von der Kundschaft gekauft werden. 2011 feiert Hymer sein Jubiläum „50 Jahre Reisemobile“. Zur Hymer AG gehören die Töchter Brüstner, Laika und Niesmann Bischoff sowie die Zubehör-Firma Movera, aber auch die Produktionsfirma Capron, die die Marken Carado und Sunlight baut.

Auf der Jahrespressekonferenz in Bad Waldsee berichtete der Hymer-Konzern von seiner bereits im vergangenen Geschäftsjahr 2009 /2010 eingeleitete positive Geschäftsentwicklung, so konnte das Unternehmen im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2010/2011 bei Auftragseingang, Umsatzerlösen und Ergebnissen trotz allgemein eher stagnierender Märkte eine deutlich über dem Vorjahresniveau liegende Entwicklung verzeichnen. „Der Auftragseingang des Hymer-Konzerns lag im ersten Halbjahr 201/2011 um 35 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, der Auftragsbestand erhöhte sich entsprechend um 37 Prozent“, sagte Hermann Pfaff, Vertriebsvorstand der Hymer AG. Auch wenn der Umsatz um über 23 Prozent gesteigert werden konnte, „bewegen wir uns in einem uneinheitlichen Marktumfeld, das noch nicht wieder an das Vorkrisenniveau anknüpfen konnte.“ Im Gegensatz zu Deutschland gaben wichtige Märkte wie Frankreich, Italien, Niederlande und Skandinavien nach.

Die Krise scheint nur teilweise überwunden zu sein: Der deutsche Markt für Freizeitfahrzeuge schwingt sich zu alten Höchstmarken auf, heißt es aus Branchenkreisen. Hintergrund: „Die Initialzündung war der sehr erfolgreiche Caravan Salon 2010“, versichert Hans-Karl Sternberg, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD). „Jetzt sind die Dämme scheinbar gebrochen. Unsere Steigerungsraten liegen sogar erheblich über denen des Pkw-Marktes.“ In den ersten vier Monaten wurden insgesamt 8.855 neue Reisemobile (plus 26,8 Prozent) registriert – das ist der zweitbeste Jahresbeginn überhaupt. Nur im Rekordjahr 2008 wurden mit 9.005 Einheiten bis April mehr neue Motorcaravans zugelassen. „Auch der Caravanmarkt kletterte seit Jahresbeginn auf 6.428 Neuzulassungen (plus 16,2 Prozent) und übertrifft damit die beiden letzten Jahre deutlich“, sagt Sternberg. Der April 2011 gab Anlass zur Freude; er knackte sogar beinahe einen alten Spitzenwert: 3.976 neue Reisemobile ließen die Deutschen zu (plus 57,3 Prozent), nur im April 2000 waren es 4.131 Einheiten mehr.

Bei Hymer zeigt sich der Vorstand mit der bisherigen Geschäftsentwicklung zufrieden. Dies ist aber kein Grund zum Ausruhen: „Der Wettbewerb verschärft sich zusehends. Für Management und Belegschaft des Hymer-Konzerns ist dies umso mehr Ansporn, unsere führende Rolle im Markt zu verteidigen und nach Möglichkeit noch weiter auszubauen“, gibt Pfaff die Richtung vor, der auch Märkte wie Russland und China im Fokus des Interesses hat. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)

Quelle: auto-reporter.net, 2011-07-11
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