Kaiser GmbH ist Insolvenz

Testbericht
Die niederbayrische Kaiser GmbH ein wichtiger Lieferant von Komponenten für Getriebe, Motor und Bremsen hat Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Passau den Münchner Fachanwalt Dr. Michael Jaffé, der in der Region unter anderem für die erfolgreiche Sanierung des Wohnwagen-Herstellers Knaus Tabbert verantwortlich zeichnete. Aktuell beschäftigt die Kaiser GmbH rund 660 Mitarbeiter und erwirtschaftet Erlöse von rund 90 Millionen Euro.
Die Kaiser GmbH ist seit mehr als 30 Jahren ein kompetenter Partner in der Zuliefer-Kette der deutschen Automobilindustrie auf dem Gebiet der zerspanenden Serienfertigung und im optionalen Beschichten von wichtigen Bauteilen aus Grau- und Sphäroguß, Stahl sowie den Leichtmetallen Aluminium und Magnesium. Als verlängerte Werkbank produziert Kaiser so unter anderem Airbag- und Antriebs-Komponenten, Bremsscheiben und -trommeln, Gehäuse für ABS, Kupplung, Getriebe, Hinterachse und Wasserpumpen, Zylinderblöcke, Schwungräder, Ölwannen, Achsschenkel und Querlenker. Komponenten von Kaiser finden sich in nahezu jedem Dieselfahrzeug eines deutschen Automobilherstellers. 2012 lieferte Kaiser 24 Millionen Teile aus.
Kaiser produziert nicht nur am Stammsitz Aicha vorm Wald (450 Mitarbeiter), sondern auch in einem Werk in Straßkirchen-Salzweg (rund 210 Mitarbeiter). Alleiniger Eigentümer und Geschäftsführer der Kaiser GmbH ist der Gründer Klaus-Peter Kaiser. Von 2000 bis 2008 verzeichnete die Kaiser GmbH ein rasantes Wachstum und verdreifachte nahezu den Umsatz. Nach dem krisenbedingten Einbruch in 2009 hatte Kaiser zuletzt wieder an dieses Wachstumstempo anknüpfen können. (dpp-AutoReporter)




























