Buchrezension: BMW Art Cars - Kunst am Auto
Testbericht
1975 startete ein vom Künstler Alexander Calder bemalter BMW 3.0 CSL bei den 24-Stunden von Le Mans und avancierte ob seiner Lackierung zum Publikumsliebling. Was damals als spleenige Laune des kunstaffinen Rennfahrers Henry Poulain erschien, entwickelte sich zu einer ganzen Sammlung von rollenden Kunstwerken. Seit 1975 haben 17 Künstler BMW-Modelle gewissermaßen als Leinwand benutzt. Dabei stand die Verbindung von Sport und Kunst meist im Mittelpunkt. So gestaltete etwa Andy Warhol 1979 einen den Mittelmotorsportler BMW M1 und Roy Lichtenberg verfeinerte einen BMW 320 Gruppe 5.
Aber auch Serienfahrzeuge fanden ihren Weg in die Kunstsammlung. So bemalte die afrikanische Künstlerin Esther Mahlangu 1991 einen BMW 525i mit typischen Stammesmustern. Ihre Arbeit entstand ein Jahr nach der Freilassung von Nelson Mandela und gilt auch als Botschaft an das damals neue Südafrika.
„Rolling sculptures“ nennt BMW die Sammlung, die man jetzt erstmals auch zum Nachlesen und Anschauen in einem Buch zusammengefasst hat. „BMW Art Cars“, erschienen im Kunstbuchverlag Hatje Cantz, fasst auf 200 Seiten die Geschichte der Kunstfahrzeuge zusammen. Jedem Künstler und seinem Auto ist ein ausführlich bebildertes Kapitel gewidmet und auch die Initiatoren der Kunst am Auto-Idee, Alain Poulain und der ehemalige BMW-Motorsportchef Jochen Neerpasch, kommen zu Wort. (ISBN 978- 3-7757-3345-8, 29,80 Euro)
Ist das Kunst, oder kann das weg? Diese ketzerische Frage stellt sicher niemand bei den „rolling sculptures“ von BMW, schließlich haben schon die bloßen Fahrzeuge einen nicht unerheblichen Liebhaberwert. Aber es ist auch Kunst, die man nun in einem neuen Bildband anschauen kann.
Ist das Kunst, oder kann das weg? Diese ketzerische Frage stellt sicher niemand bei den „rolling sculptures“ von BMW, schließlich haben schon die bloßen Fahrzeuge einen nicht unerheblichen Liebhaberwert. Aber es ist auch Kunst, die man nun in einem neuen Bildband anschauen kann.




























