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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 25. Juni 2012

Der Mini entwickelt praktische Talente. Auf Basis des kombiartigen Kleinwagens Clubman bringt die BMW-Tochter nun den Stadtlieferwagen Clubvan auf den Markt. Ohne Rückbank und mit beklebten hinteren Seitenfenstern soll das mittlerweile siebte Modell der Marke vor allem Kunden locken, denen VW Caddy und Co. zu profan sind. Die müssen dann allerdings auch 18.100 Euro investieren.

Den Fuhrpark eines Modedesigners, eines Kunstgaleristen oder eines Event-Caterers stellt sich die BMW-Tochter als mögliches Einsatzgebiet des Clubvan vor. Ein richtiges Lasttier ist der Zweisitzer jedoch nicht. Maximal 860 Liter passen in den 1,15 Meter langen Laderaum, an Zuladung sind höchstens 500 Kilogramm erlaubt. Für klassische Lieferwagenkunden wie Handwerker oder Paketdienste dürfte das in der Regel zu wenig sein.

Zum Ausgleich kann der Clubvan mit jeder Menge Schick aufwarten. Wie von den Pkw bekannt, gibt es eine umfangreiche Optionsliste, die unter anderem Ledersitze, Interieurleisten für das Cockpit oder 16 und 17 Zoll große Felgen als Alternative zu den serienmäßigen 15-Zöllern aufführt. Auch das Programm an Technik-Extras ist für ein Nutzfahrzeug ungewöhnlich umfangreich: Xenon-Licht, Klimaautomatik und ein Top-Audiosystem sind gegen Aufpreis zu haben.  

Für den Antrieb stehen die schwächeren Motoren aus der Mini-Palette zur Wahl. Die Basisvariante „One“ erhält den bekannten 1,6-Liter-Benziner mit 72 kW/98 PS, der „Cooper“ den gleichen Motor in der Ausbaustufe mit 90 kW/122 PS. Alternativ wird ein 1,6-Liter-Diesel mit 82 kW/112 PS angeboten, der sich mit 3,9 Litern Kraftstoff begnügen soll. Für die Kraftübertragung sorgt jeweils ein manuelles Sechsganggetriebe, alternativ ist eine Automatik mit sechs Stufen zu haben. Den aus den anderen Mini-Modellen bekannten „Cooper-S“-Turbobenziner mit 135 kW/184 PS sowie den 105 kW/143 PS starken Top-Diesel „Cooper SD“ gibt es für den Lieferwagen nicht. Für die Kraftübertragung sorgt ein manuelles Sechsganggetriebe, alternativ ist eine Automatik mit sechs Stufen zu haben.

Historisches Vorbild des Clubvan ist gebaute Morris Mini Van, der zwischen 1960 und 1982 über eine halbe Million Mal gebaut wurde. Er war nicht nur als Lieferwagen, sondern auch als billige Alternative zu den Pkw der Marke beliebt. Bei der Neuauflage ist der Preisvorteil allerdings gering. Der Lieferwagen ist lediglich 500 Euro billiger als sein Pkw-Pendant.

Mini hat eine weitere Lücke in seinem Modellprogramm ausgemacht. Die Lifestyle-Marke bietet nun ihren Clubman auch als Lieferwagen an – mit wenigen, aber entscheidenden Änderungen.

Fazit
Mini hat eine weitere Lücke in seinem Modellprogramm ausgemacht. Die Lifestyle-Marke bietet nun ihren Clubman auch als Lieferwagen an – mit wenigen, aber entscheidenden Änderungen.

Quelle: Autoplenum, 2012-06-25

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