12Gebrauchtwagen.de12Neuwagen.de

Unsere Partnerseiten:

Autoplenum, 2013-11-20

Tokyo Motor Show - Luftig durch Japan

Testbericht

Patrick Broich/SP-X

Wer durch die Straßen Tokios schlendert, erlebt zwei automobile Welten aufeinanderprallen: Da sind einerseits ausladende Luxuskarossen mit den größtmöglichen Motorisierungen, gerne also auch mal ein Zwölfzylinder. Andererseits aber fordert die erdrückende Enge der Millionen-Metropole und auch anderer dicht besiedelter Städte Japans ihren Tribut. Die Antwort auf knappen Parkraum und hohe Kosten sind Kei-Cars mit höchstens 660 Kubikzentimetern Hubraum und einer Länge von maximal 3,40 Metern. Dass es von dieser Sorte auch reine Spaßmobile geben kann, beweist Honda mit dem S660 Concept. Da kommen Erinnerungen an das S600 Cabrio aus den Sechzigern hoch.



Das Concept anno 2013 mutet futuristisch und außerordentlich sportlich an; schneidige Scheinwerfer mit durchgängigem Leuchtband, auffällige Aluräder sowie markante Sicken lassen den S660 stärker aussehen als seine 0,7 Liter Hubraum glauben lassen. Mit optisch schicken Elementen als Überrollbügel haben die Honda-Techniker aus der Not eine Tugend gezaubert. Wie stark ein von der Studie abgeleitetes Serienmodell am Ende sein wird, verraten sie indes noch nicht. Dass es aber so ähnlich aussehen dürfte wie nun als Studie in Tokio präsentiert, gilt als ausgemacht. Die Instrumente erinnern stark an jene des Civic – an Markenidentität mangelt es dem 660er jedenfalls nicht.



Selbiges lässt sich auch vom Daihatsu Kopen sagen, der ebenfalls als Studie angelegt ist, aber etwas weiter von der Serie entfernt zu sein scheint als der Honda S660. Unter dem bezeichnenden Motto „play tomorrow“ möchte Daihatsu gerne ausloten, welches Potenzial in kleinen Fahrzeugen der Zukunft steckt. Ein riesiger Kühlergrill lässt den luftigen Zweisitzer erwachsener wirken als die verspielten Designelemente vorgeben. Vor allem die Kunststoffverkleidungen der Radhäuser bei der „XMZ“-Ausführung erinnern auf bizarre Weise an eine Mischung aus Playmobil und Geländewagen. Die Kopen-Studie wirkt kantiger als der Vorgänger Copen – im direkten Vergleich lässt sich jedoch eine Verwandtschaft erkennen. Um die Kei-Car-Anforderungen zu erfüllen, ist ein Dreizylinder-Turbo mit 0,7 Litern vorgesehen, und seine Länge überschreitet die 3,40 Meter freilich nicht. Schade, dass die mögliche Neuauflage des kultigen Winzlings nicht nach Europa kommen wird. Aber es gibt ja glücklicherweise Importeure für automobile Raritäten aus Fernost.



Kaum weniger verspielt, technisch recht anspruchsvoll – aber kein Kei-Car mehr ist die Studie Suzuki X-Lander. Das 3,60 Meter lange und an einen Strandbuggy erinnernde Cabrio verfügt über einen Hybrid-Antriebsstrang. Als Verbrenner dient ein vierzylindriger 1,2-Liter-Motor, über dessen Leistung es bisher ebenso wenig Informationen gibt wie über die Eckdaten der E-Maschine. Jedenfalls soll das mit groben Stollen ausgerüstete Concept dank Allradantrieb sowie Automatikgetriebe zum wahren Alleskönner avancieren und ebenso in der Stadt wie auch auf unwegbarem Terrain eine gute Figur abgeben. Der futuristische Innenraum zeigt, dass dieser Suzuki eher ein Visionär ist. Ein markanter Grill, sportiv anmutende Scheinwerfer und der auffällige Überrollschutz sorgen für Hinguck-Faktor. Ob daraus jemals ein Serienmodell abgeleitet wird, steht in den Sternen. Der Hybridantrieb zeigt aber: Auch kleine Hersteller wie Suzuki müssen umdenken und in sparsame Antriebstechnik investieren. Obwohl Suzuki mit dem Twin als Kei-Car-Hybrid gar Pionierarbeit leistete, setzt der 4x4-Traditionalist bisher in der Hauptsache auf Verbrenner.

Wo passen kleine, quirlige Roadster besser hin als ins dicht besiedelte und heiße Japan? Kein Wunder, dass die 43. Tokio Motor Show 2013 entsprechende Konzepte ohne Dach zu bieten hat. Wir stellen drei solcher Spaßmobile vor.

Fazit

Wo passen kleine, quirlige Roadster besser hin als ins dicht besiedelte und heiße Japan? Kein Wunder, dass die 43. Tokio Motor Show 2013 entsprechende Konzepte ohne Dach zu bieten hat. Wir stellen drei solcher Spaßmobile vor.

Quelle: Autoplenum, 2013-11-20
Geteste Modelle
Für diesen Testbericht sind keine passenden Modelle vorhanden.