12neuwagen de12gebrauchtwagen de

Unsere Partnerseiten:

Testbericht

Peter Eck/SP-X, 8. Juni 2019
SP-X/Frankfurt. Rechnet man alle Coupé-Varianten mit, dann hat Mercedes derzeit sieben SUVs am Start – vom kompakten GLA bis zum Dimensionen sprengenden GLS. Wie so häufig verspricht aber die Mitte den größten Erfolg: Von keiner SUV-Modellreihe verkaufen die Schwaben mehr Fahrzeuge als vom GLC, insgesamt seit dem Start im Herbst 2015 bereits mehr als 1,5 Millionen Exemplare. Wie üblich nach drei bis vier Jahren Laufzeit bringt Mercedes im Sommer die Baureihe nun gründlich überarbeitet an den Start. Neben einigen optischen, umfassen die Änderungen auch viele technische Verbesserungen; herauszuheben sind die neuen, sparsameren Motoren und das bereits in der A-Klasse hochgelobte Infotainmentsystem MBUX. Die Preisliste startet bei 46.240 Euro für den GLC 200 und endet bei 95.180 Euro für den GLC 63 S mit 510 PS. Die fast 90-seitige Aufpreisliste hält dazu noch viele Schmankerl bereit. Immerhin: Neungang-Automatik und Allradantrieb gehören in allen Versionen zur Serienausstattung.Auch bei den Motoren bietet sich ein Blick auf die mittleren Varianten an. Zum Start stehen neben den Achtzylinder-AMGs fünf Vierzylinder-Motoren zur Verfügung, zwei Benziner und drei Diesel. Alle Antriebe sind neu im GLC und versprechen weniger Verbrauch und mehr Fahrspaß. Zudem erfüllen sie sämtlich die ab 2020 geltende Euro 6d-Norm.Interessant ist der Vergleich zwischen den ähnlich leistungsstarken und auch preislich vergleichbaren Versionen GLC 300 und GLC 300d. Der Benziner kommt auf 190 kW/258 PS (plus kurzzeitig zusätzlich 10 kW/14 PS per Boost) und kostet ab 53.585 Euro. Der Diesel leistet mit 180 kW/245 PS nur unwesentlich weniger und ist mit einem Basispreis von 52.425 Euro etwa einen Tausender günstiger. Für den Spaßfahrer wird der spritzigere und leisere Ottomotor trotzdem die erste Wahl sein. Zumal der mit einem 48-Volt-System mit riemengetriebenem Startergenerator ausgerüstete Benziner einen elektrischen Zusatzboost von bis zu 14 PS ermöglicht, was sich vor allem bei Überholvorgängen als recht angenehm erweist. Allerdings bleibt es nicht beim etwas höheren Grundpreis, auch der Verbrauch liegt mit 7,1 zu 5,7 Liter deutlich über dem des Selbstzünders. In der Praxis dürfte sich die Differenz noch vergrößern, nimmt sich der Benziner doch bei forcierter Fahrweise einen deutlich größeren Extraschluck, als der genügsamere, aber auch weniger spritzige und leicht brummige Diesel. Der bleibt daher vor allem für Vielfahrer weiterhin die erste Wahl.Neben den bei einer großen Überarbeitung üblichen, weil einigermaßen kostengünstig zu realisierenden Veränderungen an Heck, Front und Kühlergrill sowie mit zusätzlichen Chrom-Elementen hat der GLC jetzt immer das Infotainmentsystem MBUX an Bord. Das hört auf „Hey Mercedes“ und dürfte das zurzeit fortschrittlichste System auf dem Markt sein. Ob man den aufpreispflichtigen und auf Gesten reagierenden sogenannten Interieur-Assistenten braucht, lassen wir an dieser Stelle mal gnädig dahingestellt. Wer noch etwas Extra-Geld ausgeben möchte, sollte vielleicht lieber an die Multibeam-Scheinwerfer (1.460 Euro) denken, mit dem das serienmäßige LED-Licht nochmals deutlich aufgewertet wird.Bei Fahrerassistenzsystemen ist Mercedes schon immer mit führend und integriert neue Systeme ständig von oben nach unten in die Fahrzeugklassen. So passt der Abstands-Assistent Distronic in Zusammenarbeit mit dem Lenk-Assistenten die Geschwindigkeit in Kurven oder vor Kreuzungen jetzt automatisch an. Und wer beim Fahrkomfort noch etwas drauflegen möchte, greift zur optionalen Luftfederung anstelle des keinesfalls unkomfortablen Stahlfederwerks. Hier ist es möglich, eine Verstelldämpfung (Body Control)  zu bestellen, dann wird die Dämpfung je nach Tempo, Fahrsituation und Fahrbahnzustand für jedes Rad einzeln gesteuert.Der GLC präsentiert sich nach der umfangreichen Überarbeitung mehr denn je als das fast makellose Premium-SUV dieser Klasse. Man erhält mit ihm vielleicht nicht gerade das optisch spannendste oder kurvenagilste Fahrzeug, aber man geht mit einem Kauf dafür immer auf Nummer sicher. Der GLC verkörpert damit das, was etwa in anderen Lebensbereichen immer mehr verloren geht: Maß und Mitte – und das im bestem Sinn.   Mercedes GLC – Technische Daten:Fünfsitziges, fünftüriges SUV der Mittelklasse; Länge: 4,77, Breite: 1,89 Meter (mit Außenspiegeln: 2,10 Meter), Höhe: 1,64 Meter, Radstand: 2,87 Meter, Kofferraumvolumen: 550 – 1.600 LiterGLC 300: 2,0-Liter-Turbobenziner, 190 kW/258 PS (+ 10 kW/14 PS Boost), maximales Drehmoment: 370 Newtonmeter bei 1.800 – 4.000 U/min, Allradantrieb, Neungang-Automatik, 0-100 km/h: 6,2 s, Vmax: 240 km/h, Normverbrauch: 7,1 – 7,4 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 162 – 169 g/km, Effizienzklasse: C, Abgasnorm: Euro 6d-temp EVAP-ISC, Preis: ab 53.585 EuroGLC 300d: 2,0-Liter-Turbodiesel, 180 kW/245 PS, maximales Drehmoment: 500 Newtonmeter bei 1.600 – 2.400 U/min, Allradantrieb, Neungang-Automatik, 0-100 km/h: 6,5 s, Vmax: 231 km/h, Normverbrauch: 5,7 – 5,9 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 151 – 157 g/km, Effizienzklasse: B, Abgasnorm: Euro 6d-ISC, Preis: ab 52.425 EuroKurzcharakteristik:Warum: moderne Motoren, fein verarbeitet, sehr komfortabel, viele AssistentenWarum nicht: hohe Grund- und Aufpreise, wenig sportlich, optisch kein Hingucker,  Was sonst: BMW X3, Audi Q5, VW TouaregWann kommt er: im SommerWenn bei Mercedes die große Überarbeitung zur Lebensmitte eines Modells ansteht, dann wird anders als bei einigen anderen Herstellern nicht gekleckert. Der GLC erhält nicht nur neue Motoren und das derzeit modernste Infotainmentsystem. Auch bei den Assistenzsystemen und nicht zuletzt bei der Optik hat sich einiges getan.
Weiterlesen
Fazit
Wenn bei Mercedes die große Überarbeitung zur Lebensmitte eines Modells ansteht, dann wird anders als bei einigen anderen Herstellern nicht gekleckert. Der GLC erhält nicht nur neue Motoren und das derzeit modernste Infotainmentsystem. Auch bei den Assistenzsystemen und nicht zuletzt bei der Optik hat sich einiges getan.

Quelle: Autoplenum, 2019-06-08

Getestete Modelle
Für diesen Testbericht sind keine passenden Modelle vorhanden.
Ähnliche Testberichte
Autoplenum

Autoplenum, 2019-10-25

Neue Rekordmarke bei Ökostrom - Anstieg um fast 5 Prozent...Neue Rekordmarke bei Ökostrom - Anstieg um fast 5 Prozentpunkte
Anstieg um fast 5 Prozentpunkte Neue Rekordmarke bei Ökostrom Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2019-10-25

Opel wird elektrischer - Vom Kleinwagen bis zum TransporterOpel wird elektrischer - Vom Kleinwagen bis zum Transporter
Vom Kleinwagen bis zum Transporter Opel wird elektrischer Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2019-10-25

5x: So teuer ist eine Kilowattstunde - Reichweite kostet5x: So teuer ist eine Kilowattstunde - Reichweite kostet
Reichweite kostet 5x: So teuer ist eine Kilowattstunde Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2019-10-25

VW Golf 8: So günstig wie nie - Günstiger als ein Golf 3 ...VW Golf 8: So günstig wie nie - Günstiger als ein Golf 3 – relativ ...
Günstiger als ein Golf 3 – relativ betrachtet VW Golf 8: So günstig wie nie ...Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2019-10-25

Donkervoort D8 GTO-JD70 - Mit 2 g ums EckDonkervoort D8 GTO-JD70 - Mit 2 g ums Eck
Mit 2 g ums Eck Donkervoort D8 GTO-JD70 Ganzen Testbericht lesen