Mediziner fordern strengere Grenzwerte für Feinstaub

Testbericht
Eine Studie unter Mitwirkung des Münchener Helmholtz- Zentrums zeigt auf, dass die Feinstaubbelastungen ein höheres Gesundheitsrisiko darstellen als bisher angenommen. Mehr als 100 000 Probanden aus Deutschland, Finnland, Schweden, Dänemark und Italien hatten an der Studie über 11,5 Jahre teilgenommen. Besonders alarmierend seien die Gesundheitsschädigungen - wie Herzinfarkt oder Angina - bereits unterhalb der vorgeschriebenen EU-Grenzwerte aus dem Jahr 2008. Die Mediziner fordern im "British Medical Journal", den geltenden Grenzwert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter für die jährliche Feinstaubbelastung mit Partikeln in der Größenordnung von maximal 2,5 Mikrometern deutlich abzusenken. Wie auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehlen sie einen Grenzwert von zehn Mikrogramm/m³.
Feinstaub besteht aus kleinsten Partikeln, die in die Lunge und teils in die Lungenbläschen eindringen. Die Teilchen stammen in der Regel aus Fabriken, Kaminen oder Fahrzeugabgasen, aber auch aus Reifenabrieb. Die Wissenschaftler glichen das Auftreten der Herzprobleme bei 5157 Teilnehmern mit der Feinstaub-Konzentration am Wohnort der Betroffenen und deren Lebensumstände wie Alter und Rauchverhalten ab. (dpp-AutoReporter/wpr)




























