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Autoplenum, 2012-03-05

Mercedes A-Klasse - Generationswechsel

Testbericht

Marcel Sommer

Die neue A-Klasse von Mercedes-Benz scheint nichts mit ihrem Vorgänger
gemeinsam zu haben. Der Angriff auf eine neue und vor allem jüngere
Käufergruppe ist entfacht.

Die Zeiten, in denen in einer A-Klasse der Hut auf der Ablage nicht fehlen
darf, sind gezählt. Denn: "Sie ist neu bis ins letzte Detail. Diese Chance, mit
einem weißen Blatt Papier zu beginnen, gibt es in der Autoentwicklung nicht
oft", erklärt Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter
Mercedes-Benz Cars. Wer den neuen Mercedes gesehen hat, spürt, dass die
Ingenieure und Designer diese Chance erfolgreich genutzt haben. Die
Weltpremiere feiert die A-Klasse jetzt vom 8. bis zum 18. März auf dem
Genfer Salon und zu kaufen gibt es den ab 99 Gramm CO2 pro Kilometer
ausstoßenden Kompaktwagen ab September dieses Jahres.

Der größte Unterschied zwischen der alten und der neuen A-Klasse ist bereits
auf den ersten Blick zu erkennen. Sie ist gewachsen und geschrumpft
zugleich. Ganze 16 Zentimeter ist das Dach dem Asphalt näher gekommen.
Die Höhe von 1,43 Meter bietet dennoch ausreichend Kopffreiheit für alle fünf
Insassen. In der Länge ist sie von 3,88 Meter auf 4,29 Meter gestreckt
worden. Deutlich wird dies an dem Wegfall der stumpfen Nase, die durch eine
Motorhaube ersetzt wurde, die den Namen nun wirklich verdient. Insgesamt
wirkt die zwischen 80 kW / 109 PS und 155 kW / 211 PS leistende Mercedes-
Neuheit sportlicher, dynamischer und moderner. Was nicht zuletzt auch an der von Beginn an existierenden Zusammenarbeit mit AMG liegen mag.

"AMG war von Anfang an in die Entwicklung der A-Klasse eingebunden. Im
Kompaktsegment ist das ein Novum. Deutlich wird das mit den Sportmodellen
der A-Klasse", verrät Ola Källenius, Vorsitzender der Geschäftsführung von
Mercedes-AMG. So verfügt die A-Klasse AMG Sport neben 18-Zoll AMG-
Leichtmetallfelgen mit 235er-Breitreifen und rot lackierten Bremssätteln auch
über eine extra entwickelte Vorderachse und ein dazu abgestimmtes
Fahrwerk. Aus der Motorenentwicklung für die A-Klasse hat sich AMG bisher
offiziell noch herausgehalten. Doch soll eine knapp 257 kW / 350 PS leistende
AMG-Motorenversion kommen. Das i-Tüpfelchen der neu entdeckten Sportlichkeit in der A-Klasse zeigt sich in dem Dachspoiler, der unsichtbar alle Antennen enthält und ein wenig Struktur in die Dachpartie bringt. Neben der Ausstattungslinie AMG Sport und der Basisausstattung stehen noch die Versionen Urban und Style zur Auswahl.

Für den Antrieb sorgen neue Benzinmotoren mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum.
Sie leisten 90 kW / 115 PS im A 180, 115 kW / 156 PS im A 200 und 155 kW /
211 PS im A 250. Im 1,6-Liter-Motor feiert zudem die Camtronic ihre
Weltpremiere. Sie sorgt durch die Verstellung des Ventilhubs auf der
Einlassseite für eine Begrenzung der Frischgasmenge im Teillastbereich und
senkt so den Verbrauch. Auf Seiten der Dieselaggregate startet der A 180
CDI mit 80 kW / 109 PS und einem maximalen Drehmoment von 250
Newtonmetern. Der A 200 CDI leistet 100 kW / 136 PS inklusive 300
Newtonmetern und der A 220 CDI holt aus seinem 2,2 Liter Hubraum 125 kW
/ 170 PS sowie ein Drehmoment von 350 Newtonmetern. Ob Benzin- oder
Dieselmotor, alle Triebwerke verfügen ab Werk über eine Start-Stopp-
Funktion. Ebenfalls für alle Motoren erhältlich sind das neue Sechsgang-
Schaltgetriebe und die Siebengang-Doppelkupplungs-Automatik. Die quer
eingebauten Vierzylindermotoren treiben in der Regeln nur die Vorderräder
an. Optional gibt es jedoch auch einen Allradantrieb bei einigen Modellen.

Neben dem sportlich-langen Auftreten wurde auch das Innere der neuen A-
Klasse modernisiert. Die Oberflächen der Zierelemente haben eine echte
metallische Oberfläche erhalten und in allen Ausstattungslinien stehen Sport-
Sitze mit integrierten Kopfstützen als Sonderausstattung zur Wahl. Ganz dem
Smartphone-Zeitalter entsprechend gibt es auch für die A-Klasse eine eigene
App, mit der alle Fähigkeiten des Telefons im Fahrzeug genutzt werden
können. Gleichzeitig kann es voll in das Anzeige- und Bediensystem integriert
werden. Für die Sicherheit stehen die radargestützte Kollisionswarnung mit
adaptivem Bremsassistenten, das Insassenschutzsystem Pre-Safe sowie
zahlreiche weitere Assistenten und elektronischen Helfer zur Verfügung. Über
Preise liegen noch keine Informationen vor.

Quelle: Autoplenum, 2012-03-05