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Autoplenum, 2013-12-16

Mercedes C-Klasse 2014 - Generalangriff

Testbericht

Stefan Grundhoff

Die neue C-Klasse sieht der S-Klasse zum Verwechseln ähnlich - nur eben zwei Klassen kleiner. Mit dem Hoffnungsträger will Mercedes den BMW 3er vom Mittelklasse-Thron stoßen.

Mercedes hat das Steuer herumgerissen. Dank der neuen S-Klasse als Image- und Technologieträger sind die Stuttgarter vom Schlingerkurs der letzten Jahre zurück in die Erfolgsspur. Jetzt heißt es Volumen machen und das geht kaum besser als im Mittelklassesegment. Die neue C-Klasse, sich optisch stark an dem voluminösen Aushängeschild aus dem Luxussegment orientierend, dürfte einer der großen Stars auf der Detroit Autoshow sein, die Mitte Januar in good old Motortown erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Die Bandbreite ihrer Ausstattungen sucht nicht nur in dieser Klasse ihresgleichen. Der neue Dreh- und Angelpunkt im schwäbischen Produktportfolio soll mit technischen Finessen wie Sportlenkung oder Luftfederung die Quadratur des automobilen Kreises ermöglichen. Die Anzahl der Assistenzsysteme soll dabei ebenso Maßstäbe setzen wie Fahrwerk, Federungs- und Abrollkomfort. "Die neue C-Klasse setzt konsequent den Anspruch von Mercedes-Benz um: Das Beste oder nichts", so der neue Vertriebsvorstand Ola Källenius, "das macht sich schon bei der ersten Begegnung mit unserer neuen Limousine bemerkbar, denn sie vermittelt das Gefühl, in einem Automobil einer höheren Klasse zu sitzen. Ich bin sicher, dass die neue C-Klasse durch ihre hohe Wertanmutung und Agilität unsere Kunden begeistern wird." Die C-Klasse hat im Vergleich zur Vorgänger-Generation um 100 Kilogramm abgespeckt.

Bei acht Zentimetern mehr Radstand (2,84 m) gegenüber dem Vorgänger wuchs die Fahrzeuglänge um fast zehn Zentimeter auf 4,69 m; auch um den Unterschied zum noch jungen Mercedes CLA zu unterstreichen. Der resultierende Raumgewinn kommt vor allem den Fondpassagieren und dem 480 Liter großen Laderaum zugute. Wie andere Modelle vor ihr ist auch die neue C-Klasse mit zwei unterschiedlichen Gesichtern zu bekommen: sportlich mit Zentralstern oder dem klassischen Kühlergrill mit Stern auf der Motorhaube. Anders als bei der größeren E-Klasse konnte sich Mercedes nicht durchgängig für LED-Scheinwerfer durchringen. Neben den serienmäßigen H7-Scheinwerfern sind zwei energiesparende LED- Varianten zu haben. Immerhin: die Rücklichter sind bei allen Scheinwerferversionen in LED- Technik ausgeführt.

Ebenso wie das Äußere zeigt auch das Interieur der C-Klasse deutlich Anleihen bei der S-Klasse. Neben den wertigen Runddüsen und den Bedienelementen als Schalterleiste in der Mittelkonsole bleibt der aufgesetzte Multifunktionsbildschirm auf dem Cockpit jedoch Geschmacksache. Komplett neu für Mercedes sind das optionale Head-Up-Display und das Touchpad mit Controller zur einfachen Bedienung zahlreicher Funktionen. Das Motorenangebot ist zunächst dünn. So sind nur zwei Vierzylinder-Benziner mit 156 und 184 PS sowie ein Diesel mit 170 PS verfügbar. Ihr Verbrauch liegt zwischen 4,0 und 5,3 Litern. Es folgen zwei 1,6 Liter große Diesel mit 115 und 136 PS sowie eine leistungsstärkere 2,2-Liter-Version mit 204 PS. Außerdem werden sechs Benzinmotoren mit 156 bis 333 PS zur Verfügung stehen.

Ebenso wie bei den Hauptkonkurrenten BMW 3er und Audi A4 wird die neue C-Klasse über verschiedene Fahrmodi (Komfort, Eco, Sport und Sport+) verfügen. Optional gibt es erstmals in dieser Klasse eine Luftfederung für noch mehr Komfort. Zum Start ist die Mercedes C-Klasse in den Motorvarianten C 180 ab 33.558 Euro, C 200 ab 36.414 sowie C 220 Bluetec ab 38.675 Euro erhältlich. Weitere Motor- und Getriebevarianten folgen ebenso wie Coupé, T-Modell und eine AMG-Version mit bärenstarker V8-Power.

Quelle: Autoplenum, 2013-12-16