Mille Miglia 2012: Mythos der tausend Meilen
Testbericht
Immer wieder zieht die Mille Miglia Teilnehmer und Zuschauer in ihren Bann. Mit einer beeindruckenden Streckenführung und begeisterten Zuschauern. Mehr als eine Million Leidenschaftlicher haben das traditionelle Ereignis in diesem Jahr nicht verpasst und waren live mit dabei. Rund 380 Fahrzeuge nahmen die 1.000 Meilen von Brescia nach Rom und wieder zurück unter die Räder. Auserwählte, denn Bewerbungen um einen Platz im Cockpit eines faszinierenden Oldies gab es reichlich. Über 1.300 Teams aus 25 Ländern hatten ihr Interesse angemeldet. Der Faszination des historischen Motorsports kann sich kaum einer entziehen. Mit steigender Tendenz.Sieger der Mille Miglia 2012 wurden Claudio Scalise und Daniel Claramunt in einem Alfa Romeo 6C/1500 von 1928. Auf dem zweiten Platz landeten Giuliano Canè und Lucia Galliani in einem BMW 328 von 1939. Dem Volkswagen-Konzern und Porsche gelangen bei der Mille Miglia ein eindrucksvoller Auftritt. Insgesamt begeisterten 17 legendäre Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Bentley, Bugatti und Porsche die Zuschauer. Dass die Mille Miglia keine Kaffeefahrt von Oldtimern ist, liegt in ihrer Historie begründet. Hier sind Rallyebedingungen angesagt. Schnell und kompromisslos geht’s zur Sache. Eine herausfordernde Zuverlässigkeitsprüfung für Mensch und Technik. Ihre Premiere hatte die Mille Miglia 1927. Sie galt bis zu ihrem vorläufigen Ende 1957 als eines der längsten und härtesten Rennen weltweit.1977 wurde der italienische Klassiker als Gleichmäßigkeits- und Orientierungsfahrt zu neuem Leben erweckt. Doch auch unter diesem Credo schenkt man sich nichts. Letzten Endes ist es wohl gerade diese Leidenschaft, mit der die Mille Miglia in Italien zelebriert wird, die so viele Zuschauer und Fans mobilisiert. Hunderttausende Tifosi waren es, die an den vergangenen drei Renntagen an die Strecke zwischen Brescia und Rom pilgerten, um die Teams anzufeuern. Geballte Käfer-KraftMit einem Großaufgebot automobiler Legenden war in diesem Jahr auch der VW-Konzern dabei. Mit geballter Käfer-Kraft war das Team von Volkswagen Classic unterwegs. Drei modifizierte Käfer mischten mit ihren leistungsgesteigerten Motoren das Feld unüberhörbar ein ums andere Mal auf und erinnerten an ihre Vorfahren in den 50er-Jahren. Seinerzeit lehrten sie ihre meist größeren und weitaus leistungsstärkeren Konkurrenten, einen Käfer nie zu unterschätzen.Auch drei DKW aus der Sammlung von Audi Tradition, darunter zwei seltene DKW 3=6 Monza, waren mit Volldampf unterwegs. Bentley beeindruckte die Fans mit zwei legendären „Blower" aus den 1930er Jahren, Bugatti startete mit dem Typ 40 sowie dem Typ 35 B, einem der erfolgreichsten Rennwagen der Welt. Porsche schickte zwei 550 Spyder, ein 356 Coupé sowie drei 356 Speedster ins Rennen, die insbesondere auf den engen Bergpassagen der zweiten Etappe das Tempo vorgaben.Strapazen für Mensch und TechnikSo faszinierend die Landschaften und mittelalterlichen Städte, durch die die 1.600 Kilometer lange Tour führte, an den Fahrzeugen gingen die Rennstrapazen nicht spurlos vorbei. Für die Mechaniker waren die Nächten weniger zum Schlafen als zum Schrauben da. Doch die Mühen wurden belohnt: Alle Fahrzeuge kamen ins Ziel. (Auto-Reporter.NET/arie)Weitere Fotos unter UnitedPictures.com





























